Wasserburg: Adventsingen zum 50. Mal!

An diesem Wochenende: Halbes Jahrhundert mit berührender, traditioneller Volksmusik

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Plakat 4Um sich so richtig in Ruhe auf die Adventzeit einzustimmen – dafür ist das Wasserburger Adventsingen Jahr für Jahr ein wunderbarer Anlass! Heuer ist es das 50. Adventsingen – mit zwei Terminen am heutigen Freitag, 4., und morgigen Samstag, 5. Dezember, wieder unter der engagierten Leitung von Helmut Faßl aus Oberreith. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Wasserburger Rathaussaal. Ein halbes Jahrhundert – geradezu unglaublich! Es ist eine – wenn nicht die – mit Abstand am längsten laufende, kulturelle Veranstaltung in der Stadt, und auch das am längsten bestehende Adventsingen in der ganzen Region!


Abgesehen vom doch etwas weiter entfernten Salzburger Adventsingen, mit dem Tobi Reiser senior 1946 die Tradition einer festlichen Musikveranstaltung im Advent überhaupt begründet hat. Das Salzburger Adventsingen war die erste, damals neue und unbekannte Veranstaltung dieser Art, und hat viele Menschen angezogen und begeistert.

So eben auch eine Gruppe von Wasserburger Sängern und Musikanten rund um Hans Klinger, Lukas Maier, Christl Arzberger und Bert Lindauer, die sich 1966 entschlossen, eine ähnliche Veranstaltung auch in Wasserburg zu versuchen.
Eine lange, ununterbrochene Reihe von berührenden „Adventlichtern“ zieht sich seit dem über ein halbes Jahrhundert durch Wasserburg, und hat als wirklich herausragendes Ereignis schon sehr vielen Menschen adventliche Vorfreude auf Weihnachten gebracht. Längst weit überregional bekannt, als besonderer Höhepunkt der Vorweihnachtszeit.
Wie schon letztes Jahr, wird auch heuer der Bayrische Rundfunk die Veranstaltung am Samstag aufzeichnen und auf zwei Sendungstermine verteilt übertragen. Schon seit längerem finden auch Reisegruppen mit längerer Anreise über das Adventsingen nach Wasserburg, so beispielsweise heuer eine 30-köpfige Gruppe aus der Schweiz, die sich die Karten übrigens schon im Juni gesichert hatte!

Das Programm ist auch heuer wieder musikalisch hochkarätig besetzt, in einer Mischung von Sängern und Musikanten aus der Region und dem oberbayrischen Umland.

Im Advent 2015 in Wasserburg wirken mit:

