Noch fünf Wochen bis zum 7. Lauf!

Der dritte Lauf-Tipp von Sportmediziner Dr. Sinz: Es geht um die Lauftechnik

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025_1-Kopie-1-2-472x600Der Wasserburger Lauf zugunsten des Mehrgenerationenhauses – er hat mittlerweile Tradition. Zum 7. Mal geht er heuer in der Altstadt über die Bühne. Er findet am 29. Mai statt. In knapp fünf Wochen also. Wer sich bis dahin noch fit machen will, hat jetzt die beste Gelegenheit dazu. Der Sportpark Fit&Fun und die Wasserburger Stimme bieten zusammen mit Sportmediziner Dr. Sebastian Sinz ein Trainingsprogramm an: In sechs Wochen zum 7. Lauf – für alle Läufer und solche, die es werden wollen (wir berichteten). Hier der dritte Tipp für Läufer vom Sportmediziner: Effektiver Laufen durch den richtigen Laufstil.

Dr. Sinz: >> Mit Tipp 3 trainieren Sie ihren Laufstil und werden somit noch effektiver beim Laufen. Wer noch mehr Freude und Spaß beim Laufen haben will, sollte richtig laufen.

Mit der geeigneten Lauftechnik müssen Sie sich weniger anstrengen, beugen Überlastungen vor und werden dabei schneller und besser.

Zudem lässt sie ihr Laufstil noch eleganter und professioneller wirken.

Zudem erklärt Ihnen bei Tipp 4 – nächste Woche – unser Experte Dr. Sebastian Sinz den Unterschied zwischen Fersen-, Mittelfuß- oder Vorfußlauf- und verrät, für wen sich welcher Laufstil am besten eignet.

Ein wichtiger Hinweis für jeden ambitionierten Läufer: Öfter mal die Schuhe und das Terrain wechseln. Mal auf dem Laufband bei schlechtem Wetter, mal auf Asphalt mit gut gedämpften Schuhen, mal im Wald mit leichten Schuhen.

Durch unterschiedliche Belastungen auf den Bewegungsapparat werden somit lästige Beschwerden auf Sehnen und Gelenk vorgebeugt.

Egal, ob Anfänger oder schon ambitionierter Läufer: Mit einem guten Laufstil holen sie noch mehr aus ihrem Training heraus.

Haltung annehmen:

Ihr gesamter Körper ist leicht nach vorne geneigt.

Wenn Sie sich fühlen als würden Sie gleich vornüberkippen, stehen Sie genau richtig.

Laufen Sie doch mal im Schnee oder Sand: wenn sich Ihre Fußabdrücke etwas auf einer gedachten Linie überlappen, dann ist das Verhältnis zwischen Abduktoren (Oberschenkelabspreizer) und Adduktoren (Oberschenkelhinzieher) gleich.

Ansonsten geeignete Dehnübungen durchführen.

Kopf& Nacken:

Kopf hoch, Blick gerade nach vorne. Fixieren Sie einen Punkt, der immer ca. 10 Meter vor Ihnen auf dem Boden liegt. Dann ist der Kopf in der idealen Position. Die Schultern hängen lassen und nicht hochziehen, damit die Nackenmuskulatur nicht verspannt.

Beine:

Locker und gerade aus der Hüfte bewegt sich das Schwungbein nach vorne. Noch bis kurz vor dem Aufkommen ist es im Knie leicht gebeugt, das vermindert die Härte des Aufpralls.

Wenn Sie den Hopserlauf als Techniktranig einbauen, schaffen Sie bald einen höheren Kniehub beim Laufen und verlängern so ihre Schrittlänge.

Füße:

Hören Sie beim Aufprall ihrer Füße ein geräuschvolles Platschen oder hartes Aufschlagen der Ferse, dann läuft was falsch. Rollen Sie sanft ab. Der ideale Aufsetzpunkt befindet sich direkt unter dem Körper . So minimieren Sie die Aufprallkräfte und schonen so ihre Sehnen und Gelenke.

Schultern und Arme:

Die Arme scheinen locker gegengleich zu den Beinen und nur soweit nach vorne, bis die Ellenbogen auf Höhe der Hüfte sind. Nach hinten dafür etwas weiter.

Die Hände sollten eine Verlängerung der Arme bilden und nicht abknicken. Der Winkel im Ellenbogen soll immer 90 Grad betragen.

Oberkörper und Becken:

Der Oberkörper ist immer aufrecht und bleibt ruhig. Kein Eindrehen. Das Becken ist leicht nach vorne gekippt. Es ist demzufolge wichtig, die Rumpfspannung beim Laufen zu halten.

Probieren Sie es gleich aus.

Viel Spaß beim Training
Ihr Dr. Sebastian Sinz, Sportmediziner, Orthopäde, Ironman
laufen

 

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