Polizei: Ruhezeiten zur WM können sich ändern

Aber kein Freifahrtschein für übermäßige Lärmbelästigung - Die Spielregeln

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WMGleich mal das Wichtigste vorweg zur WM – oder genauer gesagt zum Public Viewing zur WM ab übermorgen: Die üblichen Ruhezeiten gelten zwischen dem 12. Juni und 13. Juli nicht! Das teilt das Polizeipräsidium Oberbayern am heutigen Nachmittag mit. Der Bundesrat habe für die Zeit der Fußball-WM eine Ausnahme von der Lärmschutzverordnung – grundsätzlich geregelt im Bundes-Immissionsschutzgesetz – erlassen. Alle Kommunen können für die Übertragungen auf Großleinwänden die üblichen Lärmschutzzeiten aufheben, auch wenn es später werde als 22 Uhr. Allerdings sei dies kein Freifahrtschein für übermäßige Lärmbelästigung …

Diese werden nach wie vor konsequent geahndet, heißt es heute von der Polizei. Grundsätzlich wären Toleranz auf der einen und Rücksichtnahme auf der anderen Seite die besten Voraussetzungen für stimmungsvolle Abende.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht vor der Tür und zahlreiche Fußballfans fiebern dem Höhepunkt des Jahres entgegen. Die Anhänger des runden Leders stehen bereits in den Startlöchern und freuen sich auf die besonderen Abende mit Gleichgesinnten – Anwohner hingegen sehen dem Ereignis mit gemischten Gefühlen entgegen, fürchtet die Polizei. Aufgrund der fünfstündigen Zeitverschiebung ertöne ja in Brasilien der Schlusspfiff, wenn hier für viele bereits Schlafenszeit sei.

Auch wenn noch kein einziges Spiel begonnen hat – das Thema Autokorso ist für die Polizei schon im Vorfeld ein besonderes Thema. Sie sagt: Bei aller Freude gelten weiterhin die Regeln des Straßenverkehrs und der Rücksichtnahme auf unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Auch bei Schrittgeschwindigkeit und in Feierlaune müssten die Verkehrsregeln eingehalten werden. Rote Ampeln überfahren oder Alkohol am Steuer seien absolut tabu. Die Polizei werde insbesondere bei Gefährdungen, groben Verkehrsverstößen oder Straftaten konsequent einschreiten.

Jetzt wird’s in der polizeilichen Mitteilung heute richtig ausführlich. Hier ein Auszug:

Wer sich aus dem Fenster oder Schiebedach lehnt, um besser die großen Fahnen schwingen zu können, oder sich gar auf die Motorhaube setzt, gefährdet nicht nur sich und seine Gesundheit, sondern im Falle eines Unfalls auch seine Versicherungsansprüche. Im übrigen ist für die ordnungsgemäße Besetzung des Fahrzeuges der Fahrzeugführer verantwortlich.
Die Durchführung eines Autokorsos stellt eine übermäßige Straßenbenutzung dar und bedarf grundsätzlich der Erlaubnis der Straßenverkehrsbehörde. Bei einer spontanen Durchführung trifft die Polizei die notwendigen Maßnahmen und legt die erforderlichen Auflagen fest. Autokorsos können toleriert werden, wenn die Beeinträchtigung Dritter auf ein zumutbares Maß minimiert ist.

Wenn die Spielregeln diesbezüglich eingehalten werden, habe auch die Polizei gegen friedlich feiernde Fans auf der Straße nichts einzuwenden.

Dann lass ma’s doch mal beginnen – die scheena WM-Spiele!

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