Wasserburg: Zwölf Nationen in der Turnhalle

Größte Gruppen aus Afghanistan, Nigeria und Syrien - 164 Personen derzeit

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1In der Realschul-Sporthalle in Wasserburg leben derzeit 164 Menschen aus insgesamt zwölf Nationen. Die Mehrheit ist sehr jung, sagt Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes heute am Dienstagnachmittag auf Anfrage der Wasserburger Stimme  Weniger als zehn Flüchtlinge seien über 40 Jahre alt, sehr viele unter oder um die 20 Jahre alt. Zwei Personen können bislang keiner Nation zugeordnet werden. Der Grund ist nicht bekannt, muss aber für den weiteren Verfahrensweg irgendwie geklärt werden. 23 Familien befinden sich in der Halle – Alleinerziehende, Ehepaare sowie Mutter und Vater gemeinsam mit Kindern. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Afghanistan, nämlich 52, aus Nigeria kommen 46, aus Syrien 34 …

… elf Asylbewerber sind aus Eritrea, sechs Personen sind aus Pakistan, vier stammen aus Somalia, drei aus dem Senegal, zwei aus Myanmar.

Weitere Einzelpersonen kommen aus Jordanien, Sierra-Leone, Tschetschenien und Mali. Wie bereits erwähnt, können zwei Personen bislang keiner Nation zugeordnet werden.

Unter den Flüchtlingen in der Notunterkunft Sporthalle Wasserburg seien auch wenige allein reisende, junge Frauen sowie wenige Kinder.

Alle 164 Menschen dort dürfen sich absolut frei bewegen – in Wasserburg und innerhalb des ganzen Bundesgebietes, sagt Fischer. Eine Asyl-Sozialberaterin der Caritas hat die Betreuung der Menschen übernommen, Security und Verpflegung werden über den Landkreis organisiert.

Mitte Dezember wird die Halle des Gymnasiums in Bruckmühl mit Flüchtlingen belegt, wie bereits angekündigt.

Die Gymnasiums-Halle in Prien wird nun am kommenden Donnerstag bereits neu belegt – und zwar diesmal aufgrund der Stockbetten mit 240 Menschen.

Die noch freien 36 Betten in der Wasserburger Halle der Realschule werden ebenfalls noch belegt – entweder durch die Regierung oder durch den Landkreis, heißt es heute.

Völlig offen ist, wie lange die Turnhalle in Wasserburg eine Not-Unterkunft bleibt. Selbst wenn sie irgendwann wieder frei werde, könne es innerhalb von zwei Stunden heißen: Neue Belegung bitte. So geschehen jetzt zum Beispiel in Raubling, so Fischer.

 

 

 

 

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16 Gedanken zu „Wasserburg: Zwölf Nationen in der Turnhalle

  1. Das heißt, eine evtl. berechtigte Bleibeperspektive haben max. 20-30 Prozent (und das ist hochgegriffen) …

    Da würde man sich wünschen, dass genau die Leute, die sagen, man kann die Menschen nicht im vorhinein an der Grenze oder wie auch immer abweisen, Ihnen auch sagen müssen, dass Sie in absehbarer Zeit wieder nach Hause gehen müssen …

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    1. Syrien und Afghanistan sind eindeutig Kriegsgebiete, wo sich Deutschland vor Jahren schon eine goldene Nase verdient hat mit dem Verkauf von Waffen.

      Lieber Michi, wenn es in deiner Nachbarschaft kracht und Häuser durch Bomben zerstört werden, würdest du und deine Familie sicher bleiben, oder???

      Oder würdest du dir nicht auch ein sicheres Land für die DEINEN wünschen?

      … und was, wenn du dann auf ganz viele Michis treffen würdest, die Dich und die Deinen nicht wollen, weil sie Angst haben vor Dir und dich nicht kennen?
      Du aber nicht die Sprache sprichst, um dich adäquat auszudrücken, wie du es ansonsten von deiner Gesellschaft gewöhnt bist!

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    2. Ach so, dann soll man die Leute lieber gleich an der Grenze abweisen und ihnen ein Prüfverfahren vorenthalten?

      Das finden die bestimmt auch fairer, oder was? Dabei liegt die Schutzquote m.W. derzeit bei ca 50 %, bezogen auf alle Herkunftsländer! Die Quoten wären noch höher, würden Verfahren, wie teilweise bei Afghanen, nicht einfach formell entschieden.

      Wen wollen Sie denn von vornherein abweisen? Und wie überhaupt?

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    3. Fakt ist doch, wir sollten uns an geltende Gesetze halten, auch wenn das derzeit in keinster Weise der Fall ist (was euch ja offensichtlich nicht stört….).

      Geholfen werden muss, wo kann, gar keine Frage! Aber Ihr werdet doch nicht ernsthaft glauben, dass alle der genannten Nationen ernsthaft in DE Asyl bekommen werden.

      Pakistan bspw. hatte im vergangenen Jahr eine Anerkennungsquote von rund 15-20% – denkt ihr, das wird bei der Masse mehr werden? Im Gegenteil……

      Das sollte man den Menschen mal ehrlich sagen und Sie nicht 6 Monate in einer Notunterkunft hausen lassen, um sie dann noch ärmer nach Hause zu schicken, als sie ohnehin schon sind….

      Das ist die Wahrheit, ob man die hören will oder nicht…….

      Und Horst, ich glaube weder an den Untergang des Abendlandes, noch sonst an irgendeinen Schmarrn, man sollte sich mal die Tatsachen vor Augen führen….

      Denn wenn sich die Leute das holen wollen, was Ihnen zusteht, dann frage ich mich, warum sie das nur in Deutschland tun?

