„Wasserburgs Wirtschaft ist kerngesund“

Starker Mix an Branchen: Oliver Winter mit Bilanz zur Tätigkeit als Wirtschaftsreferent

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winter oliver dipl verwaltungswirt„Ist die Wirtschaft gesund, freut sich der Kämmerer. Und damit das so bleibt, gibt es den Wirtschaftsreferenten.“ Mit dieser Kernaussage startete Oliver Winter, Referent für Wirtschaft, bei der jüngsten Sitzung des Wasserburger Stadtrates seinen Tätigkeitsbericht. Er konnte eine rundum positive Bilanz ziehen. Wasserburg habe einen starken Mix an Branchen. Große mittelständische Unternehmen seien dafür ebenso verantwortlich wie zahlreiche erfolgreiche Handwerksbetrieb und Dienstleister. „Wasserburgs Wirtschaft ist kerngesund. Alle Jahre wieder vermeldet und verzeichnet der Kämmerer Einnahmerekorde bei der Gewerbesteuer. Kaum eine Kommune im Landkreis kann da noch mithalten.“

Winter zu den heimischen Unternehmen: „Nur allzu gerne richten wir unseren Fokus auf die vier Betriebe, die mehr als eine halbe Million Euro zahlen. Tragen sie doch mit 7,8 Millionen Euro rund 73 Prozent des Gesamtaufkommens. Sie sind es, die es uns Stadträten ermöglichen, aus dem Vollen zu schöpfen. Dadurch können wir die sogenannten weichen Standortfaktoren wie das Kindergarten- und Schulangebot, das Freizeit- und Kulturangebot und so weiter auf- und ausbauen und so insgesamt den Wohnwert unserer Stadt attraktiv halten.

Aber Wasserburgs Wirtschaft bestehe nicht nur aus diesen vier Betrieben. Insgesamt seien 1.210 Gewerbetreibende gemeldet. 200 von ihnen seien Handwerksbetriebe, 370 Einzelhändler und 17 Industriebetriebe. Angehörige der sogenannten „Freien Berufe“ wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Künstler seien da noch gar nicht eingerechnet.

Winter: „Der Unternehmens- und Branchenmix reicht von A wie Apotheke bis Z wie Zahntechnik und deren Betriebssitze befinden sich Straßen gesprochen, von A wie der Abraham-Kern-Straße bis Z im Zettelweg. Und selbst wenn von 990 veranlagten Betrieben, 690 gar nichts zahlen, sind sie es, die mit ihren kleinen Geschäften, Läden und Gastronomiebetrieben zur Attraktivität Wasserburgs als Wirtschaftsstandort und hier insbesondere der Altstadt beitragen.

Winter zu seiner Rolle als Wirtschaftsreferent: „Als Bindeglied zwischen Stadtrat, Verwaltung, Bürgermeister und Unternehmen werde ich weit im Vorfeld zu Rate gezogen, wenn Aus-, An- oder Neubaumaßnahmen anstehen. Sei es beim Erwerb eines Grundstücks der Straßenmeisterei oder der Schaffung einer Baustellenzufahrt in die Staatstraße. Sei es bei der Aussiedlung aus der Stadt in die Tegernau oder dem Neubau einer Rettungswache. Viele Gewerbetreibende erkundigen sich schon weit vor Einreichung eines Bauantrages bei mir oder informieren mich über deren Vorhaben.“

Aber auch ansiedlungswillige Betriebe würden immer wieder an ihn heran. Hier versuche er in enger Abstimmung mit der Bauverwaltung und dem Liegenschaftsamt geeignete Flächen und Geschäftsräume zu finden. „Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle, stellvertretend für die Bauverwaltung und Kämmerei, an den Liegenschaftsleiter Robert Mayerhofer. Er hatte und – ich bin mir sicher- hat auch in Zukunft immer ein offenes Ohr für meine An- und Nachfragen zum Wohle der Gewerbetreibenden.“

Winter weiter: „Auch wenn uns eine Neuansiedlung eines holzverarbeitenden Betriebes aus der Nachbargemeinde nicht geglückt ist, so konnte ich dennoch diesem Unternehmer meine Unterstützung bei der Verwirklichung seines Bauvorhabens zukommen lassen. Hier macht sich meine berufliche Tätigkeit bezahlt. Wie sagte der Zimmerer in seinem Richtspruch bei der Hebfeier so schön: Der Winter im Sommer durchs Landratsamt rennt – es dem Bauherrn unter den Nägeln brennt.“ Zeitdruck sei generell das Problem der Bauherren. „Ist erst mal nach jahrelanger Planungsphase der Bauantrag eingereicht, sollte dieser am besten schon am nächsten Tag genehmigt werden. Dann kümmere ich mich und schaue wo der Antrag im Landratsamt hängt.“

Auch zu heißen Themen nahm Winter bei seiner Bilanz Stellung: „Die Forderung des WFV und meiner Fraktion in Bezug auf den Erhalt der kostenlosen Parkhäuser ist eine wirtschaftspolitische Entscheidung. Damit soll den Geschäften zusätzlich ein gutes Umfeld geboten und der Konkurrenz auf der grünen Wiese begegnet werden. Es kann und darf in meinen Augen nicht sein, dass ein Großhändler vor den Toren der Stadt regelmäßig zu den verkaufsoffenen Marktsonntagen mit über 500 kostenlosen Parkplätzen wirbt, während wir in der Altstadt über die Einführung von Parkgebühren diskutieren.“

Winter weiter: „Zur Zeit sind wir mit den Geschäftsinhabern hinsichtlich der Einführung einer so genannten Semmeltaste, sprich der Gratis-Kurzzeitparktaste an den Parkscheinautomaten, im Gespräch.“

 

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