Neuer Appell der Bürger an die Firma Zosseder

„Wollen kein Asbest nur 600 Meter von Bayerns größter Realschule entfernt"

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DeponieDie Bürgerinitiative Wasserburger Land ist enttäuscht über die Ablehnung ihrer Petition (wir berichteten). Gefordert wurde die Berücksichtigung einer Zwei-Kilometer-Schutzzone um Schulen und Kindergärten bei der Errichtung von Deponien, in denen krebserregende Stoffe wie Asbest eingelagert werden sollen. Mit knapper Mehrheit hat der Ausschuss dies abgelehnt. Dazu gab die Bürgerinitative gestern eine Presseerklärung heraus. Der Wortlaut …

„Die Begründung, dass eine pauschale Abstandsregelung keinen Sinn machen würde,
erschließt sich uns nicht, da in der Vergangenheit wiederholt und massiv aufgezeigt wurde, dass die bestehenden Regelungen und Kontrollen einen ausreichenden Schutz nicht gewährleisten konnten (Stichwort TechnoSan).

In der Praxis bedeutet die Ablehnung der Petition zum Beispiel, dass Windkrafträder in
der Nähe einer Schule verboten, Asbestdeponien aber genehmigungsfähig wären. Diese Regelung ist paradox: Anstatt das Risiko einer Gesundheitsgefährdung für Kinder zu minimieren, wird an unzureichenden und gescheiterten Methoden festgehalten.

Die Bürgerinitiative wird ihr Hauptaugenmerk nun auf die Verhinderung der geplanten Deponie Odelsham in unmittelbarer Nähe von Wasserburg richten. Nur 600 Meter von Bayerns größter
Realschule entfernt soll dort Asbest und weitere krebserregende Stoffe eingelagert werden. Um dies zu verhindern, wird die Bürgerinitiative den Schulterschluss mit der betroffenen Stadt und den umliegenden Gemeinden suchen.

Des Weiteren richten wir auch erneut einen Appell an die Firma Zosseder, die geplante Deponie fallen zu lassen: Der gesunde Menschenverstand sollte den Gesundheitsschutz der Jugend über wirtschaftliche Interessen stellen.“

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