Von einer Wasserburgerin: Werke über die Frau

Ausstellung von Katharina Sigl in der Verwaltungsschule

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Ausstellung Katharina Sigl_kWasserburg – „Die Frau” ist Thema der Arbeit von Katharina Sigl. Die Faszination für den weiblichen Körper – innerlich wie äußerlich – und die Unberechenbarkeit des Weiblichen, sind für sie die treibende Kraft. Haut, Haare, Schmuck, Kleidung und Schminke, aber auch Tränen, Blut, Herz und Geschlecht sind zentrale Motive. Katharina Sigl versucht durch Malerei und Zeichnung das weibliche Wesen zu erforschen. Verletzungen an Leib und Seele, Gewalt und Grausamkeit, aber auch Sinnliches und Schönes, Hässliches und Vergängliches werden thematisierst und in ihrer Ambivalenz nach außen gestülpt. Ab 19. September sind die Werke von Katharina Sigl in der Verwaltungsschule Im Hag zu sehen.

Katharina Sigl o„Portraits sind das Thema von Katharina Sigls Arbeiten, in denen Mädchen und junge Frauen das bevorzugte Bildmotiv darstellen. Erst seit kurzem mischen sich auch ein paar jünglingshaft-männliche Figuren darunter. Die Bildprotagonisten sind zartgliedrige Gestalten, deren feine und fragile Gesichter und Körper mit Filzstift, in Acryl oder Mischtechnik aufs Papier gebracht werden und sich zwischen Linie und Fläche, Farbe und Form aus den hellbeigen und weißen Papieroberflächen schälen.“ So heißt es unter anderem in Medienberichten über die begabte, junge Künstlerin aus Babenham, die auch dem AK 68 in Wasserburg angehört.

Katharina Sigl Kunst„Die tableauartig angeordneten Einzelportraits stehen für sich und korrespondieren doch lose mit- und untereinander, wobei je zwei benachbarte Zeichnungen als Paar fungieren. Dabei korrespondiert der flüchtige Pinselstrich mit einem kraftvollen, wechselt die schnelle, schwungvolle Dynamik in eine bewusst dezidierte Setzung. So entstehen Zeichnungen, die sich in Ästhetik und Bildcharakter oftmals stark voneinander unterscheiden.“ So steht es auf ihrer homepage. Mit Dreiviertelansichten zitiert Sigl traditionelle Portrait-Konventionen und verzichtet in den Darstellungen auf einen Um- oder Bildraum, auf eine szenische und räumliche Einbindung der Figuren.

Besonders gelungen ist diese Charakterisierung ihrer Arbeiten: „Diese Verweigerung einer Rückzugsmöglichkeit der Figuren ins Bild macht sie verletzlich und gleichsam stark, sind sie dem Betrachter scheinbar schutzlos ausgeliefert. Sigls Portraits sind Erinnerungen. Erinnerungen an ein bestimmtes Bild, entstanden aus einem Gefühl oder aus einer bestimmten Situation heraus. Das Persönliche darin speist sich oftmals aus dem eigenen Erleben – wie beispielsweise das Mädchen mit der blutenden Nase. Nicht nur vor diesem Hintergrund haben Katharina Sigls Portraits etwas Ehrliches, zeigen sie doch die körperliche und seelische Verletzlichkeit der Figuren ebenso ungeschönt wie ihre Stärken. Sie entbehren und entsagen gleichermaßen klassischen Schönheitsidealen und doch besitzen sie eine innere Schönheit, indem sie uns ehrlich gegenübertreten.“

1981 wurde Katharina Sigl in Wasserburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie bis 2004 osteuropäischen Zeichentechnik bei Waldemar Kern, Schwanthaler Kunstschule. Dann in München 2005 – 2009 folgte ein Studium der freien Malerei bei Ben Hübsch, Dietrich Schön und Klaus Merkel. Der weitere Weg: Freie Hochschule für Grafik Design und Bildende Kunst, Freiburg 2009 – 2010 Studium der freien Kunst bei Tatjana Doll. Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg. Seit zwei Jahren arbeitet sie auch an Kunstakademien in Sevilla/Spanien. Katharina Sigl lebt und arbeitet heute in Babensham und Wasserburg und in Spanien.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung
Ausstellung im Bildungszentrum Sozialverwaltung
Im Hag 14, Wasserburg
Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 19. September.
Dauer der Ausstellung bis 6. Dezember – Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr.

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