Wieder Starkregen und schwüles Wetter

Samstag und Sonntag neue Unwetterfront - Neues vom Ex-Hurrikan Bertha

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wetterDie Verschnaufpause in Sachen Gewitter und Unwetter ist für Deutschland nur von kurzer Dauer. Schon am Samstag drohen erneut im ganzen Land Starkregen, Hagel und Sturmböen. „Am Freitag geht es in Frankreich und Spanien los. Dort bilden sich kräftige Gewitterzellen. Die Unwetter ziehen dann bis zum Wochenende weiter bis nach Deutschland. Von West nach Ost besteht die Gefahr einer neuen Unwetter-Walze“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

 

 

Davon unabhängig zieht zum Sonntag über den Britischen Inseln dann auch noch der Ex-Hurrikan Bertha heran. Allerdings dann nur noch als einfacher Sturm- oder Orkantief. Aber immer noch mit genug Wind, um den Urlaubern an den britischen Küsten gefährlich zu werden, denn ein Sturm- oder Orkantief ist zu dieser Jahreszeit eine eher ungewöhnliche Angelegenheit.

 

Fazit: Es gibt am Wochenende zwei wettertechnische Schwerpunkte. Einmal den ausklingenden Hurrikan Bertha, der sehr wahrscheinlich vor allem die Britischen Inseln und vielleicht noch Teile der Nordsee betreffen wird und zum anderen eine neue Unwetterfront die über Deutschland hinweg zieht, vorher aber auch am Freitag Teile von Spanien und Frankreich treffen wird. Nebenbei sei noch angemerkt, dass Schweden derzeit von starken Waldbränden betroffen ist. Regen ist dort nämlich seit Tagen und Wochen eher die Ausnahme. Dort herrscht der sonnige und trockene Hochsommer, den sich manch einer hier bei uns wünschen würden, dann aber bitte ohne Waldbrände.

 

UNWETTERFRONT AM SAMSTAG UND SONNTAG

 

In der Nacht zum Samstag trifft es zunächst den Westen. Am heftigsten dürften die Gewitter am Samstag tagsüber im Süden, aber auch im Osten des Landes ausfallen. Dort muss man wieder mit starkem Regen und lokalen Überflutungen rechnen.

Auch am Sonntag gibt es dann noch einmal einen ordentlich Nachschlag in Sachen Gewitter und Unwetter. Dann könnte es im Norden und in Westdeutschland am stärksten blitzen und donnern, auch dann besteht wieder ein großes Unwetterpotential. Samstag und Sonntag wird es dabei durchweg sehr schwül: eben wieder tropisch! Die Höchstwerte am Samstag liegen zwischen 22 bis 25 Grad im Westen und 26 bis 32 Grad im Osten des Landes.

Am Sonntag werden dann einheitlich 25 bis 32 Grad erwartet. „Die Luft ist drückend schwül. Schon die kleinste Bewegung lässt uns ordentlich schwitzen. Angenehm ist das nicht“, sagt Wetterexperte Jung. Bei Aktivitäten im Freien sollte man immer wieder einen Blick nach oben werfen, um nicht unliebsame Überraschungen erleben zu müssen.

 

Am Montag besteht dann im Süden weiterhin Unwettergefahr. Besonders in Südbayern und dem südlichen Baden-Württemberg kann es noch einmal längere Zeit sehr stark regnen und gewittern.

 

NEUES VON EX-HURRIKAN BERTHA

Nach wie vor zeigen die Wetterberechnungen, dass Ex-Hurrikan Bertha seinen Kurs Richtung Britische Inseln beibehält. Am Sonntag gegen 14 Uhr MESZ wird Bertha mit dem Zentrum direkt über Schottland liegen und dort für viel Wind an den Küsten sorgen. Hier drohen schwere Sturmböen, auf offener See sogar Orkanböen. Die Gefahr eines schweren Sturms direkt an der deutschen Nordseeküste besteht derzeit nicht. Dort wird der Wind zwar auch zunehmen, aber Spitzengeschwindigkeiten zwischen 60 und 80 Stundenkilometer stellen kein Schadenpotential da. Aber: beim Baden sollte man vorsichtig sein und den Empfehlungen der Rettungsschwimmer folge leisten! Eine rote Fahne bedeutet: absolutes Badeverbot! 

 

Der Ex-Hurrikan hat sich zwar deutlich abgeschwächt, trotzdem ist es ein ungewöhnliches Phänomen. Es ist wirklich sehr selten, dass sich Anfang August schon das erste Sturmtief vor unserer Haustür bemerkbar macht. Normalerweise passiert das erst ab Ende September, Anfang Oktober.

 

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