„Wir sind das Klimagewissen der Stadt“

Wasserburgs neuer Manager stellt seine Arbeit vor

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IMG_1959_kWasserburg – Es ist ein langer, steiniger Weg, einer über Jahrzehnte hinweg und mit vielen kleinen und großen Hindernissen – der Wasserburger Energiedialog 2050, der die Klimaschutzaktivitäten intensivieren soll. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 in der Stadt um 80 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Einer, der dieses Ziel jetzt ganz offiziell auf seine Fahnen geschrieben hat ist Christian Klimmer – der neue Klimaschutzmanager der Stadt Wasserburg. Er präsentierte im Rathaus seine Arbeit.

500 gibt es in Deutschland, zirka 50 in Bayern und genau einen im Landkreis Rosenheim – Klimmer gehört als Klimamanager noch einer eher seltenen „Spezies“ an. „Wasserburg nimmt damit ganz bewusst eine Vorreiter-Stellung in der Region ein“, so Bürgermeister Michael Kölbl, der sich eingangs der Klimapressekonferenz im Rathaus bei allen bedankte, die das Klimaschutzkonzept und den gesamten Prozess in Gang gebracht hätten: Insbesondere bei Frauke Liesenborghs für die langjährige Moderation im Arbeitskreis „Energiedialog Wasserburg 2050“, bei den Bauspezialisten Richard Kröff und Jörg Plottke, die ihr Know How bei der energetischen Sanierung von von Altbauten mit eingebracht hätten sowie bei Kurt Fritsch von den Stadtwerken und Otto Zwiefelhofer, die den Prozess maßgeblich ins Rollen gebracht hätten.

 

 

 

Mit Christian Klimmer habe man die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen gefunden, so der Bürgermeister weiter. Es sei nicht ganz einfach, ein Anforderungsprofil für einen Klimamanager zu kreieren. „Klimmer ist Sachverständiger für Energieeffizienz, Umweltingenieur und zertifizierter Klimaschutzberater. Besser geht’s wirklich nicht.“ Man sei mit der bisher geleisteten Arbeit von Klimmer, der mittlerweile seit ein paar Monaten im Amt ist, sehr zufrieden.

Das sieht auch Frauke Liesenborghs, Motor des Energiedialogs, so. „Es hat sich schon eine ganze Menge bewegt. Mit dem Klimamanager haben wir jetzt einen Profi, der unsere Belange vorantreibt.“ Dessen ungeachtet sei aber auch jeder einzelne Bürger gefragt, wenn es ums Energiesparen und den Klimaschutz gehe. „Jeder kann zuhause Energie sparen“, so Liesenborghs. „Und sich bei uns Geräte ausleihen, mit denen er den tatsächlichen Verbrauch seiner elektrischen Geräte zuhause kontrollieren kann“, ergänzte der Leiter der Wasserburger Stadtwerke, Gerhard Selig.

 

 

 

Klimmer selbst präsentierte anschließend den Sachstand beim „Energiedialog 2050“ und gab gleichzeitig einen Ausblick auf die Zeile, die man noch erreichen wolle. „Wir haben uns selbst 45 Maßnahmen ins Heft geschrieben, die wir in Sachen Klimaschutz umsetzen wollen. Elf davon haben wir bereits geschafft.“ Seit 2008 habe man zahlreiche Projekte umgesetzt. Er nannte beispielhaft nur die Erweiterung des Bürgersolakraftwerks oder eben die Fertigstellung des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt. Es bleibe aber noch jede Menge Arbeit. Und die wollen man so transparent und informativ wie möglich gestalten. Dazu werde es von Oktober bis April nächsten Jahres auch eine Vortragsreihe mit hochkarätigen Experten geben, die sich mit dem Klimaschutz beschäftigen. „Wir wollen damit die Bevölkerung noch mehr motivieren, sich für die wichtige Sache Klimaschutz einzusetzen und sich zu interessieren.“

Klimmer abschließend: „Unsere Vision ist es, eine lebenswerte Stadt auch für die nachfolgenden Generationen, angepasst an die Folgen des Klimawandels und als Vorbild für den Klimaschutz“, so Klimmer.

 

 

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