Wasserburger Feuerwehr: Einsatz in Berlin

Floriansjünger „rückten" zur Hochzeit von Jeanine „Nine" Leese aus

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CIMG0074Menschen kommen und Menschen gehen – und manche hinterlassen tiefe Spuren. Wie zum Beispiel Jeanine Leese aus Berlin. Die junge Frau, in Wasserburg als „Nine“ bekannt, war lange Jahre aktives Mitglied der Wasserburger Feuerwehr, ehe sie vor knapp zwei Jahren in ihre alte Heimat zurückkehrte – der Liebe wegen. Am vergangenen Wochenende war in Berlin Hochzeit. „Nine“ sagte Ja zu ihrem Marcel. Und die Wasserburger Wehr war natürlich mit einer Abordnung vertreten … 

Vor zirka 14 Jahren kam „Nine“ – damals mit einem Teil ihrer Familie – aus Ostdeutschland nach Wasserburg. Nach kurzer Zeit verschlug es sie dann mit einer Schulfreundin zur Jugendfeuerwehr. Durch ihr quirliges, freches und dennoch liebenswürdiges Wesen erhielten die Mädels schnell vom damaligen Kommandanten Heini Kurz ihren Spitznamen – die Rotzbibben. Nine konterte damals mit einem hochdeutsch-berlinerischem „Ik bin keene Rootspiepe!“

Nach der kaufmännischen Lehre beim „Deggendorfer“ in der Ledererzeile ging es in Wasserburg ein wenig hin und her, bevor die Nine beim Maurer-Metzger in der Herrengasse landete. Schon damals aber war klar, dass sie gerne wieder Richtung Nordostdeutschland gehen würde. Zunächst wegen ihres Vaters, dann wegen ihrer neuen Liebe in Berlin. Schließlich zog sie zu ihrem Mann Marcel Kessler in die Hauptstadt.

Um die Jahreswende 2013/14 verdichteten sich bei der Wasserburger Wehr die Hinweise, dass die Nine vermutlich heiraten wird und erste Pläne wurden für einen Überraschungsbesuch geschmiedet. Und noch bevor diese Pläne genauer ausgearbeitet werden konnten, lag sie da – die Einladung zur Hochzeit.

Und so machten sich am vergangenen Wochenende eine Hand voll Wasserburger Feuerwehrler privat und selbstverständlich auf eigene Kasse auf den Weg in die Hauptstadt, um mit der Nine und ihren Familien Hochzeit zu feiern. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: Einer der Wasserburger Feuerwehrler verlängerte seine Dienstreise von Shanghai über Frankfurt nach Berlin und wurde von den anderen am Flughafen abgeholt.

Jetzt konnte gefeiert werden – in Templin, dort kommt Marcel her. Es hat nicht lange gedauert, da haben sich die Bayern und die Berliner bestens verstanden. „Oiso, da Dialekt war a bissl problematisch, des muass ma schon song. Aber wir ham uns wirklich Mühe geben. Nur de Nine hod uns ohne Probleme verstanden – de hod dann oiwei übersetzen miassn für ihrn Schatzi und olle andern“, so die Wasserburger.

Die ganze Nacht durch sind die Wasserburger dann wieder heimgefahren – weil einige beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Raubling (wir berichteten) Dienst hatten und andere beim Weinfest im Einsatz waren. SH/MH

 

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Unser Foto unten zeigt: Die Wasserburger Delegation – Jugendwartin Michaela Huber (im blauen Dirndl) Mannschaftssprecher und Gruppenführer Florian Baumgartner (im blauen Hemd und mit „Geschirr“) Ausbilder Funk Andreas Ruf (braunes Hemd, lange Lederhose), Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Pöhmerer (im Anzug), Outfitmanagerin Sabrina Held (im braun/lila Dirndl) mit Sohn Johannes, Stefan Held (mit blauer Weste).

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