Schranke zu: SPD-Kandidaten dahinter

Heute Pressekonferenz am Bahnübergang in Reitmehring

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Fotos: Renate Drax

Fotos: Renate Drax

Reitmehring – Gleich vier Mal – oder war es fünf Mal – gingen die Schranken zu am Bahnübergang Reitmehring, als vor knapp einer Stunde ein Pressetermin vor Ort anstand. Autos über Autos samt Lastwagen – Wartezeit über Wartezeit. Ein ganz normaler Donnerstag. Fast: Denn die ganze Kandidaten-SPD für Landtag, Bezirkstag und Bundestag marschierte auf – einschließlich Wasserburgs Stadtoberhaupt Michael Kölbl. Und stand auch erst mal vor verschlossener Schranke – siehe Foto …

OLYMPUS DIGITAL CAMERANachdem auch der Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages vor wenigen Wochen grünes Licht für das 21 Millionen Euro-Projekt – die geplante Beseitigung des Bahnübergangs Reitmehring durch eine Tunnellösung – gegeben hatte (wir berichteten mehrmals), nutzten die derzeitige Noch-SPD-Bundestagsabgeordnete für Rosenheim, Angelika Graf, und der bayerische Landesgruppenchef der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Burkert, dessen Besuch im Wahlkreis Rosenheim für eine Vor-Ort-Besichtigung. Ist Burkert doch auch der sogenannte Bahn-Politische-Sprecher der SPD im Bundestag und will sich verstärkt um die Verkehrssicherheit im Lande kümmern. Er war eigens aus Nürnberg angereist.

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Die versammelte SPD: von links Elisabeth Jordan, Maria Noichl, Martin Burkert, Michael Kölbl, Dr. Manfred Bischoff, Abuzar Erdogan, Werner Gartner und Angelika Graf.

Überrascht zeigte sich MdB Martin Burkert schon ein wenig von der extremen Situation in Reitmehring. Lärm, Auto um Auto, Laster um Laster – gefühlt alle paar Minuten ein Stau. Bürgermeister Michael Kölbl erläuterte die Tunnel-Pläne und schilderte auch Situationen, wie sie fast täglich vorkämen. Am vergangenen Samstag beispielsweise um 11 Uhr vormittags habe es sich auf Staudhamer Seite bis zur Adler Kiesgrube zurückgestaut. „Da stehst dann erst mal a hoibe oder gar a dreiviertel Stund …“, betonte das Stadtoberhaupt gegenüber Burkert. „Pressiern derfs dir do ned.“ Kölbl vermutet, dass sich alle – vor allem die Anwohner – aber noch mindestens fünf Jahre gedulden müssen, bis es mit dem Tunnel soweit sei. Als nächster Schritt folge das Planfeststellungsverfahren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer SPD-Landesgruppenchef Burkert – der auch Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist – erklärte, er wolle sich jetzt vor allem dafür einsetzen, dass die Gelder auch wirklich nach Reitmehring fließen. Man dürfe nicht vergessen, dass 30 Milliarden Euro anstehen zur Ausgabe. Davon sollen nach seiner Auskunft elf Milliarden in den Straßenbau, 17 in den Schienenverkehr und zwei in die Wasserstraßen verteilt werden. Nachdem Südbayern bisher recht gut weggekommen sei bei der Gelder-Verteilung, habe er etwas Sorge, dass man in Zukunft nicht berücksichtigt werde. Genau hier aber müsse man ansetzen und darauf pochen, dass die Gelder fließen für diesen Tunnelbau. Zum Glück seien sich ja alle Fraktionen hier einig, sagte er quasi heute direkt an der Schranke in Reitmehring stehend. Mit dabei waren auch bei dem Ortstermin:

Abuzar Erdogan, Bundestagskandidat und Student.

Dr. Manfred Bischoff, Landtagskandidat Rosenheim Ost, ist auch Vorsitzender der SPD im Landkreis Rosenheim und Gemeinderat in Feldkirchen-Westerham

Elisabeth Jordan, Bezirkstagskandidatin Rosenheim West, Stadträtin in Rosenheim und die Vorsitzende der Frauen in der SPD Rosenheim.

Maria Noichl, Landtagsabgeordnete und Kandidatin für Rosenheim West.

Werner Gartner, Bezirkstagskandidat Rosenheim Ost, Wasserburger Stadtrat, Kreisrat, Lehrer an einer Förderschule.


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Ein Gedanke zu „Schranke zu: SPD-Kandidaten dahinter

  1. Warum eigentlich ein Tunnel? Warum keine Brücke über die Gleise?

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