Wir vertrauen euch unser Bestes an, unsere Kinder

Fröhlicher Empfang aller neuen Lehrkräfte der Grund- und Mittelschulen

image_pdfimage_print

Lehrer 1Zu den bayernweit wohl einmaligen Traditionen von Stadt und Landkreis Rosenheim gehört zu Beginn eines jeden Schuljahres der Empfang der neuen, jungen Lehrkräfte an den Grund- und Mittelschulen in der Region. Über 120 haben mit Beginn des neuen Schuljahres ihren Dienst an einer der 81 Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis begonnen. Etwa die Hälfte von ihnen kommt nicht aus der Region, auch deshalb laden Stadt und Landkreis alljährlich zum Junglehrer-Empfang, diesmal auf Schloss Hartmannsberg.

Ein Thema beschäftigte alle Redner ganz besonders, nämlich die Integration von Flüchtlingskindern in der Schule. Sowohl Landrat Wolfgang Berthaler, als auch Rosenheims zweiter Bürgermeister Anton Heindl sprachen von einer großen Herausforderung.

Der Leiter der staatlichen Schulämter Rosenheim, Wolfgang Tauber, kündigte eine ganze Reihe von Maßnahmen an. So werden schon Kindergärten bei der vorschulischen Arbeit unterstützt. An den Grundschulen gibt es Förderkurse und zudem verdoppelte sich die Zahl der Übergangsklassen zum neuen Schuljahr von vier auf acht. Tauber rechnet damit, dass ihre Zahl während des Schuljahres steigen wird. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule so genannte Crashkurse eingerichtet. Beate Irle, die Personalratsvorsitzende der Lehrer an Grund- und Mittelschulen im Landkreis Rosenheim erinnerte daran, dass es schon einmal gelang, nämlich in den 1990er Jahren, Flüchtlinge zu integrieren.

Wolfgang Tauber forderte die jungen Kolleginnen und Kollegen zudem auf, nicht stehen zu bleiben und offen zu sein für Veränderungen. Schule sei ein Abbild der Gesellschaft und damit ständig Veränderungsprozessen unterworfen. Tauber warb dafür, sich als Gestalter und Mitentwickler einzubringen und Schule weiter zu entwickeln. Darüber hinaus muss ein wertschätzendes Menschenbild allem Tun zugrunde liegen. Dazu gehört auch der Humor, manches nicht so tierisch ernst zu betrachten, sagte Tauber. Abschließend meinte er: Lehrer sein sei kein Job, sondern Berufung, die den ganzen Menschen brauche.

Die Personalratsvorsitzende Beate Irle forderte die jungen Lehrerinnen und Lehrer auf, sich im Kollegenkreis einzubringen: ‚Sie ergänzen uns, bringen Sie ihre Erfahrungen ein und bereichern Sie uns.‘

Im wunderbaren Ambiente von Schloss Hartmannsberg stellten Landrat Wolfgang Berthaler und Rosenheims zweiter Bürgermeister Anton Heindl allen ihre neue Heimat vor. Während Berthaler mit Bergen und Seen sowie dem großen Freizeitwert punktete, präsentierte Heindl Rosenheim als nördlichste Stadt Italiens mit umfassendem Kulturangebot. Beide wünschten einen guten Start ins Berufsleben und Bürgermeister Heindl fügte an: ‚Wir vertrauen euch unser Bestes an, unsere Kinder‘.

lehrer

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.