„Wir Helfer haben niemanden mitgebracht!“

Stellungnahme des Wasserburger Patenprojekts Asyl zu massiver AfD-Kritik

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Logo_WP_PFADSoeben erreicht unsere Redaktion eine offizielle Stellungnahme des Wasserburger Helferkreises Asyl mit Monika Rieger als Sprecherin – zu den massiven Vorwürfen des AfD-Sprechers Andreas Winhart gegen die Helfer des Patenprojekts Asyl in Wasserburg nach dem gestrigen Abend in Staudham (wir berichteten). Winhart hatte in einer Presseerklärung geschrieben, die Flüchtlinge seien vom Helferkreis ‚als Anschauungssobjekte vorgeführt‘ worden. Der Wortlaut der Stellungnahme des Wasserburger Helferkreises dazu …

  1. Die Menschen mit fremdländischem Aussehen waren minderjährige Flüchtlinge aus der Stiftung Attl mit Betreuern. Soweit ich gesehen habe, war kein anderer Asylbewerber da, jedenfalls wurde niemand von uns Ehrenamtlichen mitgebracht!
  2. Die Zahlen, die von der AfD genannt werden, stimmen sicher nicht. Es waren mindestens 20 Leute vom Wasserburger Helferkreis da und noch weitere Freunde, keine AfD-Sympathisanten. Außerdem war die Linke Liste Wasserburg stark vertreten.
  3. Die Mitglieder des Patenprojekts Asyl Wasserburg haben gewartet, bis ihnen das Wort erteilt wurde, um dann Fragen zu stellen oder sachliche Aussagen zu treffen. Freundlich und unaufgeregt.

Monika Rieger, Sprecherin des Patenprojekts Asyl Wasserburg

Ein Mitarbeiter der Stiftung Attl habe gegenüber Monika Rieger zu dem gestrigen Abend gesagt, dass die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge der Stiftung Attl da waren, um zu lernen, dass es in Deutschland Meinungsfreiheit gibt. Darüber wollten sie heute in der Einrichtung sprechen.

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36 Gedanken zu „„Wir Helfer haben niemanden mitgebracht!“

  1. Kann ich zu 100% bestätigen !
    Da strickt sich der Herr ein ordentliches Märchen zusammen.

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    1. Da ist natürlich niemand instrumentalisiert worden. Die Asylbewerber werden nichts Besseres vorgehabt haben und sich spontan gedacht haben „Warum nicht mal bei den Nazis vorbeischauen“. Und dann spontan nach Kerzen verlangt haben, weils ja schon dunkel war…

      Für wie blöd halten Sie uns eigentlich, Frau Rieger?

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      1. @huascara

        Haben sich diese Menschen an der Diskussion in irgend einer Form beteiligt ? Nein !

        Haben diese Personen die Veranstaltung in irgend einer Form gestört ? Nein !

        Was genau spricht da jetzt dagegen, dass diese Menschen da waren, vor dem Gasthaus und später im Gang, also nicht mal im Diskussionsbereich ?

        Es sind genau die Leute, auf deren Rücken die AfD gerade Politik betreibt, oder besser gesagt auf Wählerfang geht.

        Ist es für die AfD-Wählerschaft wirklich so schmerzhaft, die Menschen zu sehen, über deren Zukunft sie mitentscheiden möchten ?
        Ich bitte hier höflichst um Erläuterung.

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        1. Carola Sommer

          Und diese Personen warten vor dem Gasthaus oder im Gang um etwas über Meinungsfreiheit zu lernen?
          Cool, schlage ich mal den Schülern an den Wasserburger Schulen vor: „… hey es reicht, wenn ihr vor der Schule oder im Gang wartet, da lernt ihr genug …“
          Mal ganz abgesehen davon, dass diese Personen ja gar kein Deutsch verstehen.

          Aber super finde ich, dass diese Personen wenigstens zu einer AfD Veranstaltung gebracht wurden. Denn DA lernen sie wirklich was über Meinungsfreiheit, was man von anderen Organisationen ja nicht sagen kann.

          Also DANKE, dass sie diese Personen dort hin gebracht haben, leider waren diese Personen ja nur vor dem Gasthaus oder im Gang.
          Grüße
          Carola

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          1. Meiner Ansicht nach haben diese Personen sehr gut etwas (dazu)gelernt, es war ja mehr als gut ersichtlich, dass hier verschiedene Ansichten zusammengekommen sind.

