Polizei warnt auch alle Bank-Mitarbeiter

Raffinierte Betrüger-Truppe aus dem Ausland bedrängt derzeit Senioren

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BlaulichtAltlandkreis – Auch heute am Mittwoch erreicht uns erneut eine Warnung der Polizei vor Betrügern am Telefon. Eine raffinierte Truppe aus dem Ausland bedränge derzeit vor allem Senioren immer wieder telefonisch. Nachdem zum Beispiel über ein Zeitschriften-Abonnement oder eine „Umfrage“ die Anschrift der Opfer feststehe, werden diese zunächst mit völlig unberechtigten Forderungen diverser Firmen überhäuft, sagt die Polizei aus Wasserburg am Nachmittag. Es gehe am Ende um Geld-Transfers, vor denen die Polizei auch alle Bank-Mitarbeiter warnt und um sensibles Vorgehen bittet …

Viele betroffene Senioren würden aus Angst und Unwissenheit bezahlen, weil diese Schreiben auch mit drastischen Drohungen verbunden seien. Ungeachtet, ob nun bezahlt wird oder nicht, werde dann  die „Rettung“ wiederum am Telefon angeboten …

Es handele sich um die gleichen Betrüger. Man werde sich um die Löschung der Daten kümmern, die hier im Umlauf seien. Dazu müsse man aber Geld in die Türkei senden, stets per Western Union! So heißt es heute weiter.

Die eingeschüchterten Opfer transferieren dorthin manchmal hohe Summen, die dann unwiderbringlich verloren sind, sagen die Beamten weiter.

An Polizei und auch Angehörige werde oft aus Scham nicht herangetreten oder erst, wenn bereits viel Geld verloren sei. Diese Scham sei jedoch aufgrund der Professionalität der Täter unangebracht. Nicht zuletzt werden die Opfer auch noch als „Geldwäscher“ eingesetzt, das heißt, sie leiten fremde Geldeingänge von ihrem eigenen Konto wiederum per Western Union in die Türkei, wodurch sie sich sogar selbst strafbar machen.

Die Polizei empfiehlt dringend, grundsätzlich immer zu überlegen, ob eine berechtigte Forderung vorliege. Sei dies nicht der Fall, könne man diese Schreiben getrost ignorieren. Bei Unsicherheit sollte man den Verbraucherschutz oder auch die Polizei kontaktieren, unbedingt aber bevor man etwas bezahle.

Oft bringe auch eine einfache Suche im Internet bereits zu Tage, dass man ein betrügerisches Schreiben erhalten habe. Bei den penetranten Telefonanrufen helfe einzig die eigene Nummer zu ändern und nicht mehr veröffentlichen zu lassen, da die Täterschaft über ständig wechselnde Nummern agiere.

Rufen Sie diese Nummer auch niemals zurück! So warnt die Polizei Wasserburg weiter – und wendet sich auch an alle Bank-Mitarbeiter: Ebenso werden Poststellen sowie Banken um sensiblen Umgang mit ihren meist langjährigen Kunden gebeten, wenn diese plötzlich ohne ersichtlichen Grund größere Summen in die Türkei transferieren möchten.

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