Wetter: Bleibt der August hochsommerlich?

Seit Samstag sind die Temperaturen deutlich im Aufwind

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Wasserburg – Der August 2014 war zu nass und kühler als im langjährigen Durchschnitt und fiel damit buchstäblich ins Wasser. Doch dieses Jahr scheint das anders zu laufen. Seit Samstag sind die Temperaturen deutlich im Aufwind. Am Montag wurden bis zu 33 Grad erreicht, am gestrigen Dienstag sogar bis zu 36 Grad. „Und es wird noch heißer. Am Donnerstag und Freitag geht es rauf auf 38 oder 39 Grad. Vielleicht kann im Raum Brandenburg und am Oberrhein sogar an der 40 Grad gekratzt werden“, erklärt unser Wetterexperte, Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

 

„Das kann man aktuell aber nicht genau sagen, da kommt es wirklich auf jede einzelne Wolke an. Aber auch danach scheint es sehr warm bis heiß weiterzugehen. Bis Mitte August wird täglich im Land die 30-Grad-Marke irgendwo erreicht beziehungsweise auch überschritten.“

 

Hier der Trend für die kommenden 11 Tage:

Donnerstag:               30 bis 38, viel Sonnenschein und weitgehend trocken

Freitag:                       29 bis 39,  Viel Sonnenschein, nachmittags einzelne Hitzegewitter möglich

Samstag:                    23 bis 38 Grad, im Südosten am heißesten, im Tagesverlauf Gewitter

Sonntag:                     24 bis 31 Grad, an den Alpen noch Gewitter sonst sehr schön

Montag:                       26 bis 33 Grad, im Süden Gewitter sonst viel Sonnenschein

Dienstag:                    27 bis 33 Grad, erst Sonne, später einzelne Gewitter möglich

Mittwoch:                    26 bis 35 Grad, im Nordwesten Wolken und Gewitter, sonst freundlich

Donnerstag:               27 bis 36 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, schwül, Gewitter

Freitag:                        26 bis 35 Grad, erst viel Sonnenschein, später lokale Hitzegewitter

Samstag:                    25 bis 34 Grad, Schauer, Gewitter, dazwischen auch mal Sonnenschein

Sonntag:                     22 bis 29 Grad, wieder freundlicher mit mehr Sonnenschein

 

Jung: „Das sieht also völlig anders aus, als im August vor einem Jahr. Die Temperaturen bewegen sich ständig um oder über 30 Grad. Lediglich im Nordwesten und direkt an den Küsten von Nord- und Ostsee bleibt es kühler. Hier sind die Chancen auf Niederschläge auch am größten. Zwischendrin sind einzelne Hitzegewitter möglich. Lokal kann sich daraus auch ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel erwischen. Seien Sie also wachsam, sobald es am Himmel dunkel wird.“

DÜRRE IN WEITEN LANDESTEILEN!

In vielen Regionen Süddeutschlands herrscht dagegen mittlerweile eine fatale Dürre. Seit Monaten hat es südlich des Mains einfach viel zu wenig geregnet. Die Entwicklung der kommenden Tage wird die Situation weiter verschärfen.

Auch deutschlandweit betrachtet waren seit Februar alle Monate teilweise deutlich zu trocken. Hier mal die Abweichungen von den durchschnittlichen Regenmengen in Prozent:

 

Februar:     minus 50 Prozent

März:          minus 10 Prozent

April:          minus 30 Prozent

Mai:            minus 25 Prozent

Juni:           minus 30 Prozent

Juli:            minus 20 Prozent

 

Die Flusspegel sinken immer weiter. Erste Talsperren melden extremes Niedrigwasser. Die Landwirtschaft stöhnt über den ausbleibenden Regen und die Waldbrandgefahr erreicht in den kommenden Tagen wieder hohe Warnstufen. Am Freitag wird im Osten und Süden vielfach die höchste Warnstufe erreicht werden – Stufe 5!

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