            „Unsere“ Schüler lernen dies bereits von klein auf und haben des öfteren auch Gelegenheit, sich solchen Diskussionen zu stellen, dies ist wie bereits erwähnt (leider) nicht in jedem Land so.

            Es wurde diskutiert und verschiedenste Ansichten sind vertreten worden, dies halte ich für äußerst lehrreich.

            Da sich die AfD ja auch so stark um das Asylrecht bemüht bzw. ein zentrales Thema ist, und es genau um diese Menschen geht, empfinde ich es als sehr passend.
            Ich sehe immer noch nicht, wo genau das Problem liegt, was exakt ist denn daran jetzt so störend ?
            In welcher Form sind diese Menschen denn störend oder hinderlich gewesen ?

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      2. @Radim Hruska

        Es spricht nach meiner Auffassung überhaupt nichts dagegen, wenn diese Menschen zu der Veranstaltung kommen. Wenn es aber so ist – wie Sie auch selbst sagen – dass sie ja selbst nichts aktiv einbringen konnten, stelle ich mir schon die Frage, ob es hier nur nur um Provokation der Provokation willen ging.

        Und hierbei unterstelle ich, dass die Leute bewusst instrumentalisiert wurden, um den blöden Edlingern (*Ironie*) mal zu zeigen, wie ein demokratischer Diskurs funktioniert.

        Was wir aus meiner Sicht einfach nicht brauchen, ist immer weiteres Öl ins Feuer. Egal von welcher Seite.

        Ich höre mittlerweile von fast allen Seiten meines (durch und durch bürgerlichen) Umfelds nichts anderes mehr, als dass die Leute stocksauer sind. Insoweit stünde es manchen Leuten gut zu Gesicht, einfach mal einen Gang runter zu schalten. Auch in Edling steht nicht hinter jedem Baum ein Nazi.

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        1. Carola Sommer

          Sehr geehrter Herr Hruska,
          sicherlich haben diese Personen etwas gelernt.
          Sie haben gelernt, dass sie zu Veranstaltungen gefahren werden, Kerzen anzünden, nicht verstehen was da überhaupt gesprochen wird und dann vor der Tür warten müssen.
          Lerneffekt? Ist mir noch immer nicht klar.
          Das Wort „störend“ verwenden ausschließlich sie.
          Keiner der anderen Kommentatoren hat sich „gestört“ gefühlt. Die WUNDERN sich ja nur
          Grüße
          Carola

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          1. Wir drehen uns im Kreise, ich frage nochmals, wo das Problem liegt, dass die Asylanten dort waren?

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    2. AfD Veranstaltungsteilnehmer

      … es wurde gesehen, wie die Asylanten aus dem Bus der Asylhelfer gestiegen sind – und fotografiert.

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      1. Hahaha, da gehts schon los! Wir Asylhelfer besitzen keinen Bus. Und den Jungs aus Attl wurde sicher erklärt, um welche Veranstaltung es sich handelt und wurden nicht gezwungen .

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      2. Ach und es waren Jugendliche – dann liegt sicher eine Erlaubnis der zuständigen Behörde vor, sie zu fotografieren.

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        1. Carola Sommer

          Es war eine öffentliche Veranstaltung und jeder Pressevertreter hat das Recht dort zu fotografieren.
          Grüße
          Carola

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  2. Die Aussage ist genial:-) „Ein Mitarbeiter der Stiftung Attl sagte zu dem gestrigen Abend, dass die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge der Stiftung Attl da waren, um zu lernen, dass es in Deutschland Meinungsfreiheit gibt.“

    Wenn es um Meinungsfreiheit geht, sollte man ohne Zweifel eine Veranstaltung der AfD besuchen:-) Ohne Worte….

    Um das Ganze komplett zu machen, sollte man dann aber bitte auch mal einer linken Demo beiwohnen.

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    1. Monika Rieger

      Ich denke, es ging darum, zu zeigen, dass eine solche Veranstaltung mit Leuten, die verschiedener Meinung sind, in Deutschland möglich ist.

      Das ist in den meisten Herkunftsländern der Menschen auf der Flucht undenkbar.

      Dazu muss man nicht die ganzen Inhalte des Gesprochenen verstehen.

      Diese Stimmung war auch im Bereich vor dem Raum spür- und hörbar. Drinnen war wirklich kein Platz mehr.

