Wo das Herz der Wasserwacht schlägt

Rückkehr zum Penzinger See mit Segnung der neuen Hütte und ein Abschied

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1Penzing/Babensham – Sehr berührende Augenblicke heute Mittag in der Idylle des Penzinger Sees: Die Wasserburger Wasserwacht ist wieder dahoam – nach über 15 Jahren der Abwesenheit – und konnte heute die feierliche Segnung der neuen Hütte, der Wasserwacht-Rettungsstation, feiern. Die Wasserburger Familie Martin Huber hatte im vergangenen Jahr den See erworben und sich für diese wertvolle Rückkehr eingesetzt. Besonders berührend dabei ein Abschied …

verbunden mit der hohen Auszeichnung mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Wasserwacht für den Vorsitzenden Freddy Eisner (rechts), der zuvor seinen Rücktritt erklärt hatte.

Unser Bild oben zeigt ihn rechts sowie die beiden Geistlichen, der katholische Pfarrer Babenshams und Eiselfings, Thomas Weiß (links) und der evangelische Pfarrer Holger Müller, die die neue Hütte der Wasserwacht – aber auch die Arbeit und den Einsatz der aktiven Mitglieder – gemeinsam segneten.

Fotos: Renate Drax

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Ein besonders schöner Rahmen für einen Abschied, der ihm sichtlich schwer fiel: Freddy Eisner (links) erhielt das Goldene Ehrenabzeichen der Wasserwachten, die intern höchste Auszeichnung.

Für manche der Anwesenden kam er überraschend: Der Abschied nach über 25 Jahren als Vorsitzender. Nein, es fiel ihm nicht leicht an diesem so fröhlichen Tag heute diesen innerlich schon lange getroffenen Entschluss öffentlich bekannt zu geben. Immer wieder unterbrochen durch tosenden Applaus. Freddy Eisner war der Motor der Wasserwacht Wasserburg und er will auch nach wie vor immer zur Seite stehen – sein Engagement soll künftig nur noch mehr dem BRK-Kreisverband gehören. Sein Nachfolger Alex von Löwenfeld meinte: „Nein, es ist kein Abschied, es ist nur eine Neustrukturierung der Aufgaben.“

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Sein Erwerb des Penzinger Weihers hat das Leben an den See zurückgeholt: Martin Huber trat heute auch ans Mikro.

Dabei wollte der nun ehemalige Chef der Wasserwachtler gar nicht so sehr an diesem Tag im Mittelpunkt stehen. Gehe es doch um die Rückkehr zum See, zur Heimat, wo so vieles an Engagement begonnen hatte vor vielen Jahren.

So manche Erinnerungen wurden wach in den Grußworten der geladenen Gäste. Und immer wieder wurde es betont: Die so wertvolle Arbeit der Wasserwacht. Wie dankbar man für diese ehrenamtliche Arbeit, die so oft im Stillen geschehe, sei. Leben zu retten – zu helfen, wenn jemand in Not ist. Aber auch immer Ansprechpartner zu sein – vom Wespenstich über Kreislaufschwächen bis zum großen Notfall mit der Gefahr des Ertrinkens. Wenn die Wasserwacht vor Ort sei, dann würden sich die Menschen einfach sicherer fühlen.

4Seine Worte hallten noch lange nach: Eindrucksvoll sprach Claus Hieke (links), der stellvertretende Vorsitzende der Wasserwacht Oberbayern im BRK, über das Ehrenamt. Über das weltweite Vertrauen in das Rote Kreuz. Den Menschen helfen – auch wenn es das kleinste Mosaiksteinchen im großen Ganzen sei. Stolz dürfe man darauf sein.

Zur Info:

Die Wasserwacht ist heute mit über 100.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste Gemeinschaft in Bayern. Sie ist flächendeckend organisiert und eine anerkannte, unentbehrliche Organisation. Die Wasserwacht ist modern und zweckmäßig ausgerüstet und in der Lage, ihr vielfältiges Aufgabengebiet auch wahrzunehmen. Sie ist in der Bevölkerung anerkannt und wird, nicht zuletzt wegen ihrer erwiesenen Leistungen, respektiert.

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Er leitet ab sofort die Wasserburger Wasserwacht: Alexander von Löwenfeld, Eisners bisheriger Stellvertreter.

Wassersport wird heute und in Zukunft nicht mehr ausschließlich am Wochenende oder im Urlaub, sondern praktisch ganzjährig betrieben. Schwimmer, Segler, Surfer, Kanuten und Taucher benutzen die Gewässer in zunehmendem Maße und fast zu allen Jahreszeiten. Selbst im Winter sind sie für Schlittschuhläufer, Eissportschützen, Eissegler oder auch nur Wanderer beliebte Freizeitareale.

Die Wasserwachtler arbeiten ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich. Sie tun dies in einer Gemeinschaft, in der Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche sinnvolle und befriedigende Aufgaben wahrnehmen können, sei es im Wasserrettungsdienst, im Naturschutz, der Ausbildung, in der Organisation oder auf anderen Gebieten. Jeder Gutwillige und Leistungswillige hat in ihr Platz.

 

 

 

46Außen an der neuen Wasserwacht-Hütte am Penzinger See ist ein Defibrillator angebracht (unser Foto rechts) – im Notfall für jedermann zugänglich! Deshalb hier eigens noch mal Informationen zur Handhabung dazu:

Der Defibrillator steht allen Hilfswilligen für den Notfall rund um die Uhr zur Verfügung. Um die Scheu vor der Verwendung des Geräts zu nehmen – im Internet kann man sich unter youtube einen nur drei-minütigen Film „Herz in Not, keine Angst vor dem Defibrillator“ anschauen.

Hier unser Link – einfach anklicken:

 

Jeder Laie sollte in der Lage sein, das automatisierte Gerät zu bedienen. Jedem sollte klar sein:  Man kann damit Leben retten, weil ein Defi das oft tödliche Herzkammerflimmern unterbrechen kann.

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Unsere Bilder zu dem Festtag der Wasserwacht Wasserburg:

 

Eine kleine Erkundungstour am Penzinger See: Babenshams Bürgermeister und stellvertretender Landrat Josef Huber (rechts).

 

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Siehe auch unseren Kommentar dazu:

 

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