Ois Guade, Dorle Irlbeck!

Kein Aprilscherz: Wasserburger „Institution" feiert heute ihren 80. Geburtstag

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DorleWer kennt sie nicht? Dorle Irlbeck, die Trägerin der Heiserer-Medaille der Stadt Wasserburg und der Ehrenmedaille des Heimatvereins. Die Wasserburger „Institution“, sie ist in vielen Ehrenämtern tätig, feiert heute ihren 80. Geburtstag. Die Wasserburger Stimme gratuliert herzlichst! Die großen Feierlichkeiten folgen noch. Dorle Irlbeck ist heute an ihrem Jubeltag mit ihrem Mann Alex unterwegs. Mit dem ist sie übrigens seit 60 Jahren verheiratet. Das Foto zeigt sie im Kreise ihrer Familie.

Die Jubilarin wurde am 1. April 1936 in Dinglingen im Schwarzwald geboren. Zusammen mit ihren Eltern kam sie 1938 nach Wasserburg, wo sie seither lebt.

Ihren Ehemann Alex lernte sie beim Tanzen im Rathaussaal kennen. Das war 1951. Fünf Jahre später wurde geheiratet, ein paare Jahre danach kam Sohn Mario zur Welt. Mit seiner Ehefrau Patricia schenkte er Dorle die Enkelkinder Aryd und Larsia. Mario führt nach wie vor die Traditions-Gerberei Irlbeck in Wasserburg – eine der letzten in ganz Bayern.

Ganz leicht hatte es die Familie von Dorle Irlbeck, geborene Knappe, vor allem in den Nachkriegsjahren nicht. Vater Kurt Knappe war Kriegs-Kreisleiter in Wasserburg und musste im Rahmen der Entnazifizierung Internierungslager und Arbeitsverbot über sich ergehen lassen.

„Schwere Jahre“, wie sich Dorle Irlbeck erinnert. „Uns fehlte der Ernährer und wir mussten uns um uns selber kümmern.“ Letztlich wurde der Vater, kurz vor Kriegsende von den Nazis noch zum Tode verurteilt,  aber als so genannter „Mitläufer“ eingestuft. Er kam 1951 wieder zur Familie zurück. Kurt Knappe war von 1951 bis zu seiner Pensionierung als einer der ersten Arbeiter der Besamungsstation der Molkerei Bauer-Schweizer tätig und in seinem Beruf weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Alex und  Dorle Irlbeck zogen 1955 in das Haus im Burgerfeld gegenüber der Christuskirche ein, in dem sie heute noch leben. „Das war früher das Pfarrhaus“, weiß die Jubilarin.

Ihre Schulzeit verbrachte sie im damaligen „Englischen Institut“ – als einziges evangelisches Mädchen unter lauter katholischen Mitschülerinnen.

Dann wechselte sie aufs Gymnasium. „Ein Studium konnte sich meine Eltern damals allerdings nicht leisten. So begann ich eine Ausbildung bei der ehemaligen Brennerei Siegl.“ Dort blieb Dorle Irlbeck bis zu ihrem Ruhestand 1978. „Ich war beim Siegl Mädchen für alles, hatte für viele Aufgaben freie Hand vom Chef“, erinnert sich Dorle.

Schon immer waren und sind die Stadt Wasserburg, ihre Geschichte und die Menschen der Jubilarin eine Herzensangelegenheit. Sie engagiert sich freiwillig in vielen Ämtern und als ehrenamtliche Helferin.

So zum Beispiel seit 30 Jahren beim städtischen Museum – „meine zweite Heimat“. Viele Jahre war Dorle Irlbeck in der Vorstandschaft des Heimatvereins und gehörte dem Kirchenvorstand an. In jüngster Vergangenheit organisierte sie für den Wirtschaftsförderungsverband die Aktionen „Stadt der Engel“, den Krippenweg und den Schaufensterwettbewerb zum Frühlingsfest. Wer die Jubilarin kennt, weiß, dass sie all ihre Aufgaben mit großem Nachdruck und Akribie zu erledigen weiß. Es ist schwer, bei Dorle Irlbeck „Nein“ zu sagen.

Die Jubilarin zu ihren vielen Tätigkeiten: „Ich kann das alles nur machen, weil meine Familie zu mir hält und mein Mann voll hinter mir steht.“  Gesund bleiben und weitermachen, Dorle! HC

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Ein Gedanke zu „Ois Guade, Dorle Irlbeck!

  1. Alles Liebe, Dorle! Gesundheit und noch viele, viele Jahre!!

    VG Karin Rumpfinger

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