Wetter: August 2014 deutlich zu kalt

Aber nächste Woche soll es spürbar wärmer werden

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wetter_kDer August 2014 ist der kälteste August-Monat seit 2006. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 ist der Monat bisher um 0,6 Grad kühler. Das 30-Jahresmittel 1961 bis 1990 ist zwar immer noch der amtliche Vergleichszeitraum, allerdings ist dieses Mittel doch mittlerweile ganz schön in die Jahre gekommen. „Die meisten Menschen, die heute unter 30 Jahre sind, können sich an diese Zeitspanne kaum erinnern, geschweige denn an die Wetterlagen. Trotzdem wird dieser Zeitraum immer noch zum Vergleichen herangezogen“, so unser Wetterexperte Dominik Jung.

„Kein Wunder also, dass man fast nach jedem Monat vom Deutschen Wetterdienst hört: Der Monat war zu warm. Denn die Jahre 1961 bis 1990 waren nun mal insgesamt kühler als die Jahre danach. So kommt man Sommer wie Winter, fast immer auf die Aussage ,zu warm´, auch wenn es vielen Menschen ganz anders vorkommt.“

So sei es auch mit dem August 2014. „Vergleicht man seine Durchschnittstemperatur nämlich mit den Jahren 1984 bis 2013, also mit den direkt vorangegangenen Jahren 30 Jahren, dann ist der Monat sogar satte 1,6 Grad zu kalt ausgefallen und das entspricht schon eher dem Empfinden, dass die meisten von uns in diesem Monat gehabt haben dürften: es war ein richtig kühler und herbstlicher Monat“, so Jung.

Der komplette Sommer 2014, also vom 1. Juni bis Ende August war übrigens im Vergleich zum Zeitraum 1961 bis 1990 leicht „zu warm“, sofern man bei einer positiven Abweichung von nur zirka 0,4 Grad überhaupt von zu warm sprechen kann. „Vergleichen wir den Werte aber auch hier mit den Jahren 1984 bis 2013 stellen wir etwas ganz anderes fest. Demnach war der Sommer 2014 um 0,3 Grad leicht zu kalt, weist also eine leicht negative Abweichung auf. Das dürfte auch dem subjektiven Empfinden der meisten Menschen im Land entsprechen.“

„Es wäre schön, wenn man zukünftig bei Vergleichen mit der Vergangenheit auf aktuelle Zeiträume zurückgreifen würde. Das dürfte auch dem subjektiven Empfinden der meisten Menschen entsprechen. Wenn wir dieser Tage also wieder die Aussage ,der Sommer war zu warm` hören, wissen wir nun warum das so ist. Hier werden unschöne Taschenspielertricks herangezogen um das Thema Klimaerwärmung hoch zu halten“, kritisiert Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

ES GEHT BERGAUF- NÄCHSTE WOCHE WIRD ES DEUTLICH WÄRMER

Wie schon seit einigen Tagen angekündigt, deutet sich eine Umstellung der Großwetterlage an. Erneut zieht ein Ex-Hurrikan Richtung Europa. Wie schon Ex-Hurrikan Bertha vor 3 Wochen könnte auch Ex-Hurrikan Cristobal die Wetterlage entscheidend verändern. In der nächsten Woche soll es den aktuellen Prognosen zufolge nach und nach immer freundlicher und vor allen Dingen auch wieder wärmer werden. Die Höchstwerte klettern in der zweiten Hälfte der ersten Septemberwoche auf 23 bis 27 Grad. Die Temperaturen könnten sich demnach längere Zeit- mindestens 5 bis 8 Tage- auf diesem Niveau halten. Auch die Niederschläge würden deutlich nachlassen. Nach dem viel zu nassen Juli, war ja auch der August deutlich zu nass. „Eigentlich kann es ja nur noch trockener werden, noch nasser geht kaum noch“, so Wetterexperte Jung.

Zu der Wärme käme auch häufig Sonnenschein dazu. Je nach Lage des heranziehenden Hochdruckgebiets für ganz Deutschland oder zumindest für Teile davon. Wie stabil und umfangreich das Hochdruckgebiet, welches von den Azoren zu uns sieht sein wird, das werden wir wahrscheinlich erst am Montag sagen können.

wetter

Großwetterlage am kommenden Dienstag, über Europa baut sich hoher Luftdruck aus, bei Island die Reste von Ex-Hurrikan Cristobal, www.wetter.net.

 

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