Odelsham unter der Lupe

Dr. Christian Magerl, Landtagsabgeordneter der Grünen, macht sich selbst ein Bild

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magerl3Dr. Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag, besuchte am Wochenende Wasserburg und Babensham, um sich selbst ein Bild von der geplanten Deponie in Odelsham zu machen. Magerl, Landtagsabgeoordneter von Bündnis90/Die Grünen, folgte einer gemeinsamen Einladung des Wasserburger Ortsverbandes der Grünen und der Bürgerinitiative Wasserburger Land.

 

Mit mehreren Petitionen wehren sich die Bürger seit Jahren gegen den ungeeigneten Standort in Odelsham nahe der Wasserburger Altstadt. Mehr als 700 Bürger haben bei der ersten Auslegung des Planfeststellungsverfahrens Widerspruch eingelegt.

Obwohl in der Zwischenzeit seitens des Antragsstellers eine überarbeitete Planung vorgelegt wurde, sind noch viele Fragen offen. Diskutiert wurden die exponierte Lage direkt am Innufer, die Standfestigkeit des Deponiekörpers auf einer bereits verfüllten Fläche, die dauerhafte Abdichtung des Deponiekörpers gegenüber dem Grundwasser, die Nähe zu zahlreichen Schulen und dem Krankenhaus, die möglichen Emissionen durch die Asbestverfüllung, sowie der fehlende Bedarf.
Laut Magerl ist die lange Verfahrenslaufzeit außergewöhnlich. „Für mich ist die lange Verfahrensdauer ein klares Zeichen, dass die Genehmigung des Standorts sehr schwierig ist“, so Magerl. Nach der Vervollständigung der Antragsunterlagen hält Christian Magerl eine erneute Auslegung der Planung für dringend geboten. Damit hätten auch die Stadt Wasserburg und die Gemeinde Babensham erneut die Möglichkeit sich diesmal eindeutig gegen den Deponiestandort auszusprechen.
Dr. Christian Magerl sicherte zu, dass er sich im Rahmen der laufenden Petitionen für die Klärung der offenen Fragen einsetzen wird. Es bestehe die Hoffnung, dass sich nach dem Vorliegen aller Fakten auch die Mehrheit des Umweltausschusses gegen diesen Standort aussprechen könnte, so Magerl.

Auch die Bürger haben aktuell die Möglichkeit Ihre Ablehnung des Standorts der Regierung von Oberbayern mitzuteilen. Hierzu hat die Bürgerinitiative Postkarten drucken lassen. Die Postkarten liegen in verschiedenen Geschäften in Wasserburg und Umgebung aus und werden auch im Gemeindegebiet Babensham noch verteilt. SK

 

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