Winterchen oder Frühlingsgefühle?

Wetterexperte: Deutschland bleibt in Sachen Kälte weiter zweigeteilt

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wetterDas Wetter kann sich in den kommenden Tagen offenbar nicht wirklich entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Aus Osteuropa nähert sich kühlere Luft. Diese wird aber nach aktuellem Stand nur Ostdeutschland erreichen beziehungsweise streifen. Der aktuelle Wettertrend zeigt für die Bundeshauptstadt Berlin eine allmähliche Abkühlung. Die Tageshöchstwerte sinken Richtung Wochenende auf 5 Grad ab, zum Beginn der nächsten Woche wären sogar noch Werte darunter denkbar. Im Südwesten dagegen bleibt es eher warm …

… würde es den aktuellen Berechnungen zufolge zum kommenden Wochenende nicht kälter, sondern wieder wärmer werden. Für Freiburg im Breisgau werden am Samstag bis zu 15 Grad im Schatten erwartet.

„Wenn sich so unterschiedlich temperierte Luftmassen gegenüberstehen, dann deutet das in der Regel auf eine eher unsichere Wetterlage hin. Bis zum kommenden Wochenende kann sich dieses Bild noch gut und gerne mehrmals ändern. Es ist möglich, dass sich die kühle Luft doch über ganz Deutschland ausbreitet, ebenso kann es aber auch passieren, dass die milde Luft aus Südwesten sich auch bis in den Osten vorarbeitet. Noch ist alles möglich“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net mit Blick auf das kommende Wochenende.

So oder so: Niederschläge wären am kommenden Wochenende nicht in Sicht, denn wir würden unter Hochdruckeinfluss gelangen. Das Russenhoch würde seine Fühler bis nach Deutschland ausstrecken. In den Osten würde es dabei nach aktuellem Stand kühle Luft führen, in den Westen würde aufgrund der Position des Hochs milde Luft aus Südwesteuropa strömen. Da können nur wenige hundert Kilometer Verschiebung ordentliche Unterschiede in der Wetterlage bedeuten.

Foto oben: Großwetterlage am kommenden Freitagmittag (21. November), aus Osten kommt kühle bis kalte Luft, aus Südwesten dagegen recht milde Luft nach Deutschland, www.wetter.net

 

GLATTE STRASSEN GIBT ES ALLEMAL

 

Autofahrer sollten sich allerdings nicht entspannt zurücklehnen. Bereits heute Morgen gab es im Süden erneut Frost. In 2 Metern Höhe lagen die Frühwerte stellenweise nur bei minus 3 Grad, direkt über dem Erdboden wurden sogar nur minus 5 Grad gemessen (Zwiesel, Lechfeld). „In Verbindung mit dem teils dichten Nebel konnte sich dadurch regional gefährliche Reifglätte bilden“, erklärt Wetterexperte Jung. Nach den vergangenen eher milden Wochen sind viele Autofahrer noch nicht wirklich auf Straßenglätte eingestellt. Daher unbedingt vorsichtig fahren! Auch in den kommenden Nächten kann es nachts lokal immer mal wieder für Bodenfrost reichen und zusammen mit Feuchtigkeit und Nebel kann es zu erheblicher Glättebildung kommen.

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