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      1. Wasserburger Bürger

        Die minderjährigen Asylanten wurden per Bus von den Attler Betreuern nach Staudham gefahren, ausgeladen.
        Dort haben sie zunächst eine so genannte Mahnwache aufgestellt.
        Danach waren sie kurz in der Gaststube, meistens jedoch auf dem Gang.

        Will uns irgendwer wirklich ernsthaft erklären, dies wäre die Idee der Asylanten gewesen?
        Will uns irgendwer wirklich ernsthaft erklären, diese Asylanten wären selbst auf die Idee einer Mahnwache gekommen?
        Will uns irgendwer wirklich ernsthaft erklären, die Anwesenheit der Asylanten bei der AfD Veranstaltung wäre freiwillig, ohne Zutun bestimmter Personen erfolgt?

        Wo doch Herr Hruska bereits im Vorfeld schrieb: „Wir werden sehr zahlreich vertreten sein“.
        Das war eine konzertierte Aktion von Linken zusammen mit den Attler Betreuern,
        die sich die Attler Asylanten als „Argumentationshilfe“ mit genommen haben.
        (…)
        Es ist somit nicht nur naheliegend, sondern offensichtich, dass Herr Hruska Asylanten für eigene Interessen benutzt.
        (…)

        Anmerkung der Redaktion: Kommentar gekürzt …

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        1. Ach du Sch…., sind die Nazis auch in Wasserburg angekommen?

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          1. Sie sollten einfach realisieren, dass nicht jeder ein Nazi ist, der gegen die praktizierte Asylpolitik Einwände hat.

            Demokratie funktioniert nun mal nicht nur Richtung links …

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          2. @Maria: Gegen die praktizierte Einwanderungspolitik habe ich auch Einwände, mit den Linken kann ich gar nichts anfangen. Was mich aber schockiert, ist dieses Abgleiten in den Rechtsextemismus!

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        2. Und nochmals, ich bin im Helferkreis und habe außer anderen Helfern, Freunden und Verwandten niemanden mitgebracht.
          Alles Menschen, die die AfD ernsthaft interessiert, und genau wie ich haben diese Personen Fragen gestellt, denn es ist die beste Möglichkeit, an unverfälschte Informationen zu kommen.

          Sie beziehen sich auf einen Kommentar von mir in Facebook, und ja ich habe dort das Thema gestartet und mit vielen Menschen darüber diskutiert.
          Das Ergebnis war, dass ich von vielen Seiten mitbekommen habe, dass wirklich viele Menschen an der Diskussion teilnehmen möchten.

          Darüber habe ich mich sehr gefreut, na das dürfte niemanden überraschen, und doch möchte ich anmerken, daas ich auch die AfD-Befürworter dazu animiert habe, zu kommen.
          Niemand der Anwesenden wird mir vorwerfen können, mich nicht respektvoll verhalten zu haben.

          Im Übrigen gehöre ich keiner Partei an, ich bin also kein Mitglied der „Linken“ – noch bin ich ein Betreuer aus Attl.

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  3. Herr Winhart soid sich ned so haben, bei der Aiblinger und Kreis Ju/CSU is a nix worn – jetzt is a a AfD’ler und do werds a nix.

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  4. Die Aktion zeigt, auf welchem Level man mittlerweile angekommen ist.

    Flüchtlinge zu einer Veranstaltung anzukarren, um Nachhilfe in Demokratie zu erteilen? Das ist Sprache in einer Symbolik, die mit einer fairen Auseinandersetzung nichts mehr zu tun hat.

    Es lässt tief blicken in die moralische Verfassung derer, die sich gerne als moralische Instanz aufspielen.

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  5. Also ohne, mich nun bewusst auf die eine oder andere Seite stellen zu wollen, sondern ausschließlich der Sache wegen!!!!!
    Ein bisschen merkwürdig finde ich diesen “ Integrationsansatz“ schon…

    Wenn ich mich bewusst zu einem Streitgespräch zusammensetze und „zu erwarten sein könnte“, dass es Unfrieden gibt – da nehm ich doch keine Kinder mit..????!!!

    Noch dazu, wenn Jene, wie in diesem Fall, der Streit-, Diskussionspunkt sind.

    Also … nur meine Meinung. kann mir nicht vorstellen, dass das alles hier einen positiven Schlusspunkt gibt! Hat man sich da nicht vielleicht doch vorab ein bisschen vergaloppiert???

