Stadtarchiv: Vorsorge im Großformat

Konservierung und Restaurierung der städtischen Plansammlung vorgestellt

image_pdfimage_print

abb2_kWasserburgs Stadtarchivar Matthias Haupt stellte am Wochenende im Rahmen des „10. Nationalen Aktionstages für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts“ die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahme der städtischen Plansammlung vor. Anlässlich des Aktionstages, an dem sich bundesweit Archive und Bibliotheken beteiligten, überreichte Bürgermeister Michael Kölbl den Archivalienpaten Dankurkunden. Mit den in den Patenschaften wurde die Sicherung, Reinigung und Konservierung des Alten Archivs unterstützt, die 2014 zum Abschluss kam.

Das gesamte historische Archiv der Stadt Wasserburg von 1301 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ist nun komplett konservatorisch gesichert.

abb1

Bürgermeister Michael Kölbl dankt dem Vorstandsvorsitzenden der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg, Direktor Schwertberger und der Kolpingsfamilie, vertreten durch Vorstandsmitglied Frau Betzl, die in den Jahren 2013 und 2014 neben vielen weiteren Paten das Stadtarchiv unterstützt haben. Foto: Stecher.

Nach einem kurzen Rückblick über die Bestandserhaltungsmaßnahmen des Stadtarchivs, zur Sicherung des schriftlichen kulturellen Erbes der Stadt, stellte Stadtarchivar Matthias Haupt die Maßnahmen zum Erhalt der städtischen Plansammlung vor: An Beispielen von historischen Lageplänen, Bauplänen, Skizzen, Leitungs- und Konstruktionsplänen der Kaserne im ehemaligen Salzstadel, der Erweiterung des Heilig-Geist-Spitals um das Pensionat II im 19. Jahrhundert, der Stadterweiterung im Burgerfeld seit den 1910er und 20er Jahren, der Kanalisierung der Altstadt seit 1893 und des Straßenbaus im Altstadtgebiet seit dem Rückbau der Stadtbefestigungsanlagen im 19. Jahrhundert, wurden die verschiedenen Bauaufgaben der Stadt im Hoch- und Tiefbau, der Daseinsvorsorge und der Baugenehmigungsverfahren erläutert.

Neben ihren Inhalten, wurden Fotos der Schadensbilder dieser Pläne vor der Konservierung und Restaurierung gezeigt sowie die verschiedenen Restaurierungswege des Plan legens, des Risse schließens, der Fehlstellenergänzung, der Entfernung von nicht alterungsbeständigen Verklebungen sowie der Reinigung der Bestände erläutert. Die Zuhörer zeigten sich beeindruckt, als sie Fotos derselben Pläne nach ihrer jeweiligen Behandlung und der Schadensbehebung sahen.

Archivar Haupt erläuterte den interessierten Gästen der Veranstaltung, dass von zirka 4.000 in das Stadtarchiv übernommenen, teils großformatigen Einzelplänen bisher knapp 3.000 Pläne archivfachlich erschlossen werden konnten und mit ihren jeweiligen Schäden in einem Schadenkataster erfasst sind. Gemäß ihrer Klassifizierung im Schadenkataster konnten im Jahr 2013 die ersten 1.500 Pläne für die Konservierung und Restaurierung berücksichtigt werden. 200 Pläne waren hierunter behandlungsbedürftig. Das Schadenkataster dient nun in den kommenden Jahren als Planungsinstrument für weitere Konservierungen und Restaurierungen an diesem wertvollen Archivbestand der Stadt. Fotos: Stecher 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.