Wasserburgerin bei „Jugend forscht“

FOS-Schülerin Aylin Dinekli erklärt spielerisch psychische Erkrankung

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAAylin Dinekli (20) kennt sich aus mit psychischen Krankheiten. Sie besucht den sozialen Zweig der Fachoberschule Wasserburg und Psychologie ist ihr Hauptfach. In einer Seminararbeit setzte sich Aylin mit der dissoziativen Identitätsstörung auseinander, einer Krankheit die für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen ist. Aylin hat deshalb ein Gesellschaftsspiel entwickelt, mit dem die Krankheit erlebbar wird. „Die Betroffenen haben meist zwischen acht und dreizehn verschiedene Persönlichkeiten, zwischen denen sie von einer auf die andere Sekunde wechseln“, erklärt sie.

Nicht immer falle es den Mitmenschen dabei leicht zu erkennen, mit welcher Persönlichkeit ihr Gegenüber gerade spricht. War man gerade noch mit einem schüchternen elfjährigen Mädchen im Gespräch, könne es kurz darauf schon ein 60-jähriger, aufbrausender Mann sein.

„Genauso wie unter der Krankheit selbst leiden psychisch Erkrankte häufig unter der Ausgrenzung  von Freunden und Gesellschaft“, bedauert ihre Psychologie-Lehrerin Stefanie Allinger, die ihre Arbeit betreut. Meist liege dies schlicht an fehlendem Verständnis, die Krankheit sei vielen einfach unheimlich. Das von Aylin Dinekli konzipierte Spiel hat Allinger inzwischen schon in verschiedenen Klassen erfolgreich im Unterricht eingesetzt. Sie ist sich sicher, dass das Verständnis der Krankheit so nachhaltig verbessert werden kann.

„Besonders stolz sind wir auf Aylin Dinekli auch deshalb, weil ,Jugend forscht‘ eigentlich ein naturwissenschaftlich ausgerichteter Wettbewerb ist. Dass sie sich mit einer psychologischen Arbeit qualifizieren konnte, ist eine große Auszeichnung“ freut sich auch Direktor Johann Schaller.

Im Mai will Aylin die Prüfungen zum Abitur ablegen – eine Auszeichnung ist ihr mit der Qualifikation für den Regionalwettbewerb jedenfalls schon heute sicher.

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