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  6. Also ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Die AfD hat eingeladen und daraufhin sind Leute aus verschiedenen Lagern gekommen. Dass die AfD-Kritiker in der überwiegenden Mehrheit waren finde ich nicht schlimm, damit muss eine Partei umgehen können. Wenn man das nicht schafft, hat man sowieso verloren. Insgesamt haben die Veranstalter das jedoch eh noch zufriedenstellend hinbekommen.

    Was mich nachdenklich stimmt, ist die Antwort auf die Nachfrage mit dem Schießbefehl den zwei der obersten AfDlerinnen in den letzten Tagen wiederholt von sich gaben: Die anwesenden AfD-Vertreter haben versucht, diese Aussagen mit der (zugegebenermaßen oftmals nicht ganz korrekten) Pressedarstellung zu erklären. Da diese Aussagen jedoch nicht nur einmal vor der Presse getätigt wurden, kann ich dieses Herunterspielen nicht nachvollziehen!

    Die Aussage der AfD, die nationalen Grenzen dicht zu machen und dann mal zu überlegen, wie man weitermachenn könnte, stellt für mich keine Alternative dar.

    Zudem auf Frauen und Kinder (und Männer) zu schiessen, wenn sie illegal die Grenze überschreiten, kann nicht wirklich ein guter Plan sein!

    Auch wenn die anderen EU-Länder sich nicht an der Flüchtlingsproblematik beteiligen, entlässt uns das nicht aus der Verantwortung, dem zu helfen, der Hilfe braucht – aus welchem Grund auch immer! Reichtum verpflichtet!

    Ich war auf dieser Veranstaltung, weil ich gerne den Vollpfosten getroffen hätte, der den Flüchtlingscontainer in Soyen angezündet hat.

    Wenn er ein Zeichen setzen wollte, hätte er auch sein eigenes Auto auf einem Acker anzünden können, das hätte die gleiche mediale Wirkung gehabt, ohne „Volkseigentum“ zu vernichten! Es macht mich wirklich sauer, wenn mein Steuergeld angezündet wird!

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    1. Wolfgang Smasal

      Da ich selbst aus einem anderen politischen Lager komme, bin ich völlig unverdächtig, eine Lanze für die AfD brechen zu wollen, aber was in Staudham da gelaufen ist, ist schon ein wenig schräg.

      Dass man ausländische Kinder und Jugendliche zu einer Veranstaltung karrt, in der aller Voraussicht nach, über genau sie kritisch gestritten wird, und das um deren Demokratieverständnis zu schulen, mag ich so recht nicht glauben. Verstehen tu ich es schon gar nicht.

      Genau so wenig wie die jungen Männer den Inhalt der Diskussion verstanden haben, der sie noch nicht einmal beiwohnen konnten, weil sie im Gang “geparkt“ waren.

      Ich könnte mir vorstellen, dass sich die jungen Menschen ähnlich vorgeführt gefühlt haben, wie die armen Asylanten, die der viel gescholtene Landrat Dreier in einen Flüchtlingsbus nach Berlin gesetzt hat. Beim Landrat und auch bei den Verantwortlichen in Staudham, hat sich das mehr als politischer Rohrkrepierer entpupp, den man sicher nicht nochmal in der Art machen würde.
      Um sich kritisch mit der AfD auseinander zu setzen, bedarf es solcher Aktionen nicht, die mischt man argumentativ viel leichter auf.

      Ich selbst geh zu keiner AfD-Veranstaltung – aber nehmt das als Tipp von mir mit.

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  7. Andrea Kugler

    Die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge unterstehen der Aufsicht des Rosenheimer Jugendamtes.

    M. E. handelt es sich hier auf alle Fälle um eine Sache, über die das Jugendamt informiert werden muss.

    Ich leite vorerst den Link zu dieser Seite an das Jugendamt weiter, (…)

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    1. Hervorragende Idee, und vergessen Sie bitte nicht die Weiterleitung an den Verfassungsschutz – wegen der zahlreichen Nationalsozialisten!

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      1. Da hier ja Kommentare freigeschaltet und von der Redaktion vorab geprüft werden, würde ich doch bitte auch mal anregen, direkte Kommentare, in denen andere Mitbürger als Nazis oder Nationalsozialisten betitelt werden, mit der nötigen Sorgfalt zu betrachten.

        Ich kann beim besten Willen in keinem der bisherigen Beiträge einen rechtsradikalen Hintergrund feststellen.

