VR-Bank schließt kleine Filialen

Burgerfeld, Reitmehring und Evenhausen betroffen

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WP_20160727_13_49_38_ProDie VR-Bank Rosenheim-Chiemsee schließt zum Herbst insgesamt fünf Filialen. Dies bestätigte heute – auf Anfrage der Wasserburger Stimme – Pressesprecher Martin Klampfleitner. Betroffen sind in Stadt und Altlandkreis Wasserburg die zum Stadtgebiet gehörenden Filialen in Reitmehring und im Burgerfeld (Foto) sowie die Filiale in Evenhausen (Gemeinde Eiselfing). „Wir sehen es nicht als Schließung, sondern als Zusammenlegung. Wir bleiben mit mindestens einer Filiale in jeder Kommune vertreten“, sagte Klampfleitner, der auch versicherte, dass die neun betroffenen Mitarbeiter allesamt in anderen Geschäftsstellen unterkommen. „Es wird keine Kündigungen geben.“ 

Für Reitmehring und Evenhausen kommt das Aus am 9. September. Im Oktober ist dann auch im Burgerfeld Schluss.

„Bei allen fünf Filialen, die geschlossen werden sollen, handelt es sich um die kleinsten der VR-Bank. Alle wären renovierungsbedüftig. Wir mussten überlegen, ob wir da nochmal Geld reinstecken.“ Außerdem sei gerade bei diesen kleinsten Geschäftsstellen die Kunden-Frequenz eher niedrig gewesen. „In mancher Filiale hatte wir täglich manchmal nicht mehr als zehn Kunden.“

Die VR-Bank werde dennoch auch künftig flächendeckend für die Kundschaft vor Ort sein. „Dass wir uns nicht zurückziehen, zeigt alleine schon die Tatsache, dass wir erst vor kurzem in Schechen neu eröffnet haben und in Schloßberg ganz neu bauen“, so Klampleitner.  HC

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20 Gedanken zu „VR-Bank schließt kleine Filialen

  1. Ein Bankkunde

    Diese Entwicklung war klar vorherzusehen. Vor Ort bedient werden die Kunden nur noch in den großen Kommunen und trotzdem werden die Gebühren immer weiter erhöht und auf jede noch so kleine Tätigkeit erhoben. Für die großen Verwaltungs-Tempel ist genügend Geld vorhanden. Zumindest müssen die Banken dann auch so ehrlich sein und irgendwann aufhören, mit ihrer ach so vorbildlichen Regionalität zu werben.

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  2. Und ich dachte, wenigstens die „volksnahen“ Raiffeisenbanken würden der Landbevölkerung erhalten bleiben; aber wohl auch hier nur Profitgier.
    Systematisch werden kleinere Ortschaften oder Ortsteile ausgeblutet –
    erst keine Einkaufsmöglichkeiten mehr, dann schließt die einzige Apotheke, dann die Bank……… und dann wunderst einen, dass die Leute immer mehr mit dem Auto fahren – irgendwohin – wo es noch Einkaufsmöglichkeiten und Banken gibt……..

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  3. i bin bei da andern Bank, de gibds no im Burgafeld. Wia lang, woas ma ned.

    De VR-ler sand mitlaweile a riesige Bank durch Fusionierungen usw. Mei Bank is no gloa und „regional“ ausgrichd. Hof’ma, dass des so bleibt. Nodfois gibds dann Onlinebanking!

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  4. zur Aussage:
    …dass wir erst vor kurzem in Schechen neu eröffnet haben .
    ..
    Dass dafür aber die Filialen in Paffenhofen und Hochstätt geschlossen wurden, erwähnen die aber nicht!

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  5. Ich finde diese ewige Jammerei, wenn Banken mal Gebühren verlangen, unfair und naiv.

    Früher haben die Banken ihren Gewinn überwiegend mit der Zinsspanne erzielt. Das ist die Differenz zwischen dem, was Sparern gezahlt wurde und von Kreditnehmern verlangt wurde. An Girokonten wurde noch nie etwas verdient. Sie dienten nur dazu, den Kunden an die Bank zu binden. Die Girokonten wurden immer schon quersubventioniert.

    Jetzt verdienen die Banken kaum noch etwas mit der Kreditvergabe. Die Führung von Girokonten verursachen der Bank selbst hohe Kosten. Sogar, wenn nur wenige Umsätze getätigt werden, beträgt der Aufwand für jedes Girokonto mehrere Euro pro Monat (EDV-Kosten, Geldautomatenaufwand).

    Der Unterhalt von Filialen und Bankautomaten ist teuer. Selbst die kleinste Einmannfiliale kostet mindestens 500 – 1000 Euro pro Tag. Wenn dann nur 10 Kunden am Tag in die Filiale kommen, müsste eigentlich 50 – 100 Euro „Eintrittsgebühr“ verlangt werden – um kostendeckend arbeiten zu können.

    In fast allen Nachbarländern sind die Kontoführungskosten erheblich höher als bei uns.
    Furchtbar, diese „alles Kostenlos.Mentalität“. Nur nichts für Dienstleistungen zahlen wollen. Die kleinen Volksbanken und Sparkassen sind keine staatlich subventionierten Sozialhilfevereine. Und wenn Subventionen fließen, dann meist an die großen Banken, wenn diese sich mal wieder verzockt haben.

    Bitte mal nachdenken, bevor gleich wieder geschimpft wird, weil die eigene Bequemlichkeit gefährdet ist.

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    1. Aber in sämtlichen Presseberichten und Statements kann man neben den Vorstandsfotos lesen, wie hervorragend die VR-Bank Rosenheim-Chiemsee arbeitet.
      Wie toll sich die Bilanzsumme erhöht hat, wie toll sich das Kreditgeschäft entwickelt hat, wie toll sich die Einlagen entwickelt haben.

