Wertvolle Arbeit des Kinderschutzbundes

Hilfe für Familien und junge Flüchtlinge - Projekt Paten in Wasserburg

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VorstandFamilien und junge Flüchtlinge im Mittelpunkt: Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes Rosenheim ging es in erster Linie um die Familien in Stadt und Landkreis sowie die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. In ihrem Grußwort betonte die stellvertretende Landrätin Andrea Rosner, dass die Stadt Rosenheim und der Landkreis Hand in Hand für das Kindeswohl eintreten und der Kinderschutzbund dabei ein wichtiger Jugendhilfe-Träger sei. Sie bedankte sich für …

… die unverzichtbare Arbeit des Kinderschutzbundes sowohl in der Stadt als auch im Landkreis.

Werner Gartner, zweiter Bürgermeister der Stadt Wasserburg, sprach dem Kinderschutzbund ebenfalls Dank für seine wertvolle Arbeit aus und meinte: „Schön wäre es, wenn wir Sie nicht bräuchten, aber schön ist es, dass Sie da sind“. Er beschrieb das Mehrgenerationenhaus Wasserburg/Burgau als Begegnungsstätte aller Altersstufen, das viel dazu beitrug, dass die Burgau wohnens- und lebenswerter geworden sei.

In ihrem Jahresrückblick gab die Vorsitzende Anna-Maria Ehrlicher einen Einblick in die umfangreiche Tätigkeit des Vorstands, die von Entscheidungen in Personalfragen über Öffentlichkeitsarbeit und Spenden-Aktionen bis hin zur Arbeit in Gremien auf Landes- und Bundesebene reichte. Dabei erwähnte sie etwa den Handlungsleitfaden für die Arbeit mit Ehrenamtlichen beim Kinderschutzbund, der unter Mitwirkung des Rosenheimer Kinderschutzbundes auf Landesebene entwickelt wurde.

Geschäftsführerin Marianne Guggenbichler stellte ergänzend den Verlauf der Projekte und Angebote des Kinderschutzbundes dar. Viele junge Eltern und ihre Kinder erreichten zum Beispiel das Mütter-Väter-Zentrum in Rosenheim und der Eltern-Kind-Burg-Treff in Wasserburg.

Im Rahmen der Frühen Hilfen etablierte sich das Projekt Familienpaten in Wasserburg weiterhin, so dass im Herbst 2015 eine erneute Ausbildung von Familienpaten startet. In Rosenheim wuchs das Projekt Willkommen kontinuierlich, mittlerweile nehmen ein Drittel der frischgebackenen Eltern in Rosenheim dieses Angebot wahr.

Um die Akteure der Frühen Hilfen noch weiter zu vernetzen und einen Erfahrungsaustausch zu fördern, veranstaltet der Kinderschutzbund am 10. Juli einen eigenen Fachtag Frühe Hilfen. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers wird dabei das Impulsreferat halten und einen Workshop leiten.

Ihre Freude brachte Guggenbichler über die positive Resonanz auf die vielfältigen Beratungsangebote des Kinderschutzbundes zum Ausdruck, die sich z.B. in den Zahlen bei der Mailberatung für Kinder und Jugendliche niederschlagen. Dabei ging sie auf den hohen Stellenwert der Arbeit der knapp 200 für den Kinderschutzbund tätigen Ehrenamtlichen ein.

Neben der Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Rosenheim standen 2014 vor allem auch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Fokus des Kinderschutzbundes. Guggenbichler bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den Mitarbeitern, die dank ihrer hohen Fachlichkeit und großen Flexibilität die Herausforderungen dieses neuen Arbeitsfeldes gemeistert haben.

Diese Thematik beschäftige den Kinderschutzbund bundesweit, er unterstütze die Entwicklung einer Willkommenskultur und gehe davon aus, dass die Flüchtlingszahlen weiter steigen werden und die damit einhergehenden Probleme auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention gelöst werden müssten.

Turnusgemäß standen außerdem Neuwahlen an. Der bisherige Vorstand und die Kassenprüfer wurden dabei jeweils einstimmig wieder gewählt und bedankten sich für das ihnen ausgesprochene Vertrauen. Neu hinzu kam als Beisitzerin Silvia Tomm, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde und sich schon auf ihr neues Aufgabenfeld freut.

Weitere Informationen zum Kinderschutzbund und seiner Arbeit erhalten Interessierte unter Tel. 08031-12929 oder www.kinderschutzbund-rosenheim.de.

Auf unserem Foto: Der neu gewählte Vorstand des Kinderschutzbundes Rosenheim e.V. freut sich auf seine Arbeit (von links) – die stellvertretende Vorsitzende Heide von Raußendorff und Barbara Zanetti, Vorsitzende Anna-Maria Ehrlicher, Beisitzerinnen Silvia Tomm und Lisa Temme, Beisitzer Franz-Josef Würfl, Schriftführerin Carola Kahles. Nicht im Bild: Schatzmeisterin Marianne Suren.

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