„Wir haben einiges an Zeit aufgeholt“

Fletzinger-Areal: Bauarbeiten ohne Winterpause auf Hochtouren

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fletzi2Es ist nach wie vor die größte Baustelle in der Wasserburger Altstadt: Das Fletzinger-Areal zwischen Fletzingergasse und Max-Emanuel-Platz. Noch im vergangenen Sommer hatten Grabungen des Denkmalamtes dafür gesorgt, dass der Bauherr, die Firma KSS Immobilien in Rosenheim, in arge Zeitnot geraten war (wir berichteten). Doch in den letzten Wochen und Monaten holte KSS mächtig auf – der Winter, der keiner war, macht’s möglich. Wie die neuen Zeitpläne aussehen: www.wasserburger-stimme.de …

„Wir haben im Sommer 2013 jede Menge Zeit verloren. Es stand zu befürchten, dass wir den Rohbau im Bauabschnitt zwei nicht winterfest bekommen“, sagt Johannes Sewald von KSS Immobilien. Doch jetzt kann der Bauherr wieder etwas aufatmen: Der milde Winter machte praktisch keine Pause bei den Bauarbeiten nötig. Im Dezember, Januar und Februar konnte fast ungebremst weiter gebaut werden. Und deshalb kann Sewald jetzt auch prognostizieren: „2014 wird alles fertig.“

Der zweite Bauabschnitt, das ist das Mehrfamilienhaus auf dem Gelände des ehemaligen Biergartens, soll im September bezugsfertig sein. Bauabschnitt drei, das ist das so genannte Atrium in Richtung Max-Emanuel-Platz, soll im Dezember fertiggestellt werden. In die Gebäude des ersten Bauabschnitts – zwischen Fletzingergasse und Salzenderzeile – sind bereits Mieter und Eigentümer eingezogen.

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Der dritte Bauabschnitt am Max-Emanuel Platz: Hier sollen die Bauarbeiten im Dezember abgeschlossen sein.

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5 Gedanken zu „„Wir haben einiges an Zeit aufgeholt“

  1. Als ich diese Woche mal Zeit hatte in Ruhe durch Wasserburg zu gehen, hielt ich schockiert am Fletzinger Areal inne.
    Über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten, aber um Gottes Willen, was ist denn in die Leute Irrsinniges gefahren, die so eine Bauausführung genehmigt und ausgeführt haben? Giftgrüne Fassadenquader, schwarze Metallbalkone und herausstehende Schiffsbullaugenfenster.
    Wo waren da die ganzen Stadtverantworlichen. Es gab doch da extra ein Gremium. Die hätte ich gerne öffentlich. Jeder kleine Hausbesitzer wird mit der neuen Werbeanlagensatzung gefoltert. Holzfenster, Farbe nach Denkmalauflagen usw.
    Mir fehlen fast die Worte, so was Greißliges mitten in der Stadt. Pfui Deife! Schamts eich!!!!

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    1. Pfui Deifi ist in Bayern eins der schlimmsten Schimpfwörter. Seinen Unmut kann man auch anders ausdrücken, wenn man ein bisschen Stil hat. Aber der fehlt dem Schreiberling. Dies Bauwerk wird irgendwann einen Architekturpreis bekommen, weils nicht so ein Einheitsbrei ist, wie sonst überall. Und genau das macht Wasserburg zu einer besonderen Stadt.

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      1. Architekturpreis? Wuahahaha! Klar, dann bin ich Brad Pitt! Man muss vielleicht nicht „Pfui Deifi“ sagen, aber diese einfallslosen Kästen erinnern eher an den Atlantikwall in der Normandie, als an ein Bauwerk, dass sich harmonisch in eine Stadt wie Wasserburg einfügt.
        Und es ist mir tatsächlich ein Rätsel wie man sowas durchwinken kann. Aber das Zauberwort (im Sinne der Bauherrn) urbaner Stadtplanung heißt ja „Verdichtung“ und in diesem Sinne hat der Quader wirklich einen Preis verdient. Die künftigen Bewohner können sich aus ihren dunklen Karnickelställen die Milch von Fenster zu Fenster reichen.
        Und wetten, dass kein einziger Käufer dort einzieht, sondern die Löcher zu happigen Preisen vermietet?

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        1. Ja oiso…. „schee, is wos anders“! Bei solchen „Freistilen“ könnt ma ruhig vorher amoi a Volksabstimmung halten, bevor ma Auswärtige a Medaille umahengt – die des ned jeden Dog oschaun miass`n!

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      2. Meine Güte. Jetzt regt man sich schon über eine völlig normale bayrische Ausdrucksweise auf, wenn es einem gewaltig stinkt. Und das ist bei dem Gebäude im Fletzinger Areal halt nun mal der Fall. Als einfacher, normal verdienender Hauseigentümer bekommst Du eine Auflage nach der anderen um die Ohren gehaut und da…….konnte sich der Architekt nach Lust und Laune austoben ohne irgendwelche Grenzen. Allein die Farbgestaltung ist zum Grausen. Aber anscheinend spielte einmal wieder das liebe Geld eine nicht zu unterschätzende Rolle. Frei nach dem Motto: Geld regiert die Welt. Wehe, es versucht mir noch einer vorzuschreiben, was ich für eine Farbe für mein Haus nehmen soll. Ich streiche es dann auch lila an. Ist ja jezt anscheinend „in“. Wer glaubt, dass diese Stadt einen Einheitsbrei aufweist, der sollte erst einmal den Hintergrund für diese typischen Inn-Salzach-Häuser kennen. Aber wahrscheinlich kennt diesen der Schreiber nicht. Und moi ehrlich: Also mit dem Pfui Deifi, des sogt ma hoit bei uns in Bayern, nix für unguat.

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