Nationenfest: Wir setzen ein Zeichen!

Nächsten Samstag, 22 Uhr, Wasserburg: Mit leuchtenden Kerzen für Toleranz

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kinder„Zurück zu den Wurzeln“ – das ist den Organisatoren des Wasserburger Nationenfestes am kommenden Samstag, 11. Juni, in diesem Jahr ganz besonders wichtig. Denn das Nationenfest entstand Anfang der 90er Jahre als „Fortsetzung“ der Lichterketten nach den Angriffen auf Asylbewerber in Mölln, Rostock, Hoyerswerda, Solingen und weiteren Städten. Die Angriffe sind näher gerückt, bis hinein in den Altlandkreis. Zeit, wieder ein Zeichen zu setzen: Um 22 Uhr wird es beim Nationenfest am nächsten Samstag ganz ruhig. Die Festbesucher sind aufgefordert, mit einer flackernden Kerze in der Hand Teil eines leuchtenden Beispiels für Integration, Willkommenskultur und Toleranz zu sein. Und danach? Wird kunterbunt durcheinander gemeinsam weiter gefeiert. Das ganze Programm …

Wasserburg feiert! Nach dem Feuerwehrfest ist vor dem Nationenfest: Der Sommer kommt bestimmt und damit das bunteste Fest des Jahres! Es ist fröhlich, abwechslungsreich, mitreißend, lehrreich und schmackhaft  Menschen aus aller Welt feiern gemeinsam am kommenden Samstag, 11. Juni, ab 15.05 Uhr in der Altstadt. Ein tolles Programm wartet auf Groß und Klein …

Falafel oder Germknödel? Empanada oder Börek? Frühlingsrolle oder Hummus? Bigos oder Schnittlauchbrot? Caipirinha oder Mokka? Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch das Kennenlernen anderer Kulturen. Beim Wasserburger Nationenfest ist die kulinarische Weltreise ganz einfach: Durchs Festgelände in der Altstadt bummeln und an einem der fast 30 Stände eine der Spezialitäten probieren. Und dann am besten gleich noch mit dem netten Menschen hinter dem Stand ein wenig über dessen Heimat ratschen.

Erfahren, was die Initiative ‚Eine Welt‘ und ‚Terre des Femmes‘ so alles machen, Hilfsprojekte in Kamerun oder Wasserburg kennenlernen, Handarbeiten aus Asien und Lateinamerika  bewundern, hören, wie es den Flüchtlingen in Wasserburg geht, über Menschenrechte diskutieren oder mit Kommunalpolitikern über die Probleme im Ort  –  oder mit dem Nachbarn aus Thailand, Marokko, Argentinien, Schottland oder dem Libanon reden, das gehört beim Nationenfest dazu.

Und während die „Großen“ auf dem Festgelände unterhalten und informiert werden, sind die kleinen Gäste bestens im Kinderparadies am Kirchhofplatz aufgehoben. Da wird gemalt, gebastelt, gespielt, geschminkt, gewerkt, gesungen, gelacht.

Ob schräger Folkmix mit „HopStopBanda“ oder die Klezmer-Swing-Zirkusmusikmischung von „di farykte Kapelle“ – bei manch einem Auftritt fällt es schwer, ruhig stehen zu bleiben. Bauchtanz, Dudelsack – alles dabei. Stammgäste bestätigen: Musikalisch langweilig wird es beim Nationenfest nie.

Übrigens: Da der Aufbau für das Nationenfest um 12 Uhr in die heiße Phase geht, endet der grüne Markt an diesem Samstag besonders pünktlich.

Das Programm im Überblick:

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17 Gedanken zu „Nationenfest: Wir setzen ein Zeichen!

  1. Warum gedenkt keiner der durch Asylantenhand Getöteten ?
    Oder einfach nur des Opfers des Messerstechers von Wasserburg ?

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    1. Aus der Frage („keiner“) folgere ich, dass Bernd nicht der durch Asylantenhand Getöteten gedenkt. Warum nicht?
      Den beiden Fragen unterliegt zudem eine falsche Unterstellung: Ich gedenke ihrer.

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    2. Lassen Sie doch bitte Ihre geistige Brandstifterei. Bleiben Sie halt einfach dem Nationenfest fern. Keiner wird Sie vermissen!

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      1. Wir hatten schon mal so einen der ein freundliches Gesicht machte und dem alle nachgelaufen sind.

        Wir hatten schon mal so einen, bei dem man dann, als es nicht mehr gut lief, die Wahrheit nicht mehr sagen durfte.

        Wir hatten schon mal 6 schlimme Jahre und alle sagten dann: Davon haben wir nichts gewusst.

        Keiner kann mir heute noch erzählen, dass er die Absichten der aktuellen Politik nicht kennt.

