Sporthallen leeren sich

Weil kaum noch Flüchtlinge im Landkreis ankommen - Raublinger Halle ist als nächstes dran

image_pdfimage_print

halle1-1200x786 Landrat Wolfgang Berthaler atmet spürbar auf. Denn die Zeiten, in denen ihm wöchentlich Busse voller Asylbewerber vor die Tür gestellt wurden, gehören wohl erst einmal der Vergangenheit an. Am Rande des Sicherheitsgespräches mit der Polizei (wir berichteten) stellte er in Aussicht, dass die derzeit mit Flüchtlingen belegten Turnhallen im Landkreis nach und nach bald wieder ihrer ureigenen Bestimmung übergeben werden können.

In Bad Aibling sporteln sie bereits wieder nach Stundenplan und auf dem Schulgelände. Nachdem die Asylbewerber aus der Turnhalle des Gymnasiums weggezogen sind, können hier die Schüler wieder Sportunterricht machen. Doch das soll erst der Anfang sein.

Auch die anderen Sporthallen des Landkreises, die derzeit noch mit Flüchtlingen belegt sind, werden wohl Zug um Zug für den Schulsport zur Verfügung stehen. Es gehe der Reihe nach – nach der Belegung. Wie berichtet, sei die Realschul-Turnhalle in wasserburg demnach die letzte, die frei werde, da sie auch als letzte Halle belegt worden sei.

Wolfgang Berthaler: „Wir hatten Zeiten, in denen wir wöchentlich 129 Asylbewerber unterbringen mussten. Das hat sich jetzt Woche für Woche reduziert und nun hat uns die Regierung signalisiert, dass wir in diesem Monat sogar keinen Asylbewerber mehr zugewiesen bekommen.“

13 bis 14 Personen in der Woche können vom Landratsamt derzeit dezentral untergebracht werden, die Aussicht auf eine Normalisierung der Lage sei groß.

berthaler_1

Deshalb hofft Berthaler (l.), dass nun auch die Sporthalle des Raublinger Gymnasiums bald wieder leer und somit für die Schüler nutzbar wird. „Wir wollen mit Raubling anfangen, das wird in etwa drei bis vier Wochen soweit sein, dann soll Prien leer werden und schließlich auch die anderen Hallen im Landkreis.“

Seit fast einem Jahr leben Flüchtlinge in der Raublinger Sporthalle. Ob der Zustand der leeren Hallen dauerhaft sein wird, kann der Landrat allerdings nicht vorhersagen. Da sei wieder die große Politik gefragt – und da seien Bürger wie Kommunalpolitiker vor Überraschungspaketen nie sicher.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.