„Viele Wirte warten auf wärmere Tage“

Landkreis hat aktuell mit 3,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote

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BiZ - Ausbildung und StudiumDer Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 3,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote zusammen mit Bad Tölz-Wolfratshausen. Hier sind 2 838 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, sieben weniger als im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt bei 4 436. Wie in den letzten Jahren auch, so steigt auch dieses Jahr im Monat Februar allgemein gesehen die Arbeitslosigkeit nochmals an …

„Mit einem Plus von 120 Arbeitslosen im gesamten Bezirk, ist die Veränderung zum Vormonat jedoch im moderaten Bereich geblieben“ so die Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Nicole Cujai. Im Agenturbezirk Rosenheim waren zum Stichtag insgesamt 10 450 Arbeitslose gemeldet. Mit 3,7 Prozent ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat wie auch zum Vorjahr konstant geblieben. Cujai weiter: „Aufgrund der anhaltenden winterlichen Temperaturen und der entsprechenden Witterungslage, haben viele Firmen vor allem in den Außenberufen die Arbeit noch nicht aufgenommen. Auch viele Betriebe im Hotel- und Gaststättenbereich warten auf wärmere Tage, um ihre Kapazitäten voll auszulasten und ihr Personal wieder einzustellen“.

 

„Der Bestand an Arbeitslosen wird maßgeblich von den Menschen bestimmt, die sich täglich bei uns neu oder wiederholt registrieren lassen bzw. abmelden. Schaut man sich im Berichtszeitraum diese Werte an wird deutlich, dass die Zahl der Zugänge mit 2 920 über der der Abgänge liegt. Hier lag der Wert bei 2 770 Abmeldungen“ so Cujai weiter. Abhängig von den individuellen Rechtsansprüchen, werden die Arbeitslosen entweder von der Agentur für Arbeit im Rechtskreis SGB III oder in den Jobcentern im Rechtskreis SGB II betreut. Im aktuellen Berichtsmonat führte dabei die Agentur Rosenheim mit ihren Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen 6 460 Personen im Bestand. Die Jobcenter von Stadt und Landkreis Rosenheim, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie das Jobcenter der optierenden Kommune Miesbach kümmerten sich um 3 990 arbeitslose Menschen.

 

Dazu die Agenturleiterin: „Hervorheben möchte ich die positive Entwicklung bei den langzeitarbeitslosen Menschen, die länger als 12 Monate arbeitslos sind. In diesem Monat konnten wir den Bestand von 1970 im Vergleich zum Vormonat zwar „nur“ um zehn reduzieren, jedoch sind es 90 Personen weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Besonders freut es mich, dass die Verringerung in beiden Rechtskreisen eingetreten ist“. Anders sieht es bei den unter 25jährigen aus. Zum Stichtag wurden 1 050 junge Männer und Frauen durch die Agenturen und Jobcenter betreut, ein Anstieg von 90 Personen zum Januar. Cujai führt aus: „Dieser Anstieg ist zum Teil mit Saisoneffekten, zum Teil mit der Beendigung von Ausbildungen zu erklären. Auch weiterhin wird es eine zentrale Aufgabe von uns bleiben, jungen Menschen Perspektiven in Arbeit und Ausbildung zu ermöglichen. Motivlagen warum sich Jüngere bei uns registrieren, können häufig sehr unterschiedlich sein. Gerade bei dieser Zielgruppe, welche am Anfang ihres Berufslebens steht, kann es durchaus manchmal etwas länger dauern, bis der passende Karriereweg eingeschlagen wird. Hier appelliere ich an die Arbeitgeber, geben Sie jungen Menschen die eine Ausbildung oder ein Studium abbrechen eine zweite Chance! Eine Ausbildung stellt den Grundstein für ihre Zukunft dar. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Woche der Ausbildung vom 16. bis 20. März 2015 verweisen. Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne beabsichtigen wir Arbeitgebern und jungen Menschen gezielt den Stellenwert, die Chancen und die Vorteile einer beruflichen Ausbildung vor Augen zu führen“. Gerne besuchen wir Sie in Ihren Betrieben. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns über unsere kostenfreie Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20.“

 

Im Februar konnten die Vermittlungsfachkräfte 1 040 neue sozialversicherungs-pflichtige Stellenangebote entgegennehmen. Das ist ein Plus von 290 zum Vormonat und 100 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Arbeitgeber im Agenturbezirk Rosenheim haben weiterhin einen hohen Personalbedarf. „Derzeit werden 2 860 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote durch den Arbeitgeber-Service betreut, was den aufnahmefähigen Arbeitsmarkt in unserer Region wiederspiegelt“ so Cujai. Besonders vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es derzeit vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe wie auch im Handel.

 

 

Der Arbeitsmarkt In den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

 

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent. Derzeit sind 1930 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um fünf auf 844. Für 1 086 SGB II-Kunden, identisch zum Januar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.
  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Februar aktuell die Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent Das entspricht 2234 beschäftigungs-losen Bürgern. Davon sind 1 455 Männer und Frauen, 37 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 779 (elf mehr als im Januar) werden vom Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut.

 

  • Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 845 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,6 Prozent Davon sind 1 318 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, fünfzig mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Deren Jobcenter betreut 527 Arbeitslose, fast genauso viel wie im Januar.

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