Vertane Chance!

Grünen-Kreisverband Rosenheim kritisiert Bundesverkehrswegeplan 2030 scharf

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern hat das Bundeskabinett den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 verabschiedet. Der Grünen-Kreisverband Rosenheim kritisiert die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegte Planung scharf. Steffi König (Foto) und Hubert Lingweiler, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes: „Der Bundesverkehrswegeplan treibt den Straßenbau massiv voran. Für unsere Region sind keine tatsächlich neuen Schienenprojekte vorgesehen … 

… auch wenn Minister Dobrindt beteuert, dass diesmal etwas mehr Geld für die Schiene vorgesehen ist und geringfügig mehr in den Straßenunterhalt investiert werden soll: In ganz Südbayern wimmelt es hingegen von Straßenausbaumaßnahmen. Das ist nicht nur mit Blick auf den Klimaschutz grundlegend falsch. Der Bundesverkehrswegeplan vergeudet in den kommenden Jahren wertvolle Zeit für die wichtige Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene. Er ist eine vertane Chance und eine schwere Hypothek für die Zukunft.“

Die Bürger seien der täglichen Staus und der zunehmenden Zahl von Lastwagen auf den Straßen überdrüssig. Mehr Straßenbau werde nur noch zusätzliche Staus produzieren und biete dem Straßengütertransport weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber der Bahn.

Die Zeit sei überfällig für Alternativen. Aus diesem Grund fordern die Grünen die Modernisierung und Elektrifizierung aller Bahnstrecken in Bayern, den Ausbau von eingleisigen Strecken und die Beseitigung von Engpässen sowie mehr Lärmschutz auch an Bestandsstrecken, beispielsweise im Inntal.

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