„Schüler für Integration und Solidarität“

Erfolgreiche Veranstaltungen zur Integration an der Beruflichen Oberschule Wasserburg

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SAM_1030Der vom Landesschülerrat unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Dr. Spaenle ausgeschriebene Wettbewerb „Lern Support Refugees – Schüler für Integration und Solidarität“ stieß bei den Vertretern der SMV an der Beruflichen Oberschule Wasserburg auf großes Interesse. Zusammen mit der Schulleitung entwickelten sie ein Konzept für einen Themennachmittag „Flucht & Migration – Wie können wir helfen?“

Am ersten dieser Nachmittage erhielten die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Begrüßung durch die Schülersprecherin Isabel Klemm und den Schulleiter zunächst Informationen und eine Einstimmung auf das Thema Integration durch drei Inputreferate von Max Windholz (Clowns ohne Grenzen), Hanna Wirth (Dekanin des Evangelisch-Luthrischen Dekanatsbezirks Rosenheim) und Dr. Stefan Schweitzer (Arbeitskreis Asyl Edling) sowie ein von Flüchtlingen auf Trommeln dargebotenen Musikstück.

Aufmerksame Zuhörer als Gäste bei der Veranstaltung für die Klassen 11Sb, 11Tb, 11Wb u. Vkl waren dabei auch der Ministerialbeauftragte für die Beruflichen Oberschulen in Ostbayern  Klaus Vietze (auch Schulleiter der BO Straubing) sowie Gerhard Heindl (Schulleiter der Berufsschule Wasserburg), Josef Huber (Helferkreis in Steinhöring), Bürgermeister Michael Kölbl, Beatrix Jäger (Elternbeirätin der FOS Wasserburg), Helmut Puchner (Elternbeirat der FOS WS), Mahalia Schaller (Migrantin aus Manila/Philippinen), Markus Steinmaßl (Dienststellenleiter der Polizei Wasserburg), Edith Stürmlinger (Kulturreferentin der Stadt Wasserburg), Franz Zähringer (Beratung für akademische Berufe an der Agentur für Arbeit Rosenheim), Otto Zwiefelhofer (Dritter Bürgermeister der Stadt Wasserburg) sowie Damen und Herren aus den Lehrerkollegien der BS Wasserburg und der BO Wasserburg.

Bei der Veranstaltung für die Klassen 11Sa, 11Ta, 11Wa u. 11Wc übernahm den Part von Dr. Schweitzer Andrea Lübben, Pädagogische Mitarbeiterin beim Kreisjugendring Mühldorf. Als Gäste waren erneut Huber, Schaller, Zähringer und Zwiefelhofer und darüber hinaus Nazan Akin (Familienberaterin AWO Ortsverein Wasserburg), Gabi Brei (Abteilungsleiterin Basketball im TSV 1880 Wasserburg), Josef Graml (Elternbeiratsvorsitzender der FOS Wasserburg), Bastian Kückel (Schulverbindungsbeamter der Polizei Wasserburg) sowie Claudia Romer (Stellvertretende Schulleiterin BS WS) anwesend.

Alle Gäste und Schüler tauschten sich im zweiten Teil der Veranstaltung in zehn gemischten Arbeitsgruppen intensiv über das Thema „Flucht und Migration“ aus und überlegten sich umsetzbare Hilfsangebote, die sie auf vorbereiteten Plakaten festhielten.

Nach dem von jeweils einer Schülergruppe dargebotenen Musikstück stellten die Berichterstatter aller zehn Gruppen ihre Plakate mit entsprechenden Erläuterungen vor. Abschließend erklärten an jedem der beiden Veranstaltungen deutlich mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler parallel zu den von der Schülerin Christine Wieser am Keyboard beziehungsweise Lena Seitz am Schlagzeug und Sophia Wohlmuth an der Harfe dargebotenen musikalischen Klängen ihre Bereitschaft zur Hilfe bei wenigstens einem der erarbeiteten Hilfsangebote. Ein überaus erfreuliches Gesamtergebnis der Veranstaltung.

Vor dem Hintergrund der positiven Rückmeldungen über die seit dem Schulhalbjahr 2015/16 an den drei staatlichen Beruflichen Oberschulen in Kempten, Weiden und Würzburg versuchsweise angebotene Integrations-Vorklasse hat Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle inzwischen entschieden, dass diese um weitere fünf Standorte ausgebaut werden kann. Für diesen Ausbau wurde auch die Berufliche Oberschule Wasserburg ausgewählt und damit beauftragt, zum Schuljahr 2016/17 als weitere Pilotschule eine Integrations-Vorklasse für aus dem Ausland zugezogene Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache zu bilden.

Zudem wurde vom Bildungsministerium nunmehr mitgeteilt, dass an der Beruflichen Oberschule Wasserburg im Schuljahr 2016/17 Haushaltsmittel für das zusätzliche Personal für zwei vollzeitschulische Berufsintegrationsklassen zur Verfügung stehen.

Termine für eine Informationsveranstaltung und die Anmeldung für die Integrations-Vorklasse sowie die beiden vollzeitschulischen Berufsintegrationsklassen werden in Kürze bekannt gegeben.

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5 Gedanken zu „„Schüler für Integration und Solidarität“

  1. Warum wird hier nicht erwähnt,
    dass Teilnahme Pflicht war?
    WARUM ?

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    1. Was heißt hier „Pflichtveranstaltung“: Wer partout Angst davor hat, dass seine Ressentiments und Vorurteile (genau darum handelt es sich nämlich meistens) gegenüber den Flüchtlingen der Realität nicht standhalten, meldet sich eben krank (viele der Schüler werden schon volljährig sein und unterschreiben den Krankmeldezettel selbst). Vielleicht sind die Schüler eben doch offener als es den „Gerd’s“ dieser Welt recht ist und wollen sich informieren, bevor sie sich eine Meinung bilden.

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  2. Ein zweifelsohne sehr wichtiges und sinnvolles Projekt! Leider wird es durch die unsäglichen Namens- und Funktionsaufzählungen in dem Pressetext der Schule komplett unverständlich, weil schlichtweg unlesbar.

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  3. Hier müsste die Teilnahme auf alle Fälle freiwillig sein, weil es hier um keinen Unterricht im Sinne des Bildungsauftrages handelt.
    Warum sollte man einen Arzt aufsuchen (Krankschreibung), nur weil man an diesem Projekt nicht teilnehmen will?
    Alles sehr irre !!

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    1. Hier kennt jemand den Artikel 131 der Bayerischen Verfassung nicht:
      1.Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.
      2.Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.
      3.Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen.
      Alle drei Absätze wurden mit den Veranstaltungen zur Integration an der Beruflichen Oberschule Wasserburg befördert.
      Mein Tipp: Integrationskurs besuchen, dort wird man mit unserer Verfassung vertraut gemacht!

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