„Viele kleine Bauern werden aufhören“

Ein Gespräch mit Sepp Andres aus Ebrach vom Arbeitskreis Milch des Bezirkes

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2016-06-01-PHOTO-0000010126, zum Teil sogar nur 20 Cent – im Süden etwas mehr, im Osten der Bundesrepublik richtig wenig. So niedrig liegt derzeit der Preis für einen Liter Milch. Damit ist das hochwertige Lebensmittel billiger als Mineralwasser. Auch viele heimische Bauer kämpfen seit geraumer Zeit um ihre Existenz. Kurzfristige Lösungen – wie sie jetzt der Milchgipfel in Berlin hätte bringen sollen – werden wohl nicht greifen, meinen Experten. „Das in Berlin war eher ein reiner Landwirtschaftsgipfel. Um die Milch und unsere Probleme ging’s da nur am Rande“, zeigt sich Sepp Andres aus Ebrach vom Arbeitskreis Milch des Bezirkes enttäuscht.

Indes, einfache Lösungen sieht Andres auch nicht: „Unser Probleme sind ausnahmsweise nicht ganz hausgemacht. Es ist kaum zu glauben, was heute in der globalisierten Welt alles Einfluss auf den Milchpreis hat. Wir haben derzeit diese Probleme, weil uns wichtige Märkte in China, Nordafrika und Russland weggebrochen sind. Und weil seit dem Ende der Milchquote die Milchproduktion in der Europäischen Union um fast vier Prozent gestiegen ist. Alleine die Iren produzieren um 18 Prozent, die Niederländer um zwölf Prozent mehr Milch.“

Andres weiter: „Wir bräuchten derzeit um die 35 Cent pro Liter, um unsere Betriebe über die Runden bringen zu können. Was derzeit gezahlt wird, ist absolut existenzbedrohend.“ Dabei habe man in Bayern und in der Region Wasserburg sogar noch Glück. „Wir haben hier stabile Marken-Molkereien, die eine gewisse Milchmenge brauchen und sicher abnehmen. Ganz schlimm sieht es da im Osten und Norden Deutschlands bei den großen Agrarunternehmen aus. Die wissen schon nicht mehr, wie sie ihre Leute zahlen sollen.“

„Aber auch bei uns werden sicher wieder viele aufhören müssen. Am schlimmsten betroffen sind die Betriebe im Bereich von 18 bis 25 Kühen, die noch so genannte Anbindeställe haben und bei denn dann vielleicht auch noch ein Generationswechsel ansteht. Da machen sicher viele dicht.“

Kurzfristige Subventionen und Hilfen aus Berlin seien bei der ganzen Krise nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Und regen wieder den Unmut der Bürger. Wir müssen da einfach wirtschaftlicher denken und eigene Modelle entwerfen.“ Das sei aber kurzfristig nicht zu bewerkstelligen. Auch von Direktvermarktung hält Andres nur bedingt etwas.

„Wenn ich sehe, was so ein Milchautomat für die Vermarktung kostet und welche hygienischen Auflagen da befolgt werden müssen, zweifle ich dran, ob das der richtige Weg ist.“ Außerdem hätten Erfahrungen gezeigt, dass der Verbraucher zwar für ein frisches Landei vom Bauern gerne ein paar Cent mehr bezahlt als im Laden, bei der Milch aber sich sofort abwendet, wenn der Preis ein bisschen höher ist.“

Von einer neuerlichen Einführung einer Quote oder einer anderen staatlichen Steuerung rät Andres dringend ab. „Die Quote kaufen dann wieder die Großen den Kleinen ab. Und in Europa hält sich ohnehin niemand dran. Das wäre nur wieder eine Auflage, die uns schmerzt, die anderen lachen darüber.“

In Neuseeland könne die Milch beispielsweise für 16 Cent pro Liter produziert werden.  „Die Landwirte dort brauchen witterungsbedingt keine Ställe, haben so gut wie keine Auflagen zu befolgen und auch noch die kürzeren Seewege zu Großabnehmern in Asien. Was also soll da eine deutsche oder europäische Milchquote bringen?“

Kein Verständnis hat Andres übrigens für Ratschläge von außen, die Landwirte sollten mehr darauf achten, dass die Kühe weniger Milch geben – zum Beispiel durch Verzicht auf Kraftfutter. „So ein Blödsinn. Das hilft uns auch nichts, wenn wir weniger produzieren. Dann verdienen wir gar nichts mehr. Und ohne Kraftfutter kommt heute kein Betrieb mehr aus. Das brauchen die Kühe neben einem möglichst hohen Anteil an Grundfutter schon alleine deshalb, um ihre Leistung bringen zu können und für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.“

