Viel Arbeit hinter dicken Mauern

Hotel Fletzinger wird generalsaniert – Blick hinter Kulissen

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_DSC2897_kWasserburg – Es ist neben der Sanierung der Mittelschule derzeit Wasserburgs größtes Umbauprojekt. Während nebenan an der größten Baulücke der Altstadt eine Tiefgarage entsteht, schreiten die Arbeiten im Inneren des ehrwürdigen Hotels Fletzinger für die Außenwelt fast unsichtbar voran. Die Wasserburger Stimme durfte zusammen mit den neuen Besitzern einen Blick hinter die Kulissen werfen. Christian Hochwind schoss dazu die Fotos. Mehr dazu auf www.wasserburger-stimme.de:

_DSC2906_k„Wir kommen gut voran“, sagt Stefan Steinbacher, der uns  zusammen mit Ehefrau Marianne und Tochter Anna an diesem Tag durch die ehrwürdigen Räume von Wasserburgs renommiertestem Hotel führt. 40 Zimmer, Seminar- und Wirtschaftsräume, die alte Brauerei mit Lagerräumen und einem riesigen Keller, große Treppenhäuser, ein alter Aufzug, eine eigene Büglerei, drei Gaststuben, die gewaltige Küche und das Foyer, das wohl jedem Wasserburger bekannt sein dürfte – das alte Hotel Fletzinger ist ein Bau von unglaublichen Dimensionen. Und den bringen die Steinbachers gerade auf Vordermann. Zimmer für Zimmer, Raum für Raum. „Wir arbeiten mit bis zu zehn Mann an der Baustelle“, so Gastronomieprofi Steinbacher, der mit seiner Familie seit Jahren erfolgreich den Vogtareuther Hof betreibt. „Wir brauchen für die Sanierung ein bisschen länger als ursprünglich geplant. Lassen uns aber ganz bewusst Zeit, weil uns das Hotel Fletzinger wirklich wichtig ist.“

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Fast abgeschlossen ist mittlerweile die komplett neue Verkabelung des ganzen Hauses. TV, Strom, Telefon, Internet – das alles musste für alle Räume komplett neu angelegt werden. Zudem erhalten alle Zimmer neue Farbe, neue Mauerelemente und die meisten auch noch einen neuen Boden. Viel Zeit verschlingt auch die Sanierung des großen Eingangsbereiches. Dort hat Steinbacher die alten Sollnhofener Platten herausnehmen lassen, um eine Fußbodenheizung zu installieren. „Wir überlegen, ob wir die Platten wieder einsetzen oder einen Eichenboden anbringen.“

Ein besonders kniffliges Projekt ist auch die Sanierung der großen Treppe im Foyer. Die wird nur in ihrer Grundstruktur erhalten, bekommt ein ganz neues Aussehen. „Die alte Treppe war leider zu abgenutzt, um sie noch komplett retten zu können.“

Der Hotelbetrieb soll jetzt Ende Januar, Anfang Februar aufgenommen werden. „Wir setzen uns da nicht unter Druck“, so Marianne Steinbacher. Erst wenn das Hotel dann rund läuft, will man die Gaststätte wieder aufleben lassen. „Wir machen einen Schritt nach dem anderen.“

Übernehmen soll den ganzen Betrieb Tochter Anna Steinbacher. „Sie ist zwar erst 20 Jahre alt – aber wer‘s mit 20 nicht kann, kann‘s auch mit 30 nicht“, weiß der Vater, der fast täglich auf der Baustelle ist und die Arbeiten überwacht. „Wir gehen pfleglich mit dem ganzen Objekt um. Ich bin einfach nur glücklich, dieses tolle Haus zu besitzen und weiß, dass es – wie alles im Leben – uns nur auf Lebzeiten geliehen ist.“ Alle drei Steinbachers sind sich übrigens einig: „Wir freuen uns sakrisch auf Wasserburg.“  HC

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Ein Gedanke zu „Viel Arbeit hinter dicken Mauern

  1. Nochmal die Suche nach dem „Find ich gut“-Daumen! Ein kleiner Lichtblick:
    Als Stellvertreterin der von den Baumaßnahmen des gesamten Fletzingerareals genervten Gegenübernachbarn (unsäglicher Lärm, Gestank, Dreck und Behinderung unseres Eingangs) gefällt mir, wie ihr beschreibt mit welcher Sensibilität der andere Teil des Großbauprojekts vorangeht. Es zeigt, dass die neuen Besitzer des Hotels verstehen den altehrwürdigen „Fletzinger“ upzugraden und dabei Wasserburger Herzschlag wahrnehmen. Ich freue mich und hoffe in gewisser Zeit Freunde bei Ihnen einquartieren zu können! Oder wieder im Fletzinger zu essen? Ein herzliches Willkommen ihnen in der Fletzingergasse!

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