Verdi: Warnstreik auch in Wasserburg

Krankenhaus davon betroffen - Demonstration in Rosenheim geplant

image_pdfimage_print

logo_verdi_quadratDie zweite Tarifverhandlungsrunde für die 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist zu Ende. „Ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite kann man ohne Einschränkungen als dreist und provokativ bezeichnen“, so der Tarifkoordinator des ver.di Bezirks Rosenheim.  Man werde für dieses Angebot aus der Mitgliedschaft heraus eine entsprechende Antwort geben, sagte der Gewerkschafter und kündigte mit dem kommenden Donnerstag, 21. April, den Beginn der Warnstreiks im ver.di-Bezirk Rosenheim an. Am Warnstreik nehmen folgende Einrichtungen teil:

Der Zweckverband für Abfallentsorgung und der städtische Bauhof in Burgkirchen, sowie der Bauhof in Mühldorf, die Kreiskrankenhäuser in Burghausen, Altötting und Mühldorf, die Stadtwerke in Traunstein und auch der dortige Bauhof. Auch die Klinikstandorte der Südostbayernkliniken in Traunstein und Bad Reichenhall werden sich am Warnstreik beteiligen. Aus dem Bereich Sozial- und Erziehungsdienst werden die Mitarbeiter der Chiemgau Lebenshilfe in Traunreut und Traunstein in den Ausstand gehen.

Auch in Rosenheimer Einrichtungen werden Warnstreiks stattfinden, schwerpunktmäßig im Bereich der Kliniken. Hierzu zählen die Klinik-Standorte Wasserburg, Bad Aibling und Rosenheim der RoMed-Kliniken.

Letztere werden in Rosenheim mit einem Schwerpunkt den Operationsbereich bestreiken. Von den insgesamt neun OP-Sälen werden sieben Säle bestreikt, was zur Folge hat, dass an diesem Tag keine geplanten Operationen durchgeführt werden können.

„Die noch verbleibenden Säle bleiben für Notfälle, so dass damit eine Gefährdung von Leben und Gesundheit der Patienten ausgeschlossen werden kann“, begründet Metzger die Entscheidung der örtlichen Streikleitung.

Alle genannten Einrichtungen wollen mit einer gemeinsamen Demonstration am Donnerstag (Beginn: 10 Uhr an der Loretto-Wiese), die mit einer Kundgebung (Beginn: 11 Uhr) am Max-Josefs-Platz in Rosenheim enden wird, ein klares Signal an die öffentlichen Arbeitgeber für die nächste Verhandlungsrunde geben: „Stärkt den öffentlichen Dienst – weil es um Mehr geht.“

Dabei ist es ver.di wichtig klarzustellen, dass sich der Warnstreik nicht gegen die örtliche Einrichtung richtet, sondern gegen ein Arbeitgeberangebot das weder etwas mit Wertschätzung noch mit einer Teilhabe der Beschäftigten an der guten konjunkturellen Entwicklung zu tun hat.

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung  der Ausbildungsvergütung für Auszubildende und Krankenpflegeschüler  um 100 Euro pro Monat. Zudem will ver.di den Missbrauch der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen.

„Wir wollen den privaten Konsum stärken und einen attraktiven sowie konkurrenzfähigen öffentlichen Dienst“, sagte Metzger. Die Gewerkschaft treibe außerdem die Sorge um notwendigen Nachwuchs in vielen Berufszweigen um. Zukunftsträchtig und deshalb unumgänglich sei deshalb auch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

 

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