Was tun, wenn’s wirklich brennt?

Wasserburger Feuerwehr organisiert Brandschutzübung für Realschüler

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P1040805Brandheißes Thema für die Wasserburger Realschüler: Die 9. Klassen beschäftigten sich kürzlich im Chemie- und Physikunterricht mit verschiedenen brennbaren Stoffen, mit der Verbrennung dieser und in diesem Zusammenhang auch damit, wie man ein entstandenes Feuer löscht. Georg Schmaderer, Kommandant der Feuerwehr Wasserburg (rechts), begleitete die 14- bis 16-Jährigen jetzt im Unterricht. Um das Erlernte zu veranschaulichen, durfte die Schulklasse einen Ausflug zum Feuerwehrgerätehaus machen.

Retten, bergen, löschen, schützen – das sind die vier Grundsätze der Feuerwehr.  Bei der Brandschutzübung stand vor allem das Löschen im Mittelpunkt. Georg Schmaderer erklärte genau, wie die Schüler im Ernstfall eines Brandes handeln müssen. Der Feuerwehrkommandant verwendete dabei Alltagsbeispiele, die jeden Tag in dieser Form vorkommen können: Ein Ölbrand, weil die Pfanne auf der heißen Ofenplatte vergessen wurde, eine Deospraydose, die im Sommer zu lang im Auto liegt und explodiert oder der Brand eines Monitors.

In Zusammenarbeit mit Chemierlehrer Jürgen Beer unterstützte Schmaderer bereits den Schulunterricht. Er brachte den Neuntklasslern bei, welche Möglichkeiten es zur Feuerlöschung gibt und wie man sie anwendet. Dieses Wissen konnten die Jugendlichen heute praktisch anwenden. Freiweillige durften mit einem mit Wasser gefüllten Feuerlöscher einen simulierten Brand löschen.

Schmaderer ist es wichtig, dass die Jugendlichen durch das praktische Anwenden lernen, nicht nur durch das Gelesene im Unterricht. Die Fahrschule Hoffmann hatte der Feuerwehr Wasserburg für dieses Projekt extra einen Brandsimulator zur Verfügung gestellt. Situationen wie bei einem Ölbrand, der mit Wasser gelöscht wurde, oder das Explodieren einer erhitzten Spraydosen konnten so demonstriert werden.

Anschließend durften die Schüler das Feuerwehrauto und die dazugehörige Ausrüstung begutachten. Der Feuerwehrkommandant erklärte die verschiedenen Rollen und Schläuche und beantwortete die Fragen der Schüler.

Der Gerätewart der Wasserburger Feuerwehr, Stephan Hangl, der derartige Übung ebenfalls unterstützt, findet diese Veranschaulichung wichtig: „Solche Situationen können immer wieder enstehen. Die Schüler sollen im Alltag einfach wissen, wie sie reagieren müssen, wenn wirklich mal was passiert.“

Obwohl Schulklassen dieses Angebot immer wieder wahrnehmen, handelt es sich momentan noch um ein Pilotprojekt. „Es wäre schön, wenn diese Art der Brandschutzerziehung auch in der Zukunft stattfinden könnte. Vielleicht kann man sowas langfristig aufnehmen und im Lehrplan integrieren. Das Problem ist nur leider die Zeit. Aktionen wie heute, können nur aufs Minimum reduziert stattfinden. Das ist halt schade, die Bereitschaft von der Schule aus wäre nämlich immer da“, so Schmaderer. ISA

 

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