Wie aus Dr. Madaus Recipharm wurde

Wasserburger Arzneimittelwerk feiert 40 Jahre - Am Samstag kommt Antenne Bayern

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recipharmDas Wasserburger Arzneimittelwerk im oberen Burgerfeld, genauer gesagt an der Herderstraße – mittlerweile besteht es seit 40 Jahren, wenn auch der Name gewechselt hat. Heute steht hinter der ehemaligen Firma Dr. Madaus, das Unternehmen Recipharm. Gefeiert wird morgen am Samstag von 11 bis 17 Uhr mit großem Programm (wir berichteten). Unter anderem kommt die Antenne Bayern-Band. Und natürlich ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Dass es die Wasserburger Arzneimittelwerke gibt, ist mehr oder weniger einem Zufall geschuldet. Bei einer Motorrad-Fahrt entdeckte Dr. Madaus das leer stehende Fairchild-Gebäude gegenüber der Molkerei Bauer und kaufte es 1974. Noch im gleichen Jahr wurde die erste Sterilproduktion mit Gefriertrocknung aufgebaut.

Zwischendurch gehörte die Wasserburger Firma einem australischen und einem amerikanischen Pharmaunternehmen an. Seit 2010 nun zählt es zum schwedischen Konzern Recipharm, der derzeit über 30 Millionen Euro in den Standort investiert.

Zu den innovativen Produkten des Arzneimittelwerks gehörte in den 1980-er Jahren zum Beispiel gefriergetrocknetes Kälberblut als Injektionsmittel bei muskulären Verletzungen von Profisportlern, zehn Jahre bis 1993 waren die Arzneimittelwerke die ersten Hersteller von gefriergetrocknetem Interferon für den internationalen Markt. Dr. Helmut Lix entwickelte eine Doppelkammerspritze, die Spritze enthielt mittels eines Zweikammersystems Lösungsmittel und gefriergetrocknete Arznei. 1990 erhielt das Produkt das US-Patent.

Am Samstag wird jetzt groß gefeiert – und alle Wasserburger sind zum Tag der offenen Tür eingeladen. Für beste Stimmung werden die Stadtkapelle, der Trachtenverein und die Antenne Bayern-Band sorgen.

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