Ticket für „Bayerische Meisterschaft“ gelöst

Basketball: Erfolgreicher Wasserburger Nachwuchs

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TheresaStechlNachdem sich die Mädchen der U15-Bayernliga als Hauptrundenzweiter für die Playoffs in Nördlingen qualifiziert hatten, startete die Reise schon am Freitag, um ausgeruht am Samstag in die Spiele gehen zu können. Ein gemütliches Frühstück im Gasthof und ein Spaziergang zur Halle schienen die optimalen Vorbereitungen für einen beinahe perfekten Tag zu sein. Neben dem Gastgeber und ungeschlagenem Ersten der Bayernliga Nord, Nördlingen, hieß es in diesem Turnier gegen den Dritten und Fünften aus dem Süden, MTV München und Rosenheim, sein Können zu beweisen.

Das erste Spiel für die Innstädterinnen ging gegen den Lokalrivalen Rosenheim; in der Hauptrunde konnten die Wasserburgerinnen das erste Spiel knapp für sich entscheiden, mussten sich im Zweiten allerdings geschlagen geben – so stand es eins zu eins und die Partie wurde von den beiden Trainerinnen als wohl spannendstes Spiel des Wochenendes ausgeschrieben. Viele der Spielerinnen trainieren zusammen in der Nachwuchsbundesliga-Mannschaft des TSV und kennen sich daher sehr gut auf und neben dem Feld.

Mit hohem Tempo und Intensität starteten die Wasserburgerinnen in das Spiel und bewiesen sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung, dass sie in den letzten Wochen hart an sich gearbeitet hatten. Spielzüge griffen ineinander, der Ball wurde geteilt und gute Entscheidungen getroffen; so wurden auf der einen Seite leichte Punkte erzielt und durch eine konsequente Verteidigung über das ganze Feld auf der anderen Seite eben diese verhindert. Dieser Einsatz wurde durch einen Start-Ziel-Sieg (80:67) belohnt, welcher allen Zuschauern sehr imponierte. Das zweite und letzte Spiel am Samstag startete um 18 Uhr sehr spät für eine junge Mannschaft; dieses Mal hieß der Gegner MTV München – auch hier konnte jede Mannschaft in den vergangenen Spielen einmal als Sieger vom Feld gehen.

MTV München war mit einem Rumpfkader von nur sieben Spielerinnen, ohne ihre Topscorerin, angereist und hatten das erste Spiel des Tages sehr deutlich gegen Nördlingen verloren. Während die Münchnerinnen einen Sieg benötigten, um überhaupt noch eine geringe Chance auf das Weiterkommen zu wahren, bedeutete ein Sieg für die Innstädterinnen das sichere Weiterkommen zu den Bayerischen Meisterschaften. Ein wenig zu locker wurde das Spiel von Wasserburger Seiten begonnen und den Gegnern so leichte Ballgewinne und Punkte unter dem Korb ermöglicht. Das anstrengende Spiel gegen Rosenheim in den Knochen, konnte im Angriff nicht mehr so explosiv agiert werden, unter dem Korb machte sich die fehlenden Größe im Wasserburger Kader merkbar und so gestaltete sich ein spannendes Spiel.

Am Ende profitierte das Team dann von seiner starken Bank und konnte das Spiel mit großer Energieleistung mit 68:77 für sich entscheiden. Vollkommen erschöpft von den zwei Spielen fielen die Mädchen am Abend trotzdem glücklich mit der Gewissheit „Wir sind bei den bayerischen Meisterschaften“ ins Bett, um dann am Sonntag zur Kür gegen Nördlingen anzutreten. Dass die Gastgeber eine überragende Mannschaft sind, haben sie schon über die Saison und auch in den beiden Spielen am Samstag bewiesen, bei welchen sie jeweils über hundert Punkte erzielt hatten und ihre Gegner sehr blass aussehen ließen. „Nördlingen über vierzig Minuten ärgern, Sachen ausprobieren, schauen, welche Waffe in drei Wochen helfen könnte und die Gegner unter hundert Punkte halten“, waren die Anweisungen für das Spiel.

Ein schneller Start von Nördlingen zeigte schon in den ersten Minuten klar die Machtverhältnisse im Spiel auf, doch davon ließen sich die Wasserburgerinnen nicht beirren: wie geplant wurden verschiedene Systeme ausprobiert und Schritt für Schritt konnte man sich im zweiten Viertel heranarbeiten. Zehn Punkte Differenz zeigte die Anzeige nach dreizehn gespielten Minuten, dieser Abstand sollte aber der geringste in dem Spiel sein. Viele leichtsinnig verlegte Korbleger oder Fehlpässe führten zu einem Zwanzig-Punkte-Rückstand zur Halbzeit, nach welcher dann die Kräfte endgültig nachließen und die Einsatzzeit auf alle Spielerinnen nun großzügig verteilt wurde, um verschieden Konstellationen auszuprobieren.

Am Ende gewann Nördlingen dann deutlich mit 90:51 und ist somit erneut Ausrichter der bayerischen Meisterschaft am 18./19.04.2015, auf welche sich das Team nun vorbereitet. „Am Samstag – vor allem im Spiel gegen Rosenheim – haben die Mädels bewiesen, dass sie zu den besten Mannschaften in Bayern gehören. Die Teilnahme an dem Turnier haben sie sich hart erarbeitet und redlich verdient, ein großes Lob an das ganze Team, das am Wochenende sehr gut harmoniert hat und es so erfolgreich gemeistert hat.“ SOA

Es spielten (Punkte gegen Rosenheim/MTV/Nördlingen):

Brichta A. (0/-/0), Denner P. (3/-/0), Friedlhuber V. (0/2/2), Glasl S. (-/0/-), Hageneder L. (6/-/0), Heppel K. (8/12/7), Hofmeister A. (4/2/1), Huber P. (15/30/16), Ikanovic A. (-/0/-), Klemm L. (6/5/2), Mashas S. (-/0/-), Priller J. (0/10/5), Raithel H. (3/2/2), Scholzgart M. (5/0/10), Stechl T. (30/14/6)

Foto: Theresa Stechl erzielte am Wochenende insgesamt 50 Punkte für Wasserburg – Foto: Margit Kopp-Brosi

 

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