Weiterhin robuster Arbeitsmarkt

2014 verabschiedet sich mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent

image_pdfimage_print

Wegweiser ArbeitsamtRosenheim/Landkreis – „Die saisonale Winterarbeitslosigkeit konnte im vergangenen Jahr relativ früh abgebaut werden. Bereits mit den Märzdaten sank die Zahl der Arbeitslosen mit 9.500 deutlich unter die Zehntausender-Marke, und auch die errechnete Arbeitslosenquote blieb mit einem Wert von 3,4 Prozent unter der des Vorjahres. Das schöne Wetter beflügelte den Arbeitsmarkt, so dass die Arbeitslosenquote im Mai erstmals unter drei Prozent fiel“, sagt Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur in ihrer Rückschau auf den Arbeitsmarkt 2014.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei in allen Gebietskörperschaften des Agenturbezirkes (kreisfreie Stadt Rosenheim, Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen) mit fast 175.000 so hoch wie nie. „Trotzdem bleibt es insbesondere für Langzeitarbeitslose, Ältere ab 55 Jahren und junge Menschen ohne Berufsabschluss schwierig, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und dauerhaft in Beschäftigung zu bleiben.“

Cujai weiter mit dem Jahresrückblick: „Der Februarmonat war mit 10.290 statistisch erfassten Erwerbslosen der Monat mit der höchsten Arbeitslosenzahl. Bis zum Juni sank die Zahl auf 7.920 Betroffene. Die Folgemonate waren geprägt von einem leichten Auf und Ab bis im Oktober mit 7.860 Arbeitslosen der niedrigste Stand erreicht wurde. Die durchweg niedrige Arbeitslosenquote (wie in den beiden Vorjahren nie über 4 Prozent) spiegelt die insgesamt stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt wider.“

 

Cujai zu den Dezemberzahlen: „Das Jahr 2014 verabschiedet sich mit einer guten Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent bei 8.510 erfassten Erwerbslosen. Verantwortlich für dieses gute Ergebnis zeichnet – ähnlich wie im Dezember 2013 – das gute Wetter bis einschließlich elften Dezember, dem statistischen Zähltag. Die ausgesprochen milden Temperaturen, wenig Nachtfrost und kaum Niederschlag ermöglichten die Fortführung und/oder Fertigstellung von Arbeiten im Außenbereich.“

Ein Blick auf die „Bewegungsdaten“, sprich die Zu- und Abgänge im Jahresverlauf zeigt, dass sich im Agenturbezirk Rosenheim Monat für Monat zwischen 3.940 (Höchststand Januar 2014) und 2.110 (niedrigster Stand Juni 2014) Menschen arbeitslos gemeldet haben. Das ergibt in der Summe fast 32.000 Zugänge in die Arbeitslosigkeit, darunter 16.840 aus einer Erwerbstätigkeit heraus. Cujai dazu: „Die wirtschaftliche Lage der Betriebe hier in der Region war das ganze Jahr über sehr stabil. Die meisten haben ihren Beschäftigtenstand gehalten oder sogar moderat ausgebaut, zu größeren Einstellungen aus dem Pool der Arbeitslosen ist es allerdings nicht gekommen. Die Zahl der Abmeldungen in Arbeit blieb daher, mit Ausnahme der Monate März, April und Mai, hinter den Zugängen zurück. Insgesamt konnten 13.740 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit verzeichnet werden.“

Der Arbeitsmarkt In den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

 

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich im Dezember eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent). Derzeit sind 1.674 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, sank die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 56 auf 652. Für 1 022 (plus 10) SGB II-Kunden ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.

Jahresdurchschnittlich waren 1 704 Menschen im Bereich der Stadt Rosenheim ohne Beschäftigung, es errechnet sich eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. (Vorjahr: 5,0 Prozent). Die beiden Rechtskreise verzeichneten folgende Ergebnisse. Im SGB III-Bereich ist der jahresdurch-schnittliche Bestand um zwölf und im SGB II-Bereich um 59 höher als im Vorjahr.

Der Landkreis Rosenheim hat wie im Vorjahr eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent. Hier sind 2.113 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 161 mehr als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1.448 Erwerbslose SGB II-Kunden, 19 weniger als im November. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 3.561.

Im Jahresdurchschnitt waren 3.672 Personen im Landkreis ohne Erwerbstätigkeit. Die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt beträgt 2,8 Prozent. (keine Veränderung zum Vorjahr). Die beiden Rechtskreise verzeichneten unterschiedliche Ergebnisse. Im SGB III-Bereich ist der jahresdurchschnittliche „Bestand“ an Arbeitslosen um 28 niedriger, im SGB II-Bereich dagegen um 47 höher als im Vorjahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.