TSV Wasserburg wehrt sich gegen Kritik

Nach Sensations-Verpflichtungen: Abteilungsleiter Stürmlinger nimmt Stellung

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aimon stuermlingerDie Nachricht schlug am Wochenende ein wie eine Bombe: Vier hochkarätige Spieler – zum Teil aus der Regional- und Bayernliga – wechseln kommende Saison zum TSV Wasserburg (wir berichteten). Doch kaum war die Meldung bei uns online, meldeten sich schon Kritiker aus den umliegenden Vereinen zu Wort. Vor allem die angeblich mangelhafte Jugendarbeit des TSV sowie der falsche Zeitpunkt der Veröffentlichung wurden den Wasserburgern angekreidet.  „Ich finde es schon schade, dass sich Außenstehende über einen Nachbarverein so äußern, ohne die Hintergründe zu kennen“, wehrt sich jetzt TSV-Abteilungsleiter Simon Stürmlinger.

„Nach langer Durststrecke ist es uns endlich gelungen, dass wir vier Superspieler für Wasserburg gewinnen konnten und schon wird gegen uns geschossen. Das ist völlig unverständlich für mich, vor allem weil die Kritik von Außenstehenden kommt, die kaum Einblick beim TSV Wasserburg haben.“

Den Spielern, die nach Wasserburg kommen werden, gehe es definitiv nicht ums Geld, „sondern um ihre persönliche Lebensplanung. Sie haben gute Gründe, warum sie sich in und für Wasserburg engagieren wollen. Bei anderen Vereinen könnten sie Geld verdienen, in Wasserburg können sie was aufbauen, müssen sich aber mit einer Aufwandsentschädigung zufrieden geben. Dafür müssen sie aber nicht mehr fünfmal pro Woche trainieren und weite, zeitaufwendige Auswärtsfahrten in Kauf nehmen.“

Und dann geht Stürmlinger ins Detail: „Dominik Haas ist Lehrer in Haag an der Realschule und ist dort hauptberuflich engagiert, genauso wie sein Bruder Matthias, der bei der Sparkasse Wasserburg arbeitet. Georg Haas ist Elektriker und wohnt in Griesstätt und Niki Wiedmann macht zur Zeit eine Umschulung und ist mit ihnen befreundet.“ Alle Vier habe es nur „en bloc“ gegeben, Stürmlinger: „Sie wollten zusammen spielen und sie wollten für einen Verein spielen, bei dem sie tatsächlich was für die Zukunft aufbauen können.“ Die Verträge seien nur über persönliche Kontakte auf einer guten Vertrauensbasis entstanden. „Jetzt darf man nicht alles kaputtreden und so tun, als ob Wasserburg großkotzig über Geld alles regeln würde. Das stimmt in keinster Weise.“

Im Übrigen setze der TSV Wasserburg parallel voll auf eine erfolgreiche Jugendarbeit und werde sich bemühen, in Zukunft auch wieder eine A-Jugendmannschaft zu melden. 

Auch zur Kritik, der Zeitpunkt der Veröffentlichung sei jetzt, so kurz vor der Entscheidung in den Ligen, sehr ungünstig gewählt, nimmt der Wasserburger Abteilungsleiter Stellung: „Wir hatten doch gar keine andere Möglichkeit, als jetzt endlich an die Öffentlichkeit zu gehen. In Spielerkreisen und bei den Verantwortlichen war doch die Tatsache schon längst bekannt. Wir wurden ständig darauf angeredet.“

Stürmlinger abschließend in Richtung der Kritiker: „Unbestritten machen die Edlinger und Ramerberger eine hervorragende Jugendarbeit. Dass sie einen Nachbarverein jetzt öffentlich kritisieren, finde ich dennoch schade.“

Die vier Spieler im Porträt – einfach hier klicken.

 

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