Ruhestörung: Polizei nimmt Stellung

Am Freitag wieder zwei Einsätze in der Bäckerzeile in Wasserburg

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BlaulichtSeit mehreren Wochen und Monaten beschäftigt die Polizisten der Wasserburger Inspektion eine Gaststätte in der Altstadt. Insgesamt sind seit Freitagnacht nun zehn Ruhestörungen in einem Zeitraum von rund einem Jahr dokumentiert. In den frühen Nachtstunden wurden die Beamten zu Fall Nummer neun der Gesamtliste gerufen. Anwohner hatten überlaute Musik aus der Gaststätte in der Bäckerzeile mitgeteilt. Die Streifenbesatzung musste feststellen, dass in der eigentlich als „Schankwirtschaft“ genehmigten Gaststätte tatsächlich diskoähnlicher Betrieb mit überhöhter Lärmbelästigung stattfand.

Nach Belehrung und Eröffnung der Anzeige wegen Ruhestörung sicherte der Betreiber zu, die Lautstärke der Musik deutlich auf das erlaubte Maß zu reduzieren. In Schankwirtschaften darf Hintergrundmusik laufen, welche Gespräche in normaler Lautstärke ermöglichen muss.

Da der Betreiber diese Zusage nicht eingehalten hatte, mussten die Polizeibeamten gegen 4.20 Uhr zu Fall Nummer 10 erneut anrücken. Abermals hatten Anwohner überlauten Betrieb mitgeteilt. Die Beamten stellten auch in diesem Fall eine viel zu laute Musik und somit diskoähnlichen Betrieb fest. Doch diese Mal wurde die Musik abgestellt und die Party war beendet.

Die Polizei Wasserburg prüft nun, in wie weit dem Betreiber als Verantwortlichen dokumentierte gesundheitliche Folgen der Anwohner gegebenenfalls angelastet werden müssen. Die gesundheitlichen Schädigungen waren durch die immer wiederkehrenden, über einen längeren Zeitraum anhaltenden, Lärmbelästigungen entstanden. Es könnte der Anfangsverdacht einer „fahrlässigen Körperverletzung“ bestehen.

grafDazu Kriminaloberkommissar Robert Graf, Leiter der Polizeiinspektion Wasserburg: „„Zweifelsohne werden die Lärmbelästigungen durch diese Gaststätte, aber auch die anderer Gaststätten im Altstadtbereich, im Fokus der Behörden, speziell in dem der Polizeiinspektion Wasserburg bleiben. Ein tragfähiger Kompromiss zwischen Feiern und Leben in der Altstadt sollte das Ziel sein.“

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