Wo eigentlich bleibt bei uns die Musik?

Schmidbauer & Kälberer im Badria: Gegen das Zumüllen vom Einheitsbrei unserer Zeit

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schmidSie sind experimentierfreudiger, tiefgründiger, gefühlvoller und extrovertierter als je zuvor – und sie kommen als Ersatztermin für den Nikolaustag im vergangenen Jahr ins Badria nach Wasserburg: Schmidbauer & Kälberer starten jetzt wieder zu zweit durch. Im musikalischen Gepäck ist das neue Studioalbum „Wo bleibt die Musik?“ Werner Schmidbauer war im letzten Herbst ein langes Wochenende in Istanbul und war überwältigt von dem quirligen musikalischen Leben, das er dort in allen Straßen und Plätzen angetroffen hatte. Zurück daheim ist ihm die musikalische Leere in der Öffentlichkeit extrem aufgefallen und er stellte sich die Frage …

… wo eigentlich bleibt die Musik?
„Nach Verona (Auftritt vor 10.000 Menschen, Anm d. Red.) war ich einfach erschöpft und leer im Kopf“, bekennt Schmidbauer. Wieder Musik machen und auf Tournee gehen, so wie immer? Noch im Herbst 2013 scheint dies unvorstellbar. Doch dann entschließt sich der Musiker und BR-Moderator (TV-Sendungen: Aufgspuit!, Gipfeltreffen) zu seiner ersten Reise nach Istanbul. Und dort erlebt er Wundersames und Unerwartetes.

„Hier wird an jeder Ecke musiziert und getanzt, du kommst gar nicht umhin, da musst du mitmachen“, schildert er. Auf der Flucht vor dem Musizieren findet er die Musik wieder. Aus dem „müden“ Werner wurde über Nacht wieder der Musik-Werner.
Am Bosporus ist die Musik daheim, ein unvorstellbarer Kontrast zu den Fußgängerzonen und dem Leben in Deutschland. „Wir lassen uns nur noch beschallen und zumüllen vom Einheitsbrei einer schnelllebigen Zeit“, sagt Schmidbauer.

Und genau dagegen will er zusammen mit seinem kongenialen Duo-Partner, den Multi-Instrumentalisten Martin Kälberer jetzt anspielen und ansingen mit der Frage – wo bleibt die Musik?

Die beiden waren im April nochmal gemeinsam in der türkischen Metropole. Auch Kälberer ist sofort infiziert. „Da war sofort neue Energie da, ich habe gespürt: Ja, das passt!“ Einige Kompositionen stammen auch aus seiner Feder, die Werner mit Worten gefüllt hat. Ein unverkennbares Indiz dafür, dass sich in ihrer langen Zeit des gemeinsamen Wirkens der Gefühlsmusiker Schmidbauer und der Multi-Instrumentalist Kälberer noch nie so nah waren. Und auch in Werners Texten durften die Fans noch nie so nah ran an ihn, wie diesmal.

Im Wasserburger Badria am Freitag, 13. November, um 20 Uhr – Einlass 19.15 Uhr.

Karten gibt’s im Vorverkauf bei der Sparkasse.

Veranstalter: exorbitan

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