Schwemmgut der Woche: Frittatensuppe aus Kundl

Was der Inn so alles mit sich bringt (Teil 1)

image_pdfimage_print

scanKarte_kWir haben mal gerechnet: Rund 300 000 Kubikmeter Wasser, also rund 2,2 Miliionen Badewannenfüllungen an sedimentgetrübtem Wasser spült der gute alte Inn jeden Tag an Wasserburg vorbei. Und das nur im Durchschnitt. Wenn er schlecht gelaunt ist, kann sich das erheblich und bedrohlich steigern. Allerhand Schwemmgut bringt der Inn die ganze Woche über mit: Äste, Schlamm, manchmal leere Plastikflaschen, ganze Bäume und Auto-Teile. Wir werden uns die nächste Zeit mal am Ufer umschauen – und das Schwemmgut der Woche präsentieren. Unsere erste Trophäe, gefunden von übenden Bürgerspielern zwischen Gries und Realschule:  Eine Speisekarte des Gasthauses „Kundler Klamm“. Warum die Feuerwehr ihre Hände mit im Spiel hat?

 

Kundl liegt oberhalb von Kufstein und Wörgl, das Gasthaus an einer engen Stelle der Wildschönauer Ache, die bei Kundl in den Inn fließt. Wie die Speisekarte in den Wildbach, damit in den Inn und schließlich fast 90 Flußkilometer weiter nach Wasserburg gelangte, ist unklar. Allerdings könnte die Kundler Feuerwehr maßgeblich für das Schwemmgut verantwortlich sein. Im November vergangenen Jahres brannte es in der Gaststätte (http://www.youtube.com/watch?v=d_BEXDRi93s).

Nicht klären konnten wir, ob das Gasthaus wieder geöffnet hat. Ein Anruf versandete: „Der Teilnehmer ischt derzeit nüchcht erreichbar“ hieß es in feinstem Tirolerisch am anderen Ende der Leitung. Schade: Eine Frittatensuppe für 2,80 Euro geht eigentlich immer! (HC)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.