Vom Inn an die Themse

Wasserburger Gymnasiasten zu Gast in London - Ein Reisebericht

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CIMG5115Schulfahrt in den Ferien? Da will doch wohl niemand mit, könnte man meinen. 22 Schüler der Q11 und Q12 des Wasserburger Luitpold-Gymnasiums aber dachten anders und erlebten in den Pfingstferien fünf aufregende Tage in London! Begleitet von den Lehrkräften Eva-Maria Schwarzfischer und Matthias Haus ging es früh morgens mit dem Flugzeug von München nach London-Gatwick. Ein Reisebericht …

von Julia Dade, Q11

Vom Flughafen aus war es noch eine Stunde Zugfahrt in die City, in der sich die Gruppe innerhalb der nächsten Tage dank Underground und Travel-Ticket frei bewegen konnte. Der Einzug ins Smart Russel Hostel am Russel Square verlief dank dreistöckigen Betten und Neun-Personen-Zimmern sowie Unisex-Bädern nicht ganz ohne Schock, die Unterkunft lernte die Teilnehmer im weiteren Verlauf des Aufenthalts jedoch vor allem wegen ihrer guten Lage doch sehr schätzen.

Gruppenfoto FlughafenKaum angekommen ging es auch schon mit dem Programm los, das den Schülern zuerst einen Überblick über die Stadt verschaffen sollte. So wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter London Bridge, London Eye, The Houses of Parliament und Westminster Abbey besucht, bevor die Schüler den Abend zur freien Verfügung bekamen.

Der zweite Tag begann mit einer Führung in Shakespeare´s Globe und dem anschließenden Besuch der Aufführung von „As You Like It“ im original nachgebauten Globe-Theater. Wie die sogenannten „groundlings“ zur Zeit Shakespeares hatte die Gruppe Stehplätze im Hof vor der Bühne, was aufgrund des kalt-nassen Wetters und des offenen Dachs nicht übermäßig angenehm war, zumal Regenschirme als Sichtblockade für andere Zuschauer verboten waren. Eindeutig für die Leistung der Schauspieler und die Qualität des Stückes spricht, dass sich trotzdem alle Schüler bereits am Ende dieser Aufführung auf den Besuch von „The Merchant of Venice“ freuten, der am nächsten Tag glücklicherweise bei Sonnenschein stattfand.

Im Anschluss an dieses Programm, dass vor allem den Schülern des W-Seminars „Shakespeare“ entgegenkam, war der nächste Programmpunkt auf die Mitglieder des „EMSembles“ zugeschnitten, denn es ging zu einer Jack-the-Ripper-Tour ins East End. Geführt von Eva-Maria Schwarzfischer besichtigte die Gruppe den Pub „Ten Bells“ und die Mordschauplätze, an denen im 19. Jahrhundert die Opfer des „Ripper“ gefunden wurden.

An den beiden Wochenendtagen konnten die Schüler jeweils zwischen zwei Programmpunkten wählen. Samstag stand entweder ein Besuch im berühmten „Tate Modern“, dem Kunstmuseum im alten Kohlekraftwerk direkt an der Themse, oder im „Imperial War Museum“ an, in dem Ausstellungen zu beiden Weltkriegen, dem Holocaust und dem Kalten Krieg zu finden sind. Sonntag gab Eva-Maria Schwarzfischer wieder eine Tour aus, dieses Mal zur Serie „Sherlock Holmes“. Wer weder ein Fan der Serie war oder sich vom typischen Londoner Regen abschrecken ließ, fuhr in die National Gallery, wo es erneut Kunstwerke zu bestaunen galt.

Zwischen den von den Lehren organisierten Programmpunkten  hatten die Schüler viel freie Zeit zur Verfügung, in der sie in kleinen Gruppen selbstständig die Stadt erkunden konnten.

Für Harry-Potter-Fans war natürlich ein Besuch am Bahnhof King´s Cross, dem Gleis 9 ¾ und weiteren Buch- sowie Filmschauplätzen Pflicht, während Shoppingbegeisterte in der Oxford Street, auf dem Spitalfields Market im East End oder dem Stable Market, tatsächlich in einem ehemaligen Pferdestall in Camden Town gelegen, einkaufen konnten.

Weitere Ziele waren der BAPS Shri Swaminarayan Mandir (Neasden Temple), der größte Hindu-Tempel Europas, den Besucher nur betreten dürfen, wenn sie ihre Schuhe an der Tür ablegen, der Tower of London sowie das Science-Museum für besonders naturwissenschaftlich interessierte Schüler.

Wer eine Pause vom Trubel der Großstadt brauchte, zog sich für  einen Spaziergang in einen von Londons zahlreichen Parks zurück, oder bestellte sich in einem Pub (besonders beliebt bei den Schülern: „The Anchor“ an der Themse) „Fish and Chips“.

Das Highlight des Abends war meist das Bummeln entlang der Uferpromenade, vorbei an der Tower Bridge, der HMS Belfast, einem riesigen Kriegsschiff, das zur Besichtigung am Pier vertäut ist, der „Golden Hinde“, Sir Francis Drake´s berühmtem Schiff, das ebenfalls an der Themse liegt, in Richtung Globe, London Eye und Big Ben. Am schönsten wird London, wenn es dunkel wird und die berühmten Wahrzeichen der Stadt in rot und blau beleuchtet werden.

Als am letzten Abend der Flieger mit einer knappen Stunde Verspätung Richtung Deutschland abflog, hatten viele Schüler noch lange nicht genug von Englands Hauptstadt.

 

London nachts 2

 

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