TSV-Leichtathleten weiter auf Erfolgskurs

Klasse-Ergebnisse der Wasserburger bei den jüngsten Wettbewerben

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IMG_8655_kWährend die meisten Wasserburger das letzte Wochenende wohl dazu genutzt haben, bei sommerlichen Temperaturen den Tag gechillt in der Sonne zu verbringen oder ein erfrischendes Bad in einem der Heimat-Seen zu genießen, strotzten die Athleten des TSV Wasserburg vor sportlicher Aktivität – und das auch noch mit großem Erfolg. 

Bei der Sparkassen-Gala in Regensburg ging Johanna Windmaier als einzige Wasserburger Teilnehmerin an den Start.

In dem mit nationalen und internationalen Topathleten besetzten Wettkampf, darunter 1.500-Meter-Läuferin Corinna Harrer oder der Deutsche Meister im 100-Meter-Sprint, Sven Knipphals, gehört die 18-jährige Abiturientin aus Wasserburg zu den großen deutschen Nachwuchshoffnungen im Weitsprung und im Hürdensprint. Und dieser Hoffnung wurde Johanna wieder einmal mehr als gerecht. Im Weitsprung gelang ihr mit 5,56 Metern als Dritte der Sprung auf das Podest.

Noch besser lief es im Hürdenlauf: Bereits im Vorlauf ließ die Zeit von 14,39 Sekunden aufhorchen. Dass die Modellathletin diese Zeit noch toppen konnte, überraschte selbst ihren Trainer Walter Kurzbuch. Bei 1,8 Sekunden Gegenwind lief Johanna einer neuen persönlichen Bestzeit von 14,36 Sekunden entgegen. Schneller war nur ihre Konkurrentin Katharina Winkler von der LAC Quelle Fürth, die bereits im Bundeskader Hürden trainiert. Mit dieser Topleistung hat sich die sympathische Wasserburgerin eine hervorragende Ausgangsposition für die Deutschen Meisterschaften in Jena im August gesichert. Sollte sie eine ähnlich gute Zeit laufen können, hätte sie realistische Chancen auf eine Endlaufteilnahme.

Stabhochspringer Max Kurzbuch mit Saison-Bestleistung

Auch die Stabhochsprungtruppe des TSV war am Wochenende aktiv. Beim größten Stabhochsprungmeeting in Deutschland, „Touch the clouds“, in Gräfelfing, waren allerdings keine Wolken zu sehen, sondern nur Sonnenschein – meteorologisch wie sportlich gesehen.

Neben 100 Athleten aus Deutschland, Slowenien, Österreich und Italien traten Max Kurzbuch, Manuel Riemer, Nils Focke und Laura Kurzbuch zum Kräftemessen mit der Konkurrenz an.

Lag es an den lähmenden Temperaturen oder einfach an mangelnder Technik, dass am Samstag zunächst nur Max Kurzbuch mit vier Metern überzeugen konnte? Offensichtlich hatten sich die Vier für Sonntag einiges mehr vorgenommen oder einfach nur an die hohen Temperaturen gewöhnt.

Max Kurzbuch konnte mit 4,20 Metern eine Saison-Bestleistung aufstellen und belegte mit seiner Leistung den dritten Platz.

Manuel Riemer ließ sich von der Leistung seines Mannschaftskameraden geradezu anspornen. In seiner Altersklasse lieferte er sich einen packenden Kampf mit seinem Konkurrenten Philip Rostan vom TSV Plattling. Selbst ein schmerzhafter Fauxpas mit dem herab fallenden Stab und in der Folge eine dekorative Schramme am rechten Auge konnte Manuels Höhenflug nicht stoppen. Höher und höher katapultierten sich die Beiden in den Himmel und beendeten letztlich höhengleich bei, Achtung!, 4,20 Metern den Wettbewerb. Da Philip im Laufe des Wettkampfes einen Fehlversuch weniger hatte, ging der erste Platz an ihn und Manuel freute sich über Platz zwei mit neuer persönlicher Bestleistung. Beide verpassten mit dieser Höhe nur knapp die Qualifikationsleistung für die Deutsche Meisterschaft, die bei 4,30 Metern liegt.

Im Höhenrausch befand sich auch Nils Focke, der seit seiner Bestleistung von 3,80 Metern beim Wettkampf in Herzogenaurach an Pfingsten vor Selbstbewusstsein strotzt. Zu Recht, wie seine Leistung von Sonntag bestätigt. Auch der 16-jährige Edlinger motivierte sich zur neuen persönlichen und Saisonbestleistung von 3,90 Metern und ist damit heißer Anwärter auf den nächsten Wasserburger Viermeterspringer. Belohnt wurde Nils mit dem fünften Platz in der Altersgruppe U18.

Die einzige Wasserburger „Dame“ beim „Touch the clouds Meeting“ war Laura Kurzbuch, die von der ganzen Familie und Trainer Michi Grabl unterstützt wurde. Doch seit ihr in Innsbruck letzte Woche bei übersprungenen drei Metern, der Stab gegen die Latte gefallen ist und der Versuch ungültig gewertet wurde, ist irgendwie der Wurm drin. Die anvisierte Höhe von 3,00 Metern und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft verpasste sie deutlich, was viele Tränen bedeutete und dicke Umarmungen von Mama und Papa bedurfte.

Dennoch ist die Leistung mit übersprungenen 2,75 Metern für den Laien mehr als eindrucksvoll, bedarf es doch ein Höchstmaß an Mut und Bauchmuskulatur diese Höhe überhaupt zu erreichen. Kleines Trostpflaster für Laura war denn auch der dritte Platz in ihrer Altersgruppe W15.

Als schwierigster Teil des Wettkampfes entpuppte sich das After Work-Programm für die Wasserburger Athleten. Doch unter der sachkundigen und stimmgewaltigen Führung ihres Trainers Walter Kurzbuch meisterten die Sportler auch diesen Part. Ein melodisches „Lalala“ zur Unterstützung des engagierten Liedermachers, der das Showprogramm am Abend einleitete und Walter und die erfolgreichen Burschen auf die Bühne bat, zeigte, dass auch in diesem Metier demnächst mit den TSV-Athleten zu rechnen ist.

CP/Fotos: Maximilian Kurzbuch

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