Reise durch fünf Jahrhunderte

Ehemalige Sammlung Bernd Joa: Neueröffnung im Brucktor heute Abend - Ein Einblick

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dsc_1607Die historischen Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus der Sammlung von Bernd Joa sind jeder für sich ein kleiner Zeitzeuge, der Wasserburgs Geschichten aus fünf Jahrhunderten erzählt. 2007 wurde die Zusammenstellung mit einem Schenkungsvertrag an die Stadt Wasserburg übergeben. Nach dem Auszug des imaginären Museums in Wasserburg wird Joas Sammlung nun im Brucktor ausgestellt. Die Eröffnung findet heute, Dienstag, um 19.30 Uhr in der Kirche des ehemaligen Spitalgebäudes statt, der Eintritt ist frei.

Pfarrer Bernd Joa, der seiner Leidenschaft noch viele Jahre seines Lebens widmen wird, führt durch seinen großen Schatz und erzählt zu manch einem Gemälde etwas über dessen Künstler oder Anekdoten zu bestimmten Stücken. Ganze 400 Bilder sind Teil der Sammlung. Einige Gegenstände restaurierte der Kunstliebhaber sogar selbst.

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Werke wie die der Wasserburger Künstler Geigenberger und Baumgartner, die besonders der schönen Front der Stadt mit roter Brücke, Brucktor und Kirchtürmen in ihren Kunstwerken viel Aufmerksamkeit widmeten, sind hier ausgestellt und entsprechend in Szene gesetzt worden.

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Kripperlfiguren, Modelle aus Ton oder Holz, historische Madonna-Figuren und eine selbst gezeichnete Innschleife, die die umliegenden Klöster markiert, sind Teil der einzigartigen Sammlung.

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Besonders stolz ist Joa auf die ältesten Schätze der Sammlung: Silberpfennige aus dem 14. Jahrhundert. Auch die berühmten Wasserburger Schnupftabak-Dosen finden sich hier wieder.

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Bei der Führung am heutigen Abend sind auf jeder Etage Spezialistinnen und Spezialisten zu finden, die etwas zu den jeweiligen Ausstellungsstücken erklären können.

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Die Idee, einen sprichwörtlichen „roten Faden“ durch die Ausstellung zu ziehen – durch rote Fensterrahmen, Stühle und Holzdetails, die sich von altweißen und cremefarbenen Tönen der Wände und Vorhänge abheben und somit die Farben der Stadt symbolisieren, stammt von Joa selbst.

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Die einmalige Sammlung lädt ein zu einer Reise durch Jahrhunderte und ist definitiv einen Besuch wert. Bisher sind neben der heutigen Eröffnungsveranstaltung Führungen nur nach Absprache geplant.

HF

 

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