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    2. Carola Sommer

      Danke Andrea Kugler
      Eine gute Idee. Es sollten mehr Leute diese beiden Artikel an das Jugendamt weiter leiten.
      Ich werde es tun und hoffe, dass noch ganz viele andere ihrem Beispiel folgen werden.

      Grüße
      Carola

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  8. Unglaublich – jetzt regen sich die auf, dass Menschen angeblich instrumentalisiert werden, die selbige Menschen seit Monaten für ihren Wahlkampf missbrauchen?

    Die AfD ist keine normale Partei, Spitzen der AfD wollen auf wehrlose Menschen schießen lassen. Wo sind wir angekommen, dass wir mit solchen Menschen noch diskutieren?

    Dass wir solchen Menschen eine Plattform geben? Dass wir Rassismus inzwischen als legitime, politische Meinung akzeptieren?

    Warum äußert sich der Helferkreis zu solchen Vorwürfen überhaupt?

    Es interessiert keinen, was irgendwelche AfD-Witzfiguren in Staudham für eine Meinung dazu haben, dass sie den Menschen, deren Zukunft sie zerstören wollen, einmal in die Augen blicken mussten!

    Super-Aktion von den Betreuern aus Attl, bei der nächsten AfD/Bürgerwehr-Aktion kann man ja auch mal bei der Realschul-Turnhalle anfragen.

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    1. Ich ignoriere mal die Beleidigungen und nehme mal zu dem Stellung, was dann übrig bleibt.

      Die AfD ist eine Partei, die sich meines Wissens bislang nicht gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gewandt hat, weshalb der Verfassungsschutz – Stand letzten Montag – keine Veranlassung für eine Beobachtung sieht (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-verfassungsschutz-haelt-partei-fuer-ungefaehrlich-a-1075128.html). Dass die Spitzen der AfD auf wehrlose Menschen schießen lassen will, ist ebenfalls nicht wahr …

      Und „Zukunft zerstören“ ist auch etwas schräg. Ich finde es eher unfair, Menschen zu suggerieren, dass sie zeitnah vollwertiger Teil dieser Gesellschaft sein können, obwohl man wissen könnte, dass eine normale Teilhabe am Erwerbsleben über viele Jahre höchst unwahrscheinlich ist.

      Aber genau diese Kehrseite der Medaille muss man natürlich ausblenden, wenn man sich weiter in seiner Gutherzigkeit sonnen will.

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      1. Dass nach Meinung der Spitzen der AfD auf wehrlose Menschen geschossen werden muss, ist wahr.

        * Frauke Petry zum Mannheimer Morgen, 30.1.2016: Der deutsche Grenzpolizist „muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen.” […] „zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt.”
        * Beatrix von Storch sah den Gebrauch von Schusswaffen auch gegen Kinder als geboten an.

        Frauke Petry ist AfD-Vorsitzende, Frau Beatrix von Storch, ist Landesvorsitzende AfD Berlin.

        Beide gehören zur Spitze der AfD. Wer wäre es sonst?

        In der öffentlichen Diskussion wird derzeit oft nur von Schusswaffen gegen Flüchtlinge gesprochen.

        Der vorherige Poster Papa Noah hat zurecht von wehrlosen Menschen geschrieben. Weder Petry noch von Storch haben auf Flüchtlinge eingeschränkt (was schlimm genug wäre). Damit müssen – wenn es nach den beiden AfD-Spitzenpolitikerinnen ginge – auch gegen Deutsche, wenn sie illegal die Grenze überschreiten, als „Ultimo Ratio” Schusswaffen eingesetzt werden.

        Nicht zu unrecht sind die 3 grossen Lügen der AfD: 1. Alternative, 2. für, 3. Deutschland.

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      2. @huscaran:
        in dem von ihnen zitierten Artikel (Spiegel online) steht folgendes: „Auch die Berliner AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch hatte auf die Frage, ob auf Frauen und Kinder geschossen werden solle, bei Facebook zunächst mit „Ja“ geantwortet. Später schränkte sie ein, nur das Schießen auf Frauen sei notfalls in Ordnung. …

        Andere AfD-Vertreter bemühten sich am Montag um Schadensbegrenzung. Petrys Stellvertreter Alexander Gauland sagte, „gezieltes Schießen auf Menschen“ komme für die AfD nicht in Frage. Die Bundespolizei müsse andere Möglichkeiten haben..“

        Nun ja, das ist jetzt nicht wirklich entlastend für die Frage, ob die Spitzen der AfD nun an den Grenzen schießen lassen würde!