      Die VR-Banken lügen nicht mehr und nicht weniger als all die anderen Banken.
      Und das ist brutal viel.

      Seltsam, dass man zu den Filialschließungen jetzt keine Vorstandsfotos sieht, obwohl Filialschließungen einzig und allein auf Vorstandsbeschlüsse zurück zu führen sind.

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      1. Martin Steiner

        Danke für den Kommentar vom Exbanker, Sie bringen die Thematik sehr gut auf den Punkt.
        Durch die EZB und die EBA wird sich die Bankenlandschaft in den nächsten Jahren sehr verändern.

        Allerdings muss ich dem Kommentar vom Martin auch irgendwo recht geben.

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    2. Herr Exbanker,
      mir kommen gleich die Tränen!
      Also das heißt wenn die Niedrigzinsphase in ein paar Jahren wieder vorbei ist, was ja früher oder später so kommen wird,
      werden all die Gebühren die jetzt eingeführt wurden bestimmt wieder abgeschafft, oder?
      HA HA HA

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  6. Eine aus Reitmehring

    Kein Lebensmittelgeschäft – keine Apotheke mehr – der Friseur geht auch – keine Raiffeisenbank mehr –
    Was kommt als nächstes??Schliessen bald die Arztpraxen??? Was gibt’s dann hier noch??
    Dafür kommt wohl ein Aquaristik – Laden , den keiner hier wohl wirklich braucht.

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    1. aber dafür saftige Mieten und Immobillienreise verlangen. Reitmehring ist wohl der Luxusvorort von Wasserburg.

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    2. @Eine aus Reitmehring
      haben Sie sich schon mal gefragt warum die Apotheke, das Lebensmittelgeschäft und jetzt auch der Friseur schließt?
      Wahrscheinlich nicht! Was nutzt einer Geschäftsfrau/-mann es einen Laden zu haben in die liebe Kundschaft nicht einkaufen geht, weil es ja bei ALDI und Co. billiger ist. Resultat ich mache den Laden dicht vor ich pleite gehe. Immer mal an die eigene Nase fassen vor geschrien wird und das gleiche gilt auch für die Banken. Eine Idee an die Banken wäre doch eine Fahrende Filiale die jeden Tag wo anders am Marktplatz steht und die Kunden einmal die Woche einen Ansprechpartner haben, so wie mit der fahrenden Bücherei.

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      1. Eine aus Reitmehring

        Apotheke und Friseur haben nicht aus Mangel an Kunden zu gemacht oder machen deshalb zu.
        Ich bin informiert und muss mir nicht an die Nase fassen !!!!Und einen Lebensmittelladen gabs ja einmal.

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        1. Die betonung liegt auf „gabs“ und wenn das Geschäft so gut war warum hat dann die Apotheke und jetzt auch der Friseur die Türen geschlossen? Entweder aus alters Gründen bei der Apotheke mit sicherheit nicht, da hat ein genarationen Wechsel stattgefunden. Zu hohe Mieten? oder die Gesundheit? Bei den ersten beiden Punkten ist das Kunden aufkommen mit sicherheit ein großer Punkt und den damit verbundenen Umsatz und den resultierenden Gewinn. Und wenn die Apotheke so gut gelaufen ist wie Sie zwischen den Zeilen behaupten warum steht diese dann seit Jahren leer? Dazu fällt mir einfach nur die Rentabilität ein.
          Und ob Sie sich jetzt an ihre Nase greifen oder nicht ist mir recht egal. Fakt ist die Läden sind zu bzw. werden schließen.

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          1. Eine aus Reitmehring

            @Roland
            Aus ihren Antworten lässt sich einfach nur schließen, dass sie gar nicht aus Reitmehring sind. Sie sind nicht aktuell!!

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          2. @eine aus reithmering
            was schreien Sie dann wenn ich nicht aktuell bin? würde ja heisen das, dass was Sie schreiben nicht stimmt und es die Läden noch immer gibt?
            Also die Apotheke war letztenz noch zu als ich vorbei bin, der Edeka war auch zu, ach ja am Bahnhof gibt es eine Bäckerei und den Biobauernhof gibs auch noch, nicht zu vergessen die Sparkasse und die Ärzte, dann wirds aber schone in bischen mau.

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        2. a Reimeringa

          Der Friseurladen zieht nur um.Nach Edling!

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  7. Aus dem Jahresabschluss 2015 der VRBank Rosenheim Chiemsee, Quelle http://www.bundesanzeiger.de:

    Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2015 Pensionsrückstellungen in Höhe von 33.313.658 EUR.
    Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die früheren Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene erhielten 2.008.772 EUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen 109.687 EUR.

    Ohne Kommentar…

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    1. Also den Reitmehringern und Burgerfeldlern kann hier durchaus geholfen werden! Geht doch zur Sparkasse, die haben praktisch das selbe Angebot zu den selben Konditionen bei gleicher fachlicher Kompetenz – und die Sparkasse Wasserburg unterhält die Filialen dort noch. Zumindest im Burgerfeld geht die auch gar nicht so schlecht vom Kundenaufkommen her. Ist schon klar, dass das nicht immer so einfach ist wenn man Darlehen auf Grundschulden laufen hat usw. aber für viele Betroffene sollte das doch möglich sein.

      Ich bin eher verwundert, dass die Raiffeisenbank wirklich riskiert diese Kunden aufzugeben, wo doch die Konkurrenz nur ein zwei Blocks weiter ist.

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      1. Die überlegen wahrscheinlich auch schon, welche Filiale nicht mehr rentabel ist und geschlossen werden kann.

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        1. Eine aus Reitmehring

          Es dauert bestimmt nicht mehr lang, dann gehen die auch! Die Post ging ebenfalls.

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