Die Familienmusik Förg
Musik war und ist bei der Familie Förg schon immer ein bestimmendes Thema. Nicht nur weil Hans Förg Berufsmusiker und seine Frau Christine schon seit ihrer Jugendzeit eine engagierte und ambitionierte Volksmusikantin ist, sondern weil auch die beiden Töchter Franziska (20 Jahre) und Theresa (18 Jahre) ihre Instrumente Cello und Geige bereits seit ihrem 5. Lebensjahr spielen. Durch die Besetzung mit Geige, Klarinette und Cello, das gerne auch als melodieführendes Instrument eingesetzt wird, konnten sie ihren eigenen Klang finden. Abgerundet wird das Ganze durch Harfe und Kontrabass.
Das Doppelquartett Wasserburger Land
Aus acht befreundeten Sängerinnen und Sängern mit gemeinsamen musikalischen Wurzeln begründete sich im Advent 2011 eine Doppelquartett-Besetzung, deren Mitglieder größtenteils aus dem Altlandkreis Wasserburg stammen, woraus sich auch der Name ableitet. Die Mitwirkenden verbindet die Freude am gemeinsamen Singen auch in einer Reihe weiterer, kleinerer und größerer Besetzungen und unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen – von der alpenländischen Volksmusik über Alte Musik aus Renaissance und Frühbarock bis zur neuen geistlichen Musik.
Das Ziach-Duo Traudi & Peter Vordermaier
Traudi und Peter Vordermaier spielen seit sie sich im Jahr 2000 kennengelernt haben im Duo, sowie – ergänzt durch Gitarre und Kontrabaß – auch als Stoaberg Ziach Musi. Peter Vordermaier, nicht nur Kunstschmiedemeister und Harmonikabauer, sondern auch Komponist und Produzent, bringt seine eigenen Melodien ins Spiel. Traudi, staatl. anerk. Musiklehrerin ist für die Bearbeitung sowie Notenproduktion der Stückln verantwortlich. Gerne wird auch aus dem Reportoire von Peter Posch (+ 1983) gespielt. So prägen die zwei eine eigene bayerische Stilrichtung, die sich bei zahlreichen Rundfunksendungen eindeutig erkennen lassen. Nicht zuletzt durch die Bearbeitung des Florentiner Marsch für 2 Harmonikas setzten die beiden einen musikalischen Meilenstein.
Die Rettenbacher Sängerinnen
Bereits seit 1995 singen die Mitwirkenden in der gegenwärtigen Besetzung – entstanden ist das Dreigespann aber eher zufällig: nämlich durch Anregung der gemeinsamen Gitarrenlehrerin aus Rettenbach bei Pfaffing, bei einem Vorspielnachmittag doch auch einmal zu singen. Bei dem einen Mal ist es nicht geblieben. Und nachdem die dann folgenden gemeinsamen Gesangsproben auch weiterhin in Rettenbach stattfanden, war auch ein Name schnell gefunden. Nachdem die drei Sängerinnen mittlerweile auf drei Landkreise verstreut sind, sind die Proben auch immer sehr „ratschintensiv“ und ein Training für die Lachmuskeln. Oft heißt es dann erst zu später Stunde: „Jetz miaß ma aba no schnell singa!“
Das Zithertrio Popp / Lägel
Die Besetzung wurde im Jahre 1979 aus Anlaß des Wettbewerbes “Jugend musiziert” gegründet, und schon 1980 mit dem 1. Bundespreis des Wettbewerbes und zugleich mit dem Sonderpreis der Stadt Erlangen für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik ausgezeichnet. Robert Popp und Lothar Lägel sind daneben auch solistisch mehrfache Bundespreisträger dieses Wettbewerbs. Zahlreiche Konzertreisen führten das Trio bisher nach Südamerika, in die Tschechische Republik, nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, nach Japan und mehrfach in die Vereinigten Staaten. Das Repertoire des Ensembles reicht von Kammermusik der letzten vier Jahrhunderte über Salonmusik der Jahrhundertwende und traditioneller Volksmusik bis hin zu moderner Unterhaltungsmusik. Gerade die Verbreitung klassischer Zithermusik ist ein besonderes Anliegen des Trios, das durch zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und Fernsehauftritte, mehrere Produktionen und einer regen Seminar- und Unterrichtstätigkeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist.
Das Blechbläserquintett Brass Esprit
Die Besetzung unter der Leitung von Martin Augenstein (Tuba) gibt es seit sechs Jahren, ihre musikalische Bandbreite reicht über alte Meister wie z.B. Scheidt, Pezel, Bach, sowie original komponierte Werke wie z.B. von Viktor Ewald und Richard Roblee und natürlich die ursprüngliche bayerische Volksmusik und das „Weisenblasen“. Der Name steht für Geist und Witz genau das ist es, was die Musiker mit ihrer Musik ausdrücken wollen. Die Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten in der gegebenen instrumentalen Besetzung und die Kreation eines eigenen Klangkörpers eint die Musiker. Sie schöpfen daraus Freude, Kraft und Energie, welche sie gern an ihr Publikum weiter geben.
Die Wasserburger Saitenpfeifer
Die vier junge Damen zwischen 15 und 19 Jahren aus Wasserburg und der näheren Umgebung, musizieren seit fast fünf Jahren miteinander: Theresa Schönberger an der Geige, Franziska Krug mit Sopran- oder Altblockflöte, Magdalena Geiger am Hackbrett und Johanna Schmidhuber an der Harfe. Das Wichtigste ist für sie die Freude am Musizieren, sei es bei besinnlichen Weisen, sei es bei schmissigen Tanzmusikstücken, bei denen es schon einmal passieren kann, dass auch die Saiten pfeifen!
Mia Viere und I
Die Gesangsgruppe von vier jungen Dirndln und einem charmanten Begleiter besteht seit drei Jahren, und hat im Jahr 2014 den alljährlich im Rahmen der Wasserburger Volksmusiktage stattfindenden Jugend-musizierwettbewerb „Wasserburger Löwe“ in der Kategorie Singpreis gewonnen. Sie wirkten in 2014 auch das erste Mal beim Wasserburger Adventsingen mit, und prägten durch Ihre spielszenisch gestalteten Auftritte die Veranstaltung in besonders humorvoller Weise. Für die Kinder war es das erste Mal, dass sie ein solches Spiel aufführten, und auch der erste Auftritt vor großem Publikum.

Der Kartenvorverkauf läuft heuer erstmalig über das Portal Inn-Salzach-Ticket, wo über alle angeschlossenen Vorverkaufsstellen (auch Unifoto Wasserburg, wie bekannt und bewährt) sowie auch direkt online Karten bestellt werden können.
Restkarten gibt es jeweils ab 19 Uhr auch an der Abendkasse.

Der Erlös der Veranstaltung geht wie jedes Jahr an die Stadt Wasserburg zur Förderung der Jugendmusik.

 

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