SPD: „Mit Ergebnis trotzdem zufrieden“

Ortsvorsitzender Wolfgang Janeczka zieht erste Bilanz

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janeczkaDie Wasserburger SPD nach der langen Wahlnacht  – sie ist hin und hergerissen! Da ist zum einen das überragende Ergebnis von Bürgermeister Michael Kölbl, zum anderen ist man aber auch der Verlierer der Wahl. Zwei Sitze müssen die Sozialdemokraten nämlich im Stadtrat an andere Gruppierungen abgeben. „Das ist in der Hauptsache dem neuen Wahlverfahren nach Hare-Niemeyer geschuldet“, sagt der Ortsvorsitzende der SPD, Wolfgang Janeczka. Aber man habe auch Wähler an die Linken verloren…

„Wenn das neue Verfahren, das vor allem den kleineren Parteien hilft, bereits 2008  gegolten hätte, wären uns damals schon die Sitze verloren gegangen“, so Janeczka. Man sei deshalb mit dem jetzigen Ergebnis sehr zufrieden, wenn man auch mit Burkhard Martl und Helmut Schedel zwei wichtige Fraktionskollegen verloren habe. „Vielleicht haben wir uns aber auch bei der Diskussion über die geplante Deponie nicht klar genug dem Wähler vermittelt. Da haben die Grünen vermutlich mehr gepunktet, obwohl wir fast genau die selben Positionen vertreten“, gibt Janeczka zu bedenken.

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4 Gedanken zu „SPD: „Mit Ergebnis trotzdem zufrieden“

  1. Angry watercastle Youth

    Die Androhung einer Sperrstunde sollte man auch nicht vergessen und dass die SPD keinerlei Eindruck erweckt, als ob ihr die Jugendthemen irgendwie am Herzen liegen – dafür hat man die Quittung bekommen.

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  2. Angry watercastle Youth

    Wobei man natürlich auch die Frage stellen muss, inwieweit ein Stadtrat und Bürgermeister legitimiert sind, wenn ihn fast 60% der Bürgerinnen und Bürger NICHT gewählt haben – die Wasserburger Politiker sollten sich mal fragen, warum in Wasserburg die Politikverdrossenheit so groß ist, 6 Jahre wird man jetzt nämlich wieder sehr wenige Politiker auf der Straße sehen.

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  3. Das Ergebnis ist für mich eigentlich recht einfach zu deuten: Beim Bürgermeister hatte man die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Bei der Wahl der Stadträte hatte man mehr Möglichkeiten, seine Unzufriedenheit mit der doch recht trägen SPD-Politik in Wasserburg auszudrücken. Noch lieber wäre es mir und wahrscheinlich vielen anderen gewesen, wenn es eine echte Alternative zu Bürgermeister Kölbl gegeben hätte. Jetzt haben wir halt wieder ein paar Jahre Politik des Aussitzens und Abwartens. Zumindest aber mit mehr Widerstand im Stadtrat.

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  4. Wilsmann Thomas

    Die sehr schlechte Wahlbeteiligung ist eigentlich das viel größere Ärgernis! 43,8 % ist fast eine Schande. Der Hauptgrund dürfte die Verweigerung bzw. Unfähigkeit der CSU sein, einen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten aufzubauen. So waren es einzig die Grünen, die sich überhaupt die Mühe machten, eine personelle Alternative anzubieten… auch wenn das Ergebnis nicht besonders rühmlich ausfiel, zolle ich den Grünen Respekt dafür!

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