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  2. Ronald Emmerlich

    @Michi
    So ein Schmarrn – Menschen, die von Taliban, dem IS oder Boko Harram verfolgt werden, haben sehr wohl eine Bleibeperspektive!

    Und in sämtlichen weiteren Ländern, aus denen unsere neuen Mitbürger kommen, herrschen ebenfalls Zustände, die eine politische Verfolgung durchaus realistisch erscheinen lassen. Jeder Einzelfall muss geprüft werden!
    Ich heiße unsere Mitbürger herzlichst willkommen in unserer Stadt, die jetzt uns gemeinsam gehört und dadurch noch bunter und vielfältiger wird.

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  3. Die Politiker sagen.in diesem.Fall nunmal die Wahrheit, will man nicht gegen sämtliche Menschenrechtskonventionen verstoßen kann man Menschen nicht einfach abweisen und dass ist auch gut so! Aber sobald der deutsche Michel Angst um seinen BMW hat ist inzwischen wohl nichtmal mehr ein Mindestmaß an Menschlichkeit zu erwarten. Die Politiker denen du zuhörst Michi sollten dir mal die Wahrheit erzählen und abweisen an einer Grenze bedeuten würde auf unbewaffnete Menschen zu schießen wenn diese sich nicht auf Befehl von einer Pickelhaube zum umdrehen bewegen lassen, willst du dass Michi?

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  4. Horst Bachplatz

    Und ich würde mir wünschen dass Menschen wie Michi ihr Herz öffnen und die Politiker die ihm sagen dass Menschen an Grenzen oder sonstwo einfach abgewiesen werden können ihm sagen dass er sich daran gewöhnen werden muss, dass ist deine neue Lebensrealität Michi, dass ist erst der Anfang, die fetten Jahre sind vorbei, die Menschen kommen und holen sich dass was ihnen zusteht uns wir können froh sein dass sie das tausendmal zivilisierter tun wie wir es über Jahrzehnte getan haben!

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    1. Und was die „neue Lebensrealität“ ist, bestimmen Sie oder was?

      Ich habe die Schnauze voll, mir von Leuten die Welt erklären zu lassen, die ihre moralische Überlegenheit allein daraus ableiten, mit einem 3-Euro-Teddybären zum Bahnhof zu laufen. Wir leben konkret in Wasserburg in einer Kleinstadt, in der wir uns alle bislang sehr wohl gefühlt haben (weil sie so war, wie sie war).

      Ich glaube, dass einige Leute die Dynamik unterschätzen, wenn plötzlich niemand mehr Lust auf irgendwelche soziologischen Experimente hat.

      Und Tatsache ist auch, dass die künftige Entwicklung in der Asylpolitik sich wieder an den gesetzlichen Gegebenheiten und am wirtschaftlich Machbaren orientieren muss und wird („Hirn statt Herz“).

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      1. Wie war (ist) Wasserburg? Nationenfest: Über 50 Nationen leben in Wasserburg – jetzt werden es halt ein paar mehr.

        Wasserburg ist bunt und weltoffen und soll auch so bleiben!

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        1. Gut, dass in einer Demokratie über kurz oder lang (auch wenn das derzeit leider nicht der Fall ist) die Mehrheit entscheidet und wenn ich mir hier die Likes und Dislikes so ansehe, sieht man ja, dass die vernünftige Meinung eine klare Mehrheit hat, damit ist alles gesagt und damit lass ich’s gut sein ……

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          1. Nein, es geht hier um keine Mehrheitsentscheidung, sondern um eine des freiheitlich demokratischen Rechtstaats.

            Über ein Grundrecht (auf Asyl), UN- Konventionen etc. kann man nicht abstimmen. Und selbst wenn die Anerkennungsquote auch niedrig sein mag, gibt es ein Recht auf Prüfung des Einzelfalls.

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          2. Leider keine Ahnung von Demokratie: Auch das Grundgesetz ist änderbar, nur 2 Artikel nicht.

            Desweiteren leben Gesetze davon, dass sie von der Bevölkerung getragen werden.

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        2. Wenn Ihnen statt nachhaltiger, gesellschaftlicher Integrität die Entscheidung zwischen Pizza, Falafel oder Kuskus ausreicht, werden Sie den Unterschied ohnhin nicht merken.

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          1. Wasserburgerin

            Hallo Moon ki, wenn der Deutsche Michel sich den BMW hart und ehrlich erarbeitet hat, steht der ihm auch zu, da ist der Deutsche Bürger nicht als unmenschlich abzuwerten. Ich hab die Schnauze gestrichen voll, den erarbeiteten Wohlstand uns auch noch ständig zu Neiden und uns Vorhalten zu lassen. Wenn die Nordländer nicht so fleissig währen, gäbe es kein Geld für die Schutzsuchenden. Dem Asylbewerber sollte Hilfe gewährt werden, Allerdings sollte es nicht zum Zusammenbruch unseres Sozialsytsems kommen. Denn dann sehen wir alle „alt“ aus. Soweit darf es nicht kommen auch bei allen Kriesen und Glaubenskriege der Welt nicht, denn auch wir haben Kinder, die eine Vernünftige Zukunft brauchen, nicht nur die Einwanderer.

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          2. Unsere Kinder haben eine Zukunft. Die Asysuchenden (Dank auch deutscher Waffenverkäufe und jetzt auch aktiver militärischer Eingriffe) haben in ihren Ländern keine Zukunft. Da Weihnachten vor der Türe steht könnte ich noch an die christliche (C SU) nächstenliebe erinnern, aber das ist wohl überflüssig.

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    2. Klare Worte, Horst! Respekt, hast nicht viel gemeinsam mit dem bay. Namensvetter. lol
      … und bitte, nix füa unguad, Horst!!!

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