Sparkasse: Nach wie vor auf Erfolgskurs

Zahlen sprechen für sich - Weiter in Stadt und Altlandkreis stark vertreten

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sparkasse-vorstand_kPositive Bilanz in einer für Banken äußerst schwierigen Zeit: Die Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg stellte heute ihre aktuellen Zahlen vor. Und das nicht ohne Stolz: „Trotz der aktuellen Bankenkrise denken wir nicht daran, auch nur eine Zweigstelle in Stadt und Altlandkreis zu schließen. Ganz im Gegenteil, wir bauen die eine oder andere sogar noch aus“, sagte Vorstandsvorsitzender Richard Steinbichler (links) im Beisein von Vorstand Peter Schwertberger (Mitte) und Abteilungsleiter Marketing Robert Minigshofer. Im übrigen sei der historische Niedrigzins in der Geschichte nicht einmalig. Bereits 1807 und 1927 habe es diese Situation gegeben. Die Gründe …

… seine 1807 in der Dominanz Napoloeons auf dem europäischen Festland und der Kontinentalsperre gegen England gelegen, die für ein Zusammenbrechen der Wirtschaft gesorgt habe. 1927 seien die Aktien ins Unermessliche gestiegen, damals habe die Reichsbank massiv eingegriffen, so Steinbichler. „Und heute sorge die zum Teil miserable Wirtschaft in den südeuropäischen Staaten für eine Wirtschaftskrise, die wir in Mitteleuropa gar nicht so spüren“, ergänzte Peter Schwertberger. Beide sind sich aber einig: Ein Negativzins ist zwar undenkbar, die goldenen Zeiten für die Banken sind aber vorerst vorbei.

Altlandkreis_kNach wie vor steht der Kunde bei der Sparkasse natürlich im Mittelpunkt: 21 Geschäftsstellen im ganzen Altlandkreis Wasserburg und in der Stadt – man setze weiter auf eine starke Präsenz in der Fläche und demonstriert damit die Nähe zu ihren Kunden. „Wir sind und bleiben vor Ort und stellen uns der ganz persönlichen Verantwortung”, sagte Vorstandsvorsitzender Richard Steinbichler bei der Präsentation der Bilanz. Insgesamt entwickele sich die Sparkasse trotz der niedrigen Zinsen in praktisch allen Geschäftsbereichen äußerst gesund. Der Vorstandsvorsitzende: „Wir halten uns nach wie vor für eine Mustersparkasse und bekommen das nach Prüfungen auch regelmäßig bestätigt.“

Und das untermauern auch die Zahlen. Im Vergleich zu 2013 wachsen sie allesamt: Die Bilanzsumme um satte 60 (!) auf 982 Millionen, die Summe der Gesamteinlagen um 33 auf 734 Millionen und die Gesamtausleihungen um 12 auf 617 Millionen Euro im Jahr 2014. „Wir sind zuversichtlich, dass wir demnächst die Milliarde an Bilanzsumme knacken werden. Das haben wir übrigens schon einmal geschafft – zu D-Mark-Zeiten“, so Steinbichler schmunzelnd.

Zu diesen positiven Aspekten kommt noch ein bayernweit herausragendes Eigenkapital von über 132 Millionen Euro (2013: 127 Millionen). Lediglich die Ertragslage verbesserte sich nicht. Sie sank von 2,7 auf rund 1,9 Millionen, was in der Hauptsache dem Zinsproblem geschuldet sei, so der Vorstandsvorsitzende. „Damit haben aber alle Banken zu kämpfen.“

Zu den einzelnen Geschäftsbereichen nahmen die Vorstandsmitglieder abwechselnd Stellung. Schwertberger zeigte zunächst die positive Entwicklung im Kreditgeschäft auf. Die Kreditzusagen seien auf 140 Millionen Euro in 2014 gestiegen. Rekord für die Sparkasse Wasserburg. Beim Wertpapier- und Investmentgeschäft setze man nicht alles auf eine Karte, sondern gehe strukturiert vor. Das Depotvolumen sei auf 78 Millionen Euro gestiegen, die Deka-Bestände um elf auf 132 Millionen Euro.

Online-Banking nimmt weiter zu

Zum kompletten Online-Bereich nahm Peter Schwertberger Stellung. Immer mehr Kunden würden das Online-Banking nutzen. Die Online-Banking-Quote liege mittlerweile bereits bei 39 Prozent, „Tendenz steigend.“ Die Sparkasse baue diesen Bereich mit zahlreichen Zusatzangeboten stetig aus. Und das dankten die Kunden auch, was man an der wachsenden Zahl an Girokonten ablesen könne. „Das ist unser Basisgeschäft. Da wollen wir erster Ansprechpartner, erste Anlaufstelle sein“, so Schwertberger.

Eine zentrale Rolle nimmt bei der Sparkasse Wasserburg von jeher die Verbundenheit mit der Stadt, dem Altlandkreis und seinen Menschen ein. Das zeige sich Bereich Spenden und Sponsoring besonders, so Richard Steinbichler. Insgesamt habe die Sparkasse im vergangenen Jahr wieder fast 200.000 Euro an Vereine und Institutionen im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich ausgeschüttet. Und da seien die Gelder aus den Stiftungen noch nicht mal mit eingerechnet. „Wir nehmen unsere soziale Verpflichtung ernst und sind sicher zusammen mit den heimischen Molkereien die größten Sponsoren.“

Der Vorstandsvorsitzende konnte wie alle Jahre auch von einigen Baumaßnahmen seiner Bank berichten. So sei man gerade dabei, die Zweigstelle in St. Wolfgang umzubauen.  Größtes Projekt bleibt auch 2015 die Renovierung des alten Amtsgerichtes in der Wasserburger Altstadt (Kernhaus), das sich im Besitz der Sparkasse befindet (wir berichteten). „Da gab es einige Überraschungen, wir sind aber guter Dinge, unseren Zeitplan einhalten zu können.“ (Ausführlicher Bericht folgt).

Abschließend sparten die Vorstände Steinbichler und Schwertberger nicht mit Lob für ihre Mitarbeiter (244). 15 Azubis sind derzeit bei der Sparkasse beschäftigt. Und die Bank sucht weiter nach qualifiziertem Nachwuchs. Heuer stehen acht Ausbildungsplätze zur Verfügung, die noch nicht besetzt seien. Nach wie vor mangle es an qualifizierten Bewerbern.  HC

 

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