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    3. Weil es das NATIONEN–Fest ist, bei dem die verschiedenen Nationen Wasserburgs gefeiert werden.
      Organisier doch du ein Fest in Wasserburg, das den Opfern der Asylbewerbern gedenkt! Aber hier bei den Kommentaren so was abzulassen ist schwach.
      Kritisierst du eigentlich auch das Frühlingsfest, weil es den Sommer, Herbst und Winter diskriminiert? Oder das Weinfest, weil es andere Getränke nicht feiert? Und wieso gibts den Christkindlmarkt, aber keinen Osterhasenmarkt?

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  2. Ein schönes Fest wird missbraucht als politische Kundgebung und die Üblichen nehmen wieder eine ganze Stadt in Geiselhaft.

    Ist es eigentlich noch möglich, „ganz normal“ miteinander zu feiern?

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    1. Wasserburger

      „Zurück zu den Wurzeln?“
      Was hat die Asylkrise 2016 mit der Asylsituation von den 90er Jahren zu tun ?
      Zugegebenermaßen waren bereits damals die Probleme der Zuwanderung sichtbar,
      aber das Ausmaß hat nichts mit der Situation von 2015/16 zu tun.
      (…) „Um 22 Uhr wird es beim Nationenfest am nächsten Samstag ganz ruhig. Die Festbesucher sind aufgefordert, mit einer flackernden Kerze in der Hand Teil eines leuchtenden Beispiels für Integration, Willkommenskultur und Toleranz zu sein.“
      Wer fordert hier auf?
      Wer hat es nötig dieses Fest für eigene Propaganda zu nutzen?

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    2. Meine Güte dann zünd du halt kein Kerzal an wenn du das gleich als Missbrauch des Festes und politische Kundgebung siehst.
      Ich finds eine nette Idee.

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    3. Steffi König

      Das Nationenfest hat einen bestimmten Hintergrund, und ausnahmsweise geht es bei diesem Fest nicht nur ums Saufen, sondern um ein friedliches Miteinander aller Nationen.
      Zitat: “ Denn das Nationenfest entstand Anfang der 90er Jahre als „Fortsetzung“ der Lichterketten nach den Angriffen auf Asylbewerber in Mölln, Rostock, Hoyerswerda, Solingen und weiteren Städten.“
      „Die Üblichen“ sind in diesem Fall übrigens die Veranstalter dieses schönen Festes. Und in den letzten 20 Jahren war es auf dem Nationenfest immer möglich „normal zu feiern“.
      Ich finde die Aktion super und freue mich schon aufs Nationenfest!

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      1. Die „Üblichen“ geben ein politisches Statement ab. Das kann man tun. Aber bedenken Sie, dass es nicht Ihre Stadt ist. Sonst könnte man auf die Idee kommen, eine Veranstaltung für den Schutz unserer Nation und Kultur in selber Größenordnung zu initieren. Wetten, dass Sie dann wieder mit Kerze unterwegs wären!

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        1. Nazis raus!

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          1. Martin, Sie zeigen hier sehr deutlich, wer und wo die wirklichen Nazis sind.
            Nämlich Sie.
            Wenn Argumente fehlen jemanden ohne jeglichen Hintergrund als Nazi zu defamieren ….. ja, da zeigen sich die wahren Nazis in und um Wasserburg. Hatten wir alles schon mal vor ca. 70 Jahren, dass man anders Denkende raus/weg haben wollte.
            Nichts anderes ist das Nazikeuleschwingen von Martin.

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        2. tk meint: „Aber bedenken Sie, dass es nicht Ihre Stadt ist.” Hier schreibt tk „Ihre” gross und meint damit wohl die Leser*innen von Wasserburger Stimme. Die Asylsuchenden oder andere kann tk nicht meinen, sonst müßte man „ihre” klein schreiben.
          Aber vielleicht ist tk mit der deutschen Sprache und Schrift nicht so vertraut.
          Ich entgegne: selbstverständlich ist Wasserburg unsere Stadt.
          tk kommt dann auf eine Idee und merkt nicht, dass das Nationenfest genau das ist: ein Fest als Ausdruck unserer Kultur. Wir in Bayern feiern gerne nach dem Motto: Leben und leben lassen! (Liberalitas Bavariae). Was tk als Menetekel an die Wand schreibt (oder ist es eine Drohung?) gibt es schon! (Ich habe gerade die römische und babylonische Nation anklingen lassen – nur falls es tk nicht merkt.)
          Irgendwie ist tk da in Schmarrn neikema oder tk ist mit unserer Kultur nicht so vertraut.
          Aber das ist nicht so schlimm: in der VHS gibt‘s Kurse dagegen.

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  3. Kurse gegen unsere Kultur? Gross? Ich hoffe, Sie sind nicht als Lehrer an irgendwelchen Deutschkursen beteiligt!

    Mensch, Herbert! Nix verstehen ist das eine, aber muss man sich dann soooo weit aus dem Fenster lehnen?

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    1. Habt ihr es alle schon einmal mit der LIEBE probiert

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      1. Ja:-)

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      2. Ja! Mit Erfolg 😉

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