Tanzen mit zwei bezaubernden Solistinnen

Großer Abend des Kammerorchesters Wasserburg im Rathaussaal - Neuer Dirigent

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1Gibt es ein schöneres Motto als das Tanzen? Quer durch alle Epochen konnte man es beim großen Konzertabend des Wasserburger Kammerorchesters mit neuem Dirigenten Stefan Unterhuber (vorne) im schönsten Ambiente – dem Rathaussaal – erleben. Und vor allem spüren. Von Händels Wassermusik-Suite über den beschwingten Blumenwalzer aus Tschaikowskys Nussknacker bis zur innigen Valse triste von Sibelius und der edlen Pavane von Maurice Ravel. Wie Hände über Tastaturen tanzen können, das zeigte passend dazu die bezaubernde Yume Hanusch aus Edling (Foto) am Flügel, die Chopins Grande Polonaise Op 22 geradezu fesselnd interpretierte und tosenden Applaus erhielt …

Fotos: Renate Drax

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Ebenso faszinierend tanzend die Finger von Silke Aichhorn, die mit einer Suite für Harfe und Streicher von John Rutter an der Harfe verzauberte.

3Ich bin der Neue. Das sagte Stefan Unterhuber charmant lächelnd zum Auftakt – ein ehemaliger Student vom bisherigen, langjährigen Dirigenten Klaus Kaufmann – der sowohl an der Musikhochschule in München als auch am Mozarteum in Salzburg in seiner Klasse studierte. Mit spürbar viel Gefühl und Leidenschaft stand Unterhuber an diesem Premieren-Abend seinem Orchester vor …

Stefan Unterhuber, der Musiklehrer am musischen Ignatz-Günther Gymnasium in Rosenheim ist, hat das volle Vertrauen des Orchesters sowie von Klaus Kaufmann und so ist das Wasserburger Kammerorchester in eine neue Phase eingetreten. Das Publikum im Rathaussaal war begeistert von dieser Premiere.

4Der Orchesterverein besteht zur Zeit aus etwa 30 aktiven Mitgliedern. Diese Zahl ist über die ganzen Jahre in etwa konstant geblieben, was nicht heißt, dass das immer dieselben waren. Vier sind noch Gründungsmitglieder: Dr. Peter Hanusch, Dr. Sigi Seubert, Dr. Hanna Voglrieder und Ingrid Flaskamp. Im Lauf der Jahre waren schon weit über hundert Geiger, Bratscher, Cellisten und Kontrabassisten und -Innen Mitglieder des Orchesters

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6Das Wasserburger Kammerorchester wurde im Jahre 1975 vom Klaus Kaufmann gegründet. Das erste Konzert des Orchesters fand im historischen Rathaussaal zu Wasserburg am 13. März 1976 statt. Die 13 hat sich, wie man sieht, als Glückszahl erwiesen. Seither haben wir über 60 Konzerte gegeben mit Komponisten von Albinoni bis Zelter. Dabei waren auch Konzerte, wie man sie in dieser Zusammenstellung nur selten zu hören bekommt, so die Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach für zwei, drei und vier Klaviere oder alle fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven an zwei hintereinander folgenden Abenden.

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8Berühmte Künstler haben als Solisten mitmusiziert, wie der Bariton Walter Berry und solche, die später berühmt wurden, wie Cornelia Flade. Sie ist heute eine der bekanntesten Sängerinnen und singt an der Met in New York oder an der Scala in Mailand unter ihrem Künstlernamen Cornelia Kallisch. Zu ihnen gehört beispielsweise auch Florian Sonnleitner, Konzertmeister des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks oder Edgar Gredler, Solocellist beim Bayerischen Rundfunkorchester. Mitglieder von Spitzenorchestern aus München und Salzburg waren sich nicht zu schade, sich in unsere Orchestergemeinschaft einzureihen. Das gilt insbesondere für die Besetzung der Bläserstimmen.

Viele junge Musiker erhielten hier erstmals die Gelegenheit, mit einem Orchester solistisch aufzutreten. Besonders Konzerte mit Jugendlichen wurden mit viel Beifall bedacht. Die Jüngste, eine Geigerin, war erst fünf Jahre alt. 

Tanzende Hände in Wasserburg:

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