Stadtarchiv trifft Vorsorge im Großformat

Zum 10. Nationalen Aktionstag: Konservierung und Restaurierung der Plansammlung

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DSC_0119_kVor zehn Jahren, am 2. September 2004, brannte die Herzogin Anna Amalia-Bibliothek. Vor fünf Jahren, am 3. März 2009, stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein. Auch das Hochwasser an Elbe und Donau im Jahr 2013 hat, wie zuvor schon 2002, Archive und Bibliotheken in Mitleidenschaft gezogen. Am 30. August 2014 findet daher der 10. Nationale Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts statt, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Das Stadtarchiv Wasserburg beteiligt sich an diesem Aktionstag mit einer Veranstaltung vor Ort. Vorgestellt wird die, vom Stadtarchiv durchgeführte und als Modellprojekt durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags und der Kulturstiftung der Länder, geförderte Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahme der städtischen Plansammlung.

 

Vor der Restaurierung: Plan mit Schnitt und Grundriss zur Planung eines Pflasterzollhäuschens an der Köbingerbergstraße, 1903-1905, Stadtarchiv Wasserburg am Inn, VR468-c. Dieser Plan wies zahlreiche Risse und Fehlstellen auf, war brüchig mit Knicken und Falten. Zudem verursachten alte, nicht alterungsbeständige Klebestreifen Flecken und Verfärbungen.

Im Jahr 2013 wurde die Planüberlieferung des Stadtbauamtes, die in etwa 4.000 Pläne umfasst, nach der Übernahme in das Stadtarchiv archivfachlich erschlossen. Mit der Erschließung des Planbestandes wurde eine wichtige Lücke für die bauhistorische Forschung Wasserburgs geschlossen. Neben den bereits in den Jahren 2006-2012 erschlossenen Bauverwaltungsakten, ergänzen nun die technischen Bauzeichnungen, Skizzen, Fassaden-, Grundriss- und Aufrisspläne sowie Baupläne und Bebauungspläne den Bestand.

 

 

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