        Zu den Personen, die sich so sehr über die mitgebrachten jungen Asylbewerber aufregen:

        Schon komisch, dass ihr so was in den Vordergrund rückt – mir wäre eine Diskussion über die Ansichten der AfD eigentlich wichtiger; scheinbar ist euch das, um was es hier wirklich geht, nicht ganz so wichtig?

        Mag sein, dass das Mitbringen der Asylbewerber fragwürdig ist. Aber sooo schlimm ist es ja nun auch wieder nicht!

        Wir von den verschiedenen Helferkreisen schreien nicht rum und haben auch bei der Veranstaltung der AfD nicht rumgeschrien; wir können mit anderen Meinungen umgehen.

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    2. Carola Sommer

      Sehr geehrter Papa Noah,
      warum sich der Helferkreis dazu äußert?
      Weil der Helferkreis und die Betreuer in Attl in Erklärungsnot sind.
      Sie können doch nicht allen Ernstes glauben, dass erwachsene, intelligente Menschen das glauben, was hier von den Helfern (woher auch immer) verbreitet wird?

      Die aggressive Offensive (sofortiges öffentliches Dementi der Vorwürfe) in die der Helferkreis und seine Mitarbeiter nun gehen, suggeriert mir noch mehr die Angst, die in anderen politischen Lagern immer mehr um sich greift.

      Auch die immer wieder zu lesenden Verunglimpfungen und Beleidigungen sind für mich ein Zeichen der Hilflosigkeit, denn die Stimmung gegenüber den Asylanten hat sich nun einfach offensichtlich in eine Richtung entwickelt, die ihnen nicht schmeckt.

      Es gibt da ein nettes Sprichwort: Wer schreit, hat Unrecht
      Also schreit einfach nicht so laut, sonst werdet ihr noch unglaubwürdiger
      Grüße
      Carola

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  9. Kopfschüttelnder Beobachter

    (…)
    Man mag im Bezug auf die derzeitige Asylpolitik durchaus unterschiedliche Meinungen haben, auch im Hinblick auf die Afd.
    Aber das was sich „Helfer“kreis und die Stiftung Attl hier geleistet haben, ist eine riesige Sauerei! Man merkt, dass so mancher vor lauter blindem Aktionismus überhaupt nicht mehr klar sieht!

    Diese Menschen sind doch nicht nach Deutschland geflohen, um uns zu „bereichern“ oder um instrumentalisiert zu werden. Ja sag mal, geht’s noch???

    Ich fände es schon völlig unangemessen, wenn man erwachsene SCHUTZSUCHENDE derartig vorführt, bei MINDERJÄHRIGEN fällt mir dazu echt nix mehr ein!!

    (…)

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    1. Blinder Aktionismus
      Wie kann man sich so vergessen..
      Alles was Recht ist, man spielt doch einigen voll in die Karten .

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  10. …. leider sind wir in diesem Land an einem Punkt angelangt, an dem sinnvolles Diskutieren und damit demokratisches Verhalten nicht mehr möglich ist …. wenn die AfD eine Veranstaltung durchführt, gilt gleiches demokratisches Recht, wie wenn andere politisch aktive Menschen eine Veranstaltung planen und durchführen ….

    die mittlerweile gängige Praxis, andere Menschen bei deren Aktivitäten zu stören, die Veranstaltung „platzen zu lassen“ und Menschen an deren Meinungsfreiheit zu hindern und die Stimmungen gegenseitig aufzuheizen, ist im höchsten Maße unanständig und bösartig ….

    ich erinnere mich noch gut an die 70er Jahre, als die „Grünen“ bzw. die „Alternativen“ ebenso verhasst und verunglimpft wurden, nur weil sie eine andere Meinung hatten …

    so wie mich dies in den 70er Jahren massiv störte, stört es mich ebenso jetzt, nachdem die AfD auf den Plan tritt, um deren politische Aktivitäten zu starten und zu informieren ….

    der Sinn und Zweck dieser Partei mag diskutabel sein und es mag sein, dass sich viele Menschen an deren Grundsätzen stören ….

    aber es muss eben darüber diskutiert werden und nicht beschimpft und beleidigt werden ….

    das Verhalten einiger Personengruppen vor, während und nach der Veranstaltung und auch die Diskussion in den gedruckten Artikeln hier auf dieser Seite halte ich in großen Teilen für ehrschädigend und unverschämt …. demokratisches Verhalten sieht anders aus ….

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