On tour mit Christine Neubauer

Die Bairische Komödie Wasserburg von Jörg Herwegh auf Erfolgskurs

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graefin-richterVon Jörg Herwegh (Foto) 2014 gegründet, kann die Bairische Komödie Wasserburg schon eine kleine Erfolgsbilanz vorlegen. Mit „Die Spanische Gräfin“ aus der Reihe „Das Königlich Bayerische Amtsgericht“ tourten die Wasserburger durch Bayern. In der Titelrolle: Der bekannte Film- und Fernseh-Star Christine Neubauer. 

 

 

Über 20 Vorstellungen in großen Städten (wie München, Ingolstadt, Fürth, Regensburg), in größeren ( wie Bamberg, Bayreuth, Kempten) und in kleineren (wie Weiden oder Garmisch-Partenkirchen) wurden absolviert.

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Leiter und Regisseur Jörg Herwegh: „Viele der Theater kannte ich ja durch meine Schauspieler-Engagements zum Beispiel beim Freien Landestheater Bayern, aber Organisation und Transport von Bühne und Schauspieler mit sofortigem Abbau nach der Vorstellung, ist schon nochmal eine andere Baustelle. Das Ensemble hat spitzenmäßig mitgeholfen, allen voran Justizwachtmeister Wiggerl alias Steps Lossin, der mit mir in unserem kleinen Theater-Transporter immer vorausfuhr. Es waren wunderschöne Theater darunter wie das Stadttheater Kempten oder das Kurtheater in Bad Reichenhall, respekteinflößende wie das Prinzregententheater in München aber auch große Betonburgen mit problematischer Akkustik.“

Wie war die Zusammenarbeit mit Christine Neubauer?

„Unglaublich angenehm. Christine ist eine liebenswerte und bescheidene Frau, sehr diszipliniert, absolut professionell. Wir mussten einige schwierige Momente durchstehen. Da gab aber es keinen Streit, keine Zickereien, nur die gemeinsame Bemühung, das Beste aus der Situation zu machen. Wir hatten ja nur drei Proben miteinander. Logischerweise hat der ganze Ablauf anfänglich ganz schön geknirscht. Doch Christine und ihre neun Schauspiel-Partner von der Komödie haben sich von Vorstellung zu Vorstellung mehr gefunden.“

Was waren denn beispielsweise schwierige Momente?

„Einmal Probleme, die in unserer Struktur lagen. Wir brauchten teilweise Doppelbesetzungen, da zum Beispiel nicht jeder unserer Spieler beruflich  Freitagmittag losfahren konnte, um abends in Veitshöchheim nördlich von Würzburg auf der Bühne zu stehen. Wechselnde Partner mit wechselnden ,Temperaturen‘ erfordern viel Konzentration. Wir mussten auch umbesetzen. Das haben wir alles ganz gut hingekriegt. Ärgerlicher waren Probleme veranstaltungstechnischer Natur. Ich habe über die Branche in der Größenordnung im Schnelldurchlauf viel gelernt. Unser eigentlicher Veranstalter hatte das Gesamtpaket teilweise an weitere Veranstalter verkauft. Ein üblicher Deal. Die meisten waren okay. Aber einer, ein Ruach, wie wir in Bayern so sagen, hat an allen Ecken und Enden gespart und uns in einige Schwierigkeiten gebracht. So hatte er in Bayreuth das vertraglich ausgemachte Catering vergessen (nichts Besonderes, eine Brotzeit mit Getränken) und so mussten die Schauspieler nach einer stressigen Fahrt sofort mit knurrendem Magen auf die Bühne, da es vor Ort keine Möglichkeit gab, sich anderweitig zu verköstigen.

Schlimmer war aber, dass er nicht für die nötige akustische Verstärkung sorgte. Die teilweise sehr großen Hallen (zumeist ausverkauft) benötigen aber fein abgestimmte Funkstrecken. Da konnten an einigen Orten die Besucher weit hinten nichts verstehen und das gab böse Kritik. Doch die meisten Vorstellungen waren von der Resonanz sehr erfolgreich und es gab auch eine Menge guter Kritiken.“

Gibt es eine Fortsetzung?

„Ja, im Januar 2017 folgen zehn weitere Aufführungen der ,Spanischen Gräfin‘ mit Christine Neubauer. In unserer Nähe ist da zum Beispiel im K1 in Traunreut. Veranstaltungstechnisch ist alles abgesichert.“

Und wie geht es mit der Bairische Komödie Wasserburg weiter?

„Wir machen ja nicht nur Volkstheater. Mit unserer frechen Boulevard-Komödie ,Chili – ein scharfes Date“ sind wir unterwegs. Unter anderem spielen wir an Silvester hier in Staudham. Auch unser Karl-Valentin-Programm ,Das ist das Frappante# wird weiter aufgeführt. Das könnte ich sogar sehr gut verkaufen, aber mir geht ein bisschen die Zeit aus. Und wir sind gerade in Vorbereitung eines ,Miss Marple-Krimis‘, mit dem wir eventuell im Herbst 2017 touren.“

Auch mit bekannten Schauspielern?

„Oh ja, mit zwei bekannten Schauspielern. Er ist auch so etwas wie ein Fernseh-Star.“

Um wen es sich handelt, verraten sie aber nicht?

„Es gibt in den Verhandlungen noch einige zu klärende Punkte. Ich habe schließlich ein paar Lektionen gelernt. Wenn die Verträge unterschrieben sind, gehe ich damit an die Öffentlichkeit.“

Die Spieler der Bairische Komödie Wasserburg sind aber Amateure?

„Gemischt. Es sind Profis darunter, aber auch talentierte Amateure, die in das Ensemble passen.  Da suchen wir übrigens ständig neue Spieler.“

Wo kann man sich informieren?

„Über meine Homepage www.herwegh.info . Es wird aber in baldiger Bälde eine neue eigene für die Bairische Komödie Wasserburg geben.“

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Steps Lossin aus Wasserburg mit dem Fernseh-Star auf der Bühne.

 

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