Staudham: Badestrand platt gemacht

Eigentümer verliert keine Zeit - Petitionsausschuss ist offenbar weiter untätig

image_pdfimage_print

P1060407_kTränen am Familienstrand! Als am 1. September der Bagger anrückte, staunten die Badegäste am Ufer des Staudhamer Sees nicht schlecht. Innerhalb kürzester Zeit waren Sandkasten, Bänke und Umkleiden dem Erdboden gleichgemacht. Kinder brachen in Tränen aus, meldeten Zeugen, die die Räumarbeiten live verfolgten. Am 31. August war – wie berichtet – der Pachtvertrag des Landkreises mit dem Eigentümer ausgelaufen. Nur einen Tag später, morgens um 9 Uhr, kam das Räumkommando …

Sabine Riemer von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Badestrandes ist enttäuscht: „Obwohl der Petitionsausschuss des Landtages immer versichert, dass alles noch in der Schwebe sei, werden hier vollendete Tatsachen geschaffen.“ Es habe offenbar zwei Tage vor der Räumung noch einen Ortstermin mit dem Eigentümer und den Behörden gegeben. „Über diese Begehung und die dann beschlossene Räumung wurden wir nicht einmal informiert. Es läuft alles so, wie wir befürchtet haben. Es wird viel geredet und versprochen, der beliebte Badestrand am Seeufer in Staudham geht aber nach und nach für die Öffentlichkeit verloren.“

nachher

Der Sandkasten für die Kinder, die Ruhebänke und die Umkleide sind Geschichte.

Lesen Sie dazu auch:

Staudhamer See: Keine Einigung! 

Da Huaba moand … schnell is wos anders!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

13 Gedanken zu „Staudham: Badestrand platt gemacht

  1. Wer Kindern einen Sandkasten wegnimmt und durch sture Eigensinnigkeit Kinder zum Weinen bringt, den soi da Blitz beim… Mehr fällt mir da nimmer dazu ein.

    0

    0
    Antworten
    1. Zitat aus dem Duden: „asozial = unfähig zum Leben in der Gemeinschaft, sich nicht in die Gemeinschaft einfügend; „

      0

      0
      Antworten
      1. Um so etwas zu schreiben, sollte man alle Hintergründe kennen. Tun Sie das? Sylvia.
        wissen Sie ob Ihre Aussage zutreffend ist?
        Ich meine, das ist so nicht in Ordnung.

        0

        0
        Antworten
    2. Das letzte Mittel zum Protest das mir persönlich bleibt, ist, ab sofort alle
      Einrichtungen in Staudham zu meiden. Man wird mich in der
      Landwirtschaft und in den Geschäften dort als Gast oder Kundschaft
      nicht mehr sehen. Ich kann nur allen, die die Schließung des Badestrands
      ebenso bedauern, bitten, dies ebenso zu halten.

      0

      0
      Antworten
      1. Marie Bauernschmid

        Da keiner weiß, wer GK ist, fällt es sowieso nicht auf, wenn er in kein Staudhamer Geschäft kommt.
        Karl, dir kann ich nur zustimmen !

        0

        1
        Antworten
    3. Artikel und Kommentare auf Bild – Niveau !

      0

      0
      Antworten
  2. Auch wenn die Kommunisten jetzt am Schreien sind, wir leben hier in einem Rechtsstaat.

    Nutzt man fremde Flächen ist man nun einmal auf die Gunst bzw. das freiwillige Handeln des Eigentümers angewiesen. Wer diesen medial durch den Dreck zieht und dann auch noch von geltungssüchtigen Personen via Petition mit Zwangsenteignung droht, braucht sich nicht zu wundern wenn der die Schnauze gestrichen voll hat.

    Anstelle einer längeren einvernehmlichen Konsensbildung, welche auch mal das ein oder andere Zugeständnis erfordert hätte – oder auch das Schätzen dieses Geschenks mit einhergehender Rücksichtnahme auf den Eigentümer in früheren Jahren, wurde nur alles als selbstverständlich angesehen. Wahrscheinlich wurde er sogar blöd angemotzt wenn er mal was gesagt hat.

    Schade, dass vom Räumkommando im Vorfeld nichts bekannt war, am liebsten hätte ich mitgeholfen oder zumindest ne Brotzeit vorbeigebracht.

    0

    0
    Antworten
    1. Klar ist das ein kontroverses Thema. Aber wer die Berichterstattung verfolgt hat, hat auch gemerkt, dass durchaus Zugeständnisse angeboten und Kompromisse gesucht wurden. Und auch früher schon gemacht wurden (wäre mal eine interessante journalistische Recherche, z.B. zum Thema Baugenehmigung). Zum Thema Geschenk: Waren die Pachtzahlungen so niedrig?

      Es gibt im Deutschen den Spruch „Eigentum verpflichtet“, und man kann nicht jeden, der sich darauf bezieht, gleich als Kommunisten bezeichnen. Genausowenig, wie man jeden, der nicht alles teilen will, was er hat, gleich als Egoisten bezeichnen kann. Die Wahrheit liegt – wie immer – dazwischen, und ohne Zugeständnisse von beiden Seiten wird sich nie ein Kompromiss finden lassen. So, wie sich im Moment die Berichte lesen, scheint mir aber auf einer Seite keine Kompromissbereitschaft vorhanden zu sein.

      0

      0
      Antworten
  3. Schade, dass es vorbei ist. Danke an die Eigentümer, dass wir den Strand so lange nutzen durften.
    Eigentum bleibt Gott sei dank immer noch Eigentum und jeder hier in Bayern ist darüber froh, dass keiner seinen eigenen Grund für andere hergeben muss, nur damit andere sich dort vergnügen können.
    Auf andere schimpft sich halt immer leicht.

    0

    0
    Antworten
  4. War es wirklich so schlimm, dass das Grundstück als Badestrand genutzt wird? Die bayerischen Sommer sind ja selten wirklich lange zum Baden geeignet. Was macht der Eigentümer denn jetzt damit, welchen Nutzen hat es für ihn? Geht es ihm jetzt so viel besser?
    Angelika

    0

    0
    Antworten
    1. Art 14 Satz 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland:
      Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

      Art. 141 Abs. 3 Satz 1 der Bayerischen Verfassung:
      Der Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, insbesondere das Betreten von Wald und Bergweide, das Befahren der Gewässer und die Aneignung wildwachsender Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang ist jedermann gestattet.

      0

      0
      Antworten
      1. Dein Kommentar passt. Selbst 2 EURO in der Tasche und will über das Vermögen von Herrschaften …
        verwalten.
        Backe kleine Brötchen und frage beim Eigentümer demütig an. Dann könntest ggf. ( die Betonung liegt auf ggf.) auf Erfolg hoffen. Aber mit dummer Frechheit wirst Du nichts erreichen. Aber jetzt ist es zu spät.

        0

        0
        Antworten
      2. Wenn sich jedermann ordentlich benommen hätte und mit der Natur achtsam umgegangen wäre, glaube ich, dann hätten wir das auch weiter nutzen dürfen.

        0

        0
        Antworten