Einen kurzfristigen Weg aus der Krise sieht Andres derzeit nicht. „Uns bleibt nur zu hoffen, dass die Absatzmärkte in Russland, China und Nordafrika wieder anziehen. Und dass der Verbraucher daheim nicht immer zum billigsten Milchprodukt greift.“ HC

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19 Gedanken zu „„Viele kleine Bauern werden aufhören“

  1. Wenn ich sehe, welche Fahrzeuge (sowohl landwirtschaftliche als auch Privat-PKW) so auf den Bauernhöfen rumstehen, wie ein neuer Kuhstall (Hallen wäre passender) mit Melk-Roboter, Futter-Roboter etc. aus den Boden schießen kommen mir als Außenstehende doch solche naive Gedanken wie „So schlecht kann es denen doch ned gehen“.
    Ich habe einige Handwerker in der Familie/im Bekanntenkreis. Immer mehr Leute können oder wollen sich keine geschreinerten Möbel oder geschneiderte Kleidung leisten. Wenn die Nachfrage die Familie nicht mehr ernährt wird dort allerdings entweder nach Alternativen gesucht oder nun mal der Laden dicht gemacht. Und auch dort hängen z.T. schon seit Generationen Existenzen dran.
    Jammern ohne konstruktive Lösungsvorschläge und alles nur auf die Verbraucher schieben „Die Verbraucher kaufen nur das billigste vom billigen“ bzw. auf die „Politiker in Berlin“ bringt auch nix.
    Viele Grüße,
    Lero – Eine die 2 EUR für ihre Milch im Laden zahlt

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    1. Maier Michael

      Wenn es keinen mehr gibt der die Kulturlandschaft mäht und pflegt, dann möchte ich sehen wie die Leute reagieren. Wenn neben den Straßen ein Urwald entsteht. Die Äcker nicht bestellt und die Wälder nicht gepflegt werden, wie sieht das denn aus. Die Landwirtschaft dient den Grundbedürfnissen der Menschen, dass bedeutet Nahrung und die Pflege der Landschaft. Vor 70 Jahren ging es nicht darum war es bio oder nicht sondern habe ich was zum Essen oder nicht! Leider verlieren die Leute in Deutschland den Bezug zu Realität. Klar können wir alles in Bio machen oder Alternative. Aber wer will bezahlen. Wer hat soviel Pinke wer hat das bestellt. Die konventionelle Landwirtschaft wird oft genug in eine Ecke getrieben. Die Technologie die in der Landwirtschaft eingesetzt wird dient zur Arbeitsentlastung und zur Kostensenkung. Eine Gewerbebetrieb der nicht investiert und sich auf neue Technik einlässt ist weg vom Fenster. Ich glaube ein Landwirt würde gerne sein 25 Kühe melken in seinen alten Gebäude und mit dem Schlepper vom Opa rumfahren. Aber wie will er seine Familie ernähren? Leute die einen 40 Std. Job haben und keine Besitz können das nicht verstehen alles dafür zu tun die Tradition und Werte der Familie weiter zu erhalten. Bin kein Bauer zahle nicht 2,00 € für die Milch pro Liter sondern 1,00 €. Zum Schluss und das Beste kommt zum Schluss. Jemanden sein privates Auto vorhalten kann ich nicht verstehen denn wer was wie bezahlt oder sich leistet ist seine private Sache. Jeder setzt seine Prioritäten anders.

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      1. Ich bemängele weder die Arbeit der Bauern, noch dass sie nicht das Recht haben, sich privat ein teures Auto leisten zu dürfen. Ich meine nur dass dieses Jammern auf mittlerweile doch recht hohem Niveau stattfindet.
        Klar, in einem neuen Audi A6 schimpft es sich angenehmer als in einem alten Golf : )
        Aber ein Betrieb ist ein Betrieb, egal welche Branche. Daran hängen Existenzen, Traditionen, Investitionen, Lebensträume usw. Aber es muss doch möglich sein mit einem Lösungsvorschlag aufzukommen, der langfristig umsetzbar ist.
        „Aber wer will das bezahlen“ – Solange Milch für 40 Cent im Supermarkt steht, wird es immer Leute geben die sie kaufen. Gibt es nur noch Milch mit Preisen von 1 EUR aufwärts sind auch diese Leute gezwungen, mehr dafür auszugeben. Notfalls muss man den eigenen Milchkonsum eben einschränken.
        Ist doch beim Fleisch im Endeffekt nicht anders: Früher gabs den Sonntagsbraten. Fleisch war einfach für den Normalbürger zu teuer war um es täglich zu essen. Und heute? Bekomm ich mein Schnitzel billiger als nen Liter Benzin.

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    2. Also diese Bauern mit den großen Ställen und den Melk-Robotern haben meist so viele Schulden, dass die Wände wackeln.

      Wer eine Firma hat, muss regelmäßig Geld investieren, damit der Betrieb modern und eine gute Arbeitsstelle ist.

      Das machen alle Firmen.

      Warum soll ein Bauer einen Steinzeitbetrieb haben, wenn alle Firmen top modern sind? Die Maschinen werden ganz oft von vielen Bauern zusammen gekauft.

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      1. Ich glaube hier wird was verkannt, es geht nicht darum das ein Betrieb modern oder nicht modern ausgestattet ist. Sonder das ein Bauernhof genauso ein selbständiger Betrieb ist wie eine Schreinerei, Bäckerei oder Bauunternehmen. Deshalb bin ich der Meinung daß die Bauern auch das Risiko selber tragen müssen wie die anderen Firmen auch.
        Bei der freien Marktwirtschaft ist nun mal so das der Preis von Angebot und Nachfrage diktiert wird.
        Und ich könnte mich jetzt nicht erinnern, dass ein Bauer den Straßenrand mäht außer es gehört ihm. Zudem momentan das Gras überall sprießt.
        Es kann auch nicht sein dass die Bürger mit ihren Steuern die Bauer subventionieren aber anderen Firmen mit Problemen nicht. Und es muss den Bürger zugestanden werden, dass sie die Bauern als Stur und oft auch als Engstirnig sehen. Den so werden Sie nach außen präsentiert.
        Will damit sagen das die Darstellung nach außen nicht mehr positiv ist. Das mag auch daran liegen dass Sie jedes Jahr wegen irgend etwas Schrein und vom Statt Geld fordern. Also vieleicht mal etwas weniger ihr Herzleid klagen.

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        1. Sepp Andres

          Leider ist das nicht immer so vergleichbar wie sie sich das vorstellen.
          Der Agrarmarkt ist wesentlich globaler (u auch leider) nicht so frei wie sie meinen.
          Im normalen Handel egal ob es die Semmel beim Bäcker ist oder das Auto…wird das verlangt was die Herstellung kostet plus den Verdienst für den Vertrieb, dann kann er Verkaufen oder nicht. Im Agrarbereich herrschen wesentlich mehr Auflagen, Richtlinien u Beschränkungen die es auch auszugleichen gilt und eben nicht überall gleich sind. Auch die Weltpolitik nutzt den Agrarbereich als Instrument um zu sanktionieren u zu beschränken (siehe Russland). Ist das freier Markt??
          Stimme mit ihnen überein das jeder sein Risiko, wenn er investiert selbst berechnen muss. Es stimmt aber nicht das nur Landwirte hier unterstützt werden jeder der ein Unternehmen gründet, erweitert oder neu orientiert kann hier Hilfen einfordern. (Bsp.: http://www.foerdermittel-deutschland.de/)

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          1. Mir ist das sehr wohl bekannt das Agrargüter an der Börse gehandelt werden und das es Personen gibt die damit spekulieren. Ob das jetzt moralisch gut ist oder nicht mag dahingestelt sein und soll jeder selbst entscheiden.
            Ja es gibt Statten die Nahrungsmittel als Druckmittel verwenden um anderen Statten zu schaden und das macht nicht nur Russland auch die USA ist mit von der Partie. Die freie Marktwirtschaft ist in Deutschland vorhanden ich darf Produzieren und verkaufen an wenn ich will. Bis auf ein paar ausnahmen die aber nicht oft die Lebensmittel betrifft.
            Auch ist es mir bekannt, dass die Landwirtschaft mit vielen schwachsinigen Verordnungen belastet wird. Es geht aber anderen Unternehmen und Diesntleistungen nicht anders. Die Richtlienen die Sie beschreiben sind nichts anderes als Betriebskosten die jede Firma in der einen oder anderen weise zu tragen hat und daraus seine Kosten errechnet und seinen Gewinn draufrechnet von dem Vaterstatt dann auch was will.
            @scoutgirl ist es richtig das dieses vom Bauernverband ausgehandelt wurde damit die Bauern wenniger Arbeit haben und Ihre Milch schnellst möglich zur Verarbeitung kommt?

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        2. Wenn ich richtig liege, müssen konventionelle milchviehbetriebe die nahe an einer Molkerei liegenden diese Molkerei beliefern und dürfen sich keine andere suchen. Was ist hier freie Marktwirtschaft?

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  2. Die Bauern wollten doch alle selber mit ihrer Milch auf den freien Markt und da bestimmt nunmal Angebot und Nachfrage. So einfach ist das ganze!

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  3. Sepp Andres

    @ lero
    Zuerst einmal: Danke, dass Sie zu denjenigen gehören, die ein wertvolles Produkt honorieren!

    Jeder Beruf wird moderner, nur anscheinend darf der Landwirt das nicht. Auch der Schreiner hat heute mehr als eine Handsäge und Hobel, nur beim Landwirt sieht man es, weil er draußen unterwegs ist.

    Wir wollen alle, dass es unseren Tieren gut geht, warum werden uns dann moderne tiergerechte Ställe angekreidet?

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    1. Natürlich dürfen auch die Bauern moderner werden. Vor allem was das Tierwohl angeht finde ich Modernisierungsmaßnahmen äußerst wichtig und sollten auch weiterhin gefördert werden. Seine Tiere, die einem die Existenz sichern, in Anbindehaltung zu halten finde ich mehr als ethisch fragwürdig.
      Ich denke nur dass eine staatliche Bezuschussung keine dauerhafte Lösung sein kann. Der Milchpreis ist nicht erst seit diesem Jahr das Problem, sondern schon seit längerer Zeit. Und da denke ich nun mal muss nach einer Lösung gesucht werden die langfristig umsetzbar ist. Mein Eindruck (muss nicht stimmen) ist einfach, dass jedes Jahr wieder der Milchpreis kritisiert wird weil die Verbraucher zu wenig dafür bezahlen oder weil Politiker etwas über den Köpfen der Bauern hinweg entscheiden oder nicht entscheiden.

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  4. Danke Michael Maier. Gut geschrieben.

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  5. Albert Busch

    Jahrzehntelange gescheiterte Europäische Agrarsubventionspolitik. Die Bauern werden trotz (oder wegen) gigantischer Subventionen immer weniger, der bäuerliche Familienbetrieb verschwindet ganz. Ein winziger Bruchteil der Subventionen landet bei den eigentlich gewünschten kleineren Betrieben. Der sinnlose riesige aufgeblähte Verwaltungsapparat von der Eu über die Bundes-, Landes- und Bezirksregierungen bis zu den Landwirtschaftsämtern, kombiniert mit europaweiter industrieller Landwirtschaft, subventioniert sich selbst.
    Anonyme globale billige Massenproduktion bestimmt den Markt, aber wenigstens beim Diffarmieren, Beleidigen und Neid wird der Familienbetrieb aus der Nachbarschaft bevorzugt.

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    1. Welchen Neid?
      Es ist schon kurios: Immer wenn jemand der Spiegel vor die Nase gehalten wird, heißt es auf einmal, man ist neidisch.
      Also ich kann von mir persönlich sagen, dass ich mit Sicherheit nicht neidisch bin, ich möchte nicht für viel Geld Bauer sein. Das was ich geschrieben habe, geht es einfach und alleine darum das die Bauern selbst Verantwortung über nehmen sollen und nicht immer alle anderen für ihre Misere verantwortlich machen.
      Dass die Lage für die Bauern schwierig ist, ist Fakt. Darüber braucht nicht diskutiert zu werden. Die Bauern machen aber nur zwei Dinge momentan klagen und stöhnen. Damit kommt man im Leben nicht weit. Und zu dem finde ich kleine ländliche Betrieb schön, sie müssen sich aber selber tragen können und da ist die Fantasie und Einfallsreichtum der Bauern gefragt. Wie in jedem anderen Unternehmen.
      Und Neid wird nur gezeugt, wenn die einen immer besonders behandelt werden und die anderen mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen. Dazu gehören inzwischen auch die Bänker, deren Popo gepudert wird.

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      1. Sepp Andres

        Welcher Neid??
        Der bei dem man dem anderen immer alles vorhält was man ja selber nicht bekommt..
        die Arbeit, den Aufwand alles das will man ja gar nicht…nur eben das „andere“
        warum möchte man den dem anderen den Spiegel hin halten…
        weil man neidisch ist…

        Was machen Sie Beruflich wenn ich fragen darf?
        Sagen sie ihrem Arzt auch wie er sie zu behandeln hat…ihrem Mechaniker wie er den Kundendienst ihres Autos machen muss..??

        In der Landwirtschaft sollen wir das immer ertragen, jeder weiß was die Kuh braucht, wie der Acker zu bestellen ist. Aber Landwirtschaft ist doch etwas mehr als nur Schlepperfahren, das Gespür für Pflanze u Tier bekommt man nicht wenn man nur mal Googlet …..

        Es ist schon traurig in unserer Gesellschaft, dass man sich mehr als nur rechtfertigen muss für alles was man sich erarbeitet. Ein Landwirtschaftlicher Betrieb der fällt einem nicht vom Himmel vor die Füße, jedenfalls mir nicht. Generationen arbeiten daran, modernisieren, bauen, verpflegen die Tiere und bestellen die Felder, 365 Tage im Jahr.

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        1. Sie unterstellen was, was nicht stimmt.
          Aber was Sie in Ihrem Kommentar machen ist das was ich gesagt habe „jammern“. Die vorteile der Selbständigkeit wollen aber nicht die Verantwortung übernehmen. Also wenn ich jetzt richtig fiss bin sage ich mal Sie haben viel Ahnung von der Landwirtschaft aber keine kaumänische und das gehört einfach in der freien Marktwirschaft dazu.
          Und sie unterstellen das nur die Bauern arbeiten und alle anderen Berufszweige faul sind. Und niemand schreibt Ihnen vor wie Sie ihren Betrieb füren sollen, aber die Konsiquens müssen Sie uach selber tragen und nicht die Steuerzahler.

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          1. Welchem handwerklichen Berufszweig werden denn so viele , idiotische und kostenintensive Vorschriften gemacht wie dem Bauern?
            Keinem!
            Die Bauern leben seit Jahren von der Substanz, die über viele Generationen aufgebaut wurden. Wenn der Bauer seinen Verdienst durch seine Arbeitszeit teilt, wäre Hartz 4 lukrativer. Da kommt kein Mindestlohn heraus. Es gibt auch keinen Nacht- oder Sonntagszuschlag.
            Es stehet auch nicht der Porsche oder das Schiff in der Einfahrt. 3x Urlaub im Jahr ist auch nicht, aber dafür Reinvestition in den Betrieb, Maschinen oder Stallgebäude.
            Der Herr Andres hat da schon recht, die meisten Bauern haben zur Lehre noch 3 Semester Winterschule und dann noch den Meister gemacht, und dann kommt da irgend ein Roland daher mit einer 40 Stundenwoche und 30 Tage Urlaub und belehrt die Bauern wie er seinen betrieb führen hat.
            Lächerlich!
            Übrigens weniger Milchbetriebe bedeutet mehr Biogas und somit viel mehr Maisfelder!!!!
            Das wird dann die nächste Diskussionsrunde.

            Ich bin übrigens kein Bauer, finde aber die ganze hetze für a Frechheit.
            Wäre das Thema Asylanten, würde man jetzt von Nazis sprechen.

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          2. @BeFa: Von welchen idiotischen Vorschriften sprechen Sie denn? Etwa eine Nährstoffbilanz zu führen, um zu vermeiden, daß unser Trinkwasser nach und nach mit immer mehr Nitrat angereichert wird? Oder etwa Medikamenteneinatz zu dokumentieren um zu verhindern das Antibiotika in unsere Nahrungsmittel gelangen ??? Warum wohl gibt es diese Vorschriften? Weil ein Teil des Bauernstandes den Kragen nicht vollbekommen hat und nun muss der Rest eben die Konsequenzen daraus ziehen.

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          3. Da kommt dann ein BeFA daher und kann einen Kommentar nicht mal richtig lesen.

            Nochmal auch für Sie, wer einen Betrieb hat, hat auch die Verantwortung und ich schreibe niemandem vor, wie er seinen Betrieb leitet.
            Und übrigens Auflagen in Hülle und Fülle gibt es z.B. im Pflegebereich, im Bau, in der Entsorgung usw.

            Und auch Sie unterstellen allen anderen Berufszweigen mit Ihrem Kommentar, dass sie faul seien.
            Armer, armer Bauer – es gibt ja nur ihn und die ganze Welt ist böse zu ihm. Sorry